Eichhörnchen: Wie sollte man sie im Winter füttern?

Eigentlich leben Eichhörnchen in Wäldern und Parkanlagen. Immer öfter siedeln sie sich jedoch auch in Gärten mit ausreichendem Baumbestand an und suchen hier nach Nahrung. Ob und wie Sie den putzigen Wildtieren mit dem buschigen Schwanz in den Wintermonaten den Tisch decken dürfen, erläutern wir im nachfolgenden Artikel.

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Im Winter mögen Eichhörnchen fettreiche Nahrung

Sollten Eichhörnchen überhaupt gefüttert werden?

Da sie noch fast überall genügend Nahrung finden, zählen Eichhörnchen bisher nicht zu den bedrohten Tierarten. Experten betonen allerdings, dass es in Städten durchaus sinnvoll sein kann, das Überleben der possierlichen Tiere im Winter zu unterstützen.

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Welches Futter eignet sich?

Eichhörnchen sind Allesfresser, die sich je nach Jahreszeit von Samen, Nüssen oder Früchten ernähren. Insekten und Schnecken ergänzen den Speiseplan. Deshalb sollte das Futter auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt sein und nachfolgende Komponenten enthalten:

  • Haselnüsse
  • Walnüsse
  • getrockneter Mais
  • Sonnenblumenkerne
  • Kürbiskerne
  • Rosinen
  • getrocknete Möhren
  • getrocknete Apfelringe
  • Weintrauben.

Erdnüsse oder Mandeln hingegen sind wegen ihres Gehalts an Blausäure ungeeignet und dürfen keinesfalls an Eichhörnchen verfüttert werden.

Der richtige Futterplatz

Eichhörnchen sind durch ihren Körperbau sehr gut an das Leben in luftigen Höhen angepasst. Deshalb sollte auch der Futterplatz möglichst hoch angebracht werden. Wählen Sie einen Ort, der weit vom Haus entfernt ist, damit die scheuen Tiere den gedeckten Tisch tatsächlich besuchen.

  • Gerne angenommen wird ein großes Vogelhäuschen, das in mindestens zwei Meter Höhe in einem Baum aufgehängt wird.
  • Es darf nicht geschlossen sein, da die Futtermittel ansonsten zu schimmeln beginnen würden.
  • Da das angebotene Futter trocken ist, benötigen die Tiere unbedingt Wasser. Sofern kein Gartenteich vorhanden ist, können Sie zusätzlich eine Tränke neben dem Futterhäuschen aufhängen.
  • Damit sich keine Krankheiten ausbreiten können, sollten Sie den Futterplatz regelmäßig reinigen.

Tipps

Da Katzen den niedlichen Tieren gefährlich werden können, sollten Sie darauf achten, dass diese die Futter- und Wasserstelle nicht erreichen können. Ein Abwehrgürtel hindert die Haustiere zuverlässig am Hinaufklettern. Auch mit Himbeer- oder Brombeerranken umwickelte Gehölze halten Katzen ab.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Rudmer Zwerver/Shutterstock
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