Neuer Mulch muss her: Die Brennessel

Auf kahlen Böden hat Unkraut leichtes Spiel. Außerdem: Wer mulcht muss weniger gießen, weniger düngen, weniger jäten und im Winter nicht zwangsweise einen Frostschutz im Wurzelbereich der gemulchten Pflanze ausbringen. Wie wäre es damit, mit Brennesseln zu mulchen?

Brennnessel Mulch
Brennnesseln zum Mulchen sollten in der ersten Jahreshälfte geerntet werden

Vorteile des Mulchens mit Brennesseln

Das Mulchen mit der Brennessel bringt viele Vorteile mit sich:

  • unterdrückt und vernichtet Unkraut
  • hält Schnecken fern
  • ist kostenlos (gegensätzlich zu Rindenmulch, Holzhackschnitzeln etc. aus dem Handel)
  • eine Fülle an Nährstoffen, wird langsam an den Boden abgegeben
  • verbindet das Bekämpfen der Brennessel mit etwas Nützlichem
  • verbessert die Humusqualität

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Brennesseln ernten: Nicht zu spät!

Wer Brennesseln zum Mulchen ernten will, sollte nicht zu lange warten. Ernten Sie die Brennesseln vom Frühjahr bis zum Sommer. Spätestens ab September sollten sie nicht mehr zum Mulchen geerntet werden. Dann haben sie bereits ihre Samen ausgebildet. Diese würden die Pflanzen als Mulchschicht schnell verbreiten und bald als ‘Unkraut’ sprießen.

Wie man Brennesseln zum Mulchen am schnellsten erntet

Ein Brennesselmeer eignet sich ideal zum schnellen Ernten. Dazu nimmt man einfach eine Sense zur Hand und senst die Pflanzen ab. Alternativ können die Brennesseln mithilfe eines Trimmers im Nu abgeerntet werden. Wenn Sie mehr Zeit haben, können Sie die Pflanzen auch behutsamer mit der Hand (Handschuhe tragen!) pflücken oder mit einem Messer oder einer Schere abschneiden.

Wie lange wirkt der Mulch?

Je nachdem wie dick die Mulchschicht ist, wirkt sie/dauert die Verrottungszeit unterschiedlich lange. Empfehlenswert ist es, den Brennesselmulch mindestens 5 cm dick aufzutragen. Dann kommen nur noch rund 10 % der Unkräuter durch die Mulchdecke. Zuvor sollten die Brennesseln idealerweise grob zerkleinert werden.

Welche Pflanzen kann man mit Brennesseln mulchen?

Mit Brennesseln lassen sich zahlreiche Beet-, Obst- und Zierpflanzen mulchen. Sie geben unter anderen viel Stickstoff an den Boden ab. Starkzehrer wie beispielsweise Tomaten und Paprika freuen sich über eine solche Mulchschicht. Schwachzehrer wie Erdbeeren und Erbsen sollten nicht zu dick und nicht zu oft mit Brennesseln gemulcht werden.

Tipps

Die Brennesseln können auch gut mit Beinwell und Rasenschnitt kombiniert werden und ergeben damit einen noch besseren Mulch.(99,99€ bei Amazon*)

Text: Anika Gütt

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