Bougainvilleen umtopfen – so geht’s

Bougainvilleen können mit ihren satten Hochblattfarben ein herrliches Farbspektakel an Balkongeländern und Gartenmauern darbieten. Um gutes Gedeihen und vollen Blütenertrag aus der tropischen Rankpflanze zu holen, ist allerdings eine sorgfältige Topfhaltung inklusive regelmäßigem Umtopfen nötig.

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Die Bougainvillea braucht ausreichend Platz zum guten Gedeihen

Gründe für das Umtopfen der Bougainvillea

Die Bougainvillea gilt nicht nur wegen ihrer dekorativen, aber empfindlichen Hochblätter als relativ schwierig zu kultivieren. Auch ihre Basis ist eher zart und feinfühlig veranlagt und macht den etwas divenhaften Charakter der Andenpflanze perfekt. Die richtige Topfgröße und das passende Substrat ist daher wesentlich, um richtige Freude an der Bougainvillea zu haben. Eine Topfkontrolle sollten Sie etwa alle 2 bis 3 Jahre durchführen, um das Wachstum und die Blütenbildung optimal zu führen.

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Halten wir also fest:

  • eher empfindlicher Wurzelballen der Bougainvillea möchte umsorgt werden
  • Regelmäßiges Umtopfen fördert guten Wuchs
  • passende Topfgröße fördert die Blütenbildung
  • Umtopfen etwa alle 2 bis 3 Jahre

Regelmäßig Umtopfen bis zur gewünschten Wuchsgröße

Generell gilt die 2- bis 3-jährige Umtopffrequenz für die Wuchsphase der Pflanze. Wenn Ihre Bougainvillea eine gewünschte Größe erreicht hat, bzw. nicht noch größer werden soll, können Sie auch in diesen Abständen nach ihrem Wurzelballen sehen – Sie brauchen ihm dann aber nur eine Verjüngungskur in Form von etwas Rückschnitt mit einem Messer zu verpassen, brauchen ihn aber in keinen größeren Topf zu setzen.

Umtopfen am besten im Frühjahr

Nicht nur die Frequenz, sondern natürlich auch der Zeitpunkt im Jahr ist für das erfolgreiche, gewinnbringende Umtopfen der Bougainvillea zu beachten. Wenn Sie bemerken, dass es Ihrer Andenpflanze im Topf zu eng wird, visieren Sie ein Umtopfen zum nächsten Frühjahr an. Dann, wenn wieder mehr Licht zur Verfügung steht, kommt sie nämlich leicht in eine kräftige Vegetationsphase, der eine Frischekur an der Basis nur besten Vorschub leisten kann.

Knappe Topfgröße für mehr Blütenfreude

Grundsätzlich empfiehlt es sich, den Wurzelballen durch einen eher kleinen Topf knapp zu halten, um die Blütenbildung anzukurbeln. Wenn der Wurzelballen zu viel Raum hat, konzentriert sich die Bougainvillea mehr auf ihr Wachstum und arbeitet eifrig an ihrer Basis. Wenn Sie mehr von ihrer satten Blütenpracht haben möchten, geben Sie ihr weniger Raum für die Wurzelbildung. Dann verlegt sie sich mehr auf das Ausbilden der farbprächtigen Blüten. Beim Umtopfen sollte der neue Topf also auch nicht allzu viel größer als der alte sein.

Vorsichtig vorgehen!

Wie auch in allen sonstigen Pflegebereichen ist die Bougainvillea auch beim Umtopfen eher sensibel. Sie bildet einen eher wenig zusammenhängenden, nicht sonderlich robusten Wurzelballen aus, den es möglichst nicht zu beschädigen gilt. Wenn er sich schon ein wenig mit dem Topfinneren verwachsen hat, vermeiden Sie trotzdem ruppige Vorgehensweisen. Anstatt ungeduldig am Ballen zu zerren, sollten Sie im Zweifelsfall eher den Topf zerschneiden bzw. zerbrechen. Denn eine Wurzelverletzung kann die Bougainvillea Ihnen schwer nachtragen durch vermindertes Wachstum und Blütenschwäche.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: svf74/Shutterstock

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