Garten-Distel – ein kurzer Steckbrief

Bei dem Namen Distel denken viele Gartenbesitzer und Gärtner in erster Linie an lästiges Unkraut. Dabei handelt es sich hier um viele verschiedene stachelige Pflanzen aus unterschiedlichen Gattungen, die teilweise sehr dekorativ sein können.

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Es gibt viele verschiedene Distelarten (hier: die Kugeldistel)

Die Vielfalt der Disteln

Die Lebenserwartungen der verschiedenen Disteln variiert erheblich. So gibt es recht kurzlebige zweijährige Varianten wie die Kratzdistel, Ringdistel oder Silberdistel. Im ersten Jahr bilden sie nur die Blattrosette aus. Nach der Blüte im zweiten Jahr gehen diese Pflanzen ein. Oft fällt das kaum auf, denn diese Disteln säen sich häufig selber aus. Auch die bis zu zwei Meter hohe Eselsdistel gehört in diese Kategorie.

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Andere Disteln zählen zu den mehrjährigen Stauden. Edeldisteln und Kugeldisteln treiben jedes Jahr neu aus. Sie lassen sich gut mit großblütigen Pflanzen wie Schafgarbe, Mädchenauge oder Sonnenhut kombinieren. Aber auch Ziergräser bilden einen schönen Kontrast zu den stachligen disteln.

Standort und Boden

Egal für welche Distelart Sie sich entschieden haben, fast alle mögen einen eher mageren und trockenen Standort gern. Lediglich die Purpur-Kratzdistel bildet eine Ausnahme, sie bevorzugt einen frischen bis leicht feuchten und nährstoffreichen Boden.

Pflanzen und pflegen

Disteln lassen sich dank ihrer tiefen Pfahlwurzeln nur schwer umpflanzen. Daher sollten Sie zweijährige Arten im Sommer gleich am gewünschten Standort aussäen. Mehrjährige Sorten pflanzen sie am besten im Frühjahr oder im Herbst. Die pflegeleichten Pflanzen brauchen keine besondere Pflege, sind aber nur schwer wieder aus dem Garten zu entfernen.

Gartendisteln im Winter

Auch im Winter sind Disteln ein toller Blickfang in Ihrem Garten, wenn sie mit Reif oder Schnee bedeckt sind. Daher sollten Sie dies Pflanzen nicht im Herbst sondern erst im Frühjahr zurückschneiden. Besondere Pflege brauchen sie auch in der kalten Jahreszeit nicht.

Das Wichtigste in Kürze:

  • sonniger Standort
  • meist magerer und trockener Boden
  • meist lange Pfahlwurzeln
  • beste Pflanzzeit: Frühjahr oder Herbst
  • Aussaat der zweijährigen Sorten: Sommer
  • gleich an späteren Standort säen
  • lassen sich nicht gut umpflanzen
  • Rückschnitt: im März

Tipps

Pflanzen Sie Disteln möglichst nicht direkt an den Weg, viele Arten können recht groß werden und der Kontakt mit ihnen ist oft schmerzhaft.

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: Savo Ilic/Shutterstock

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