Was tun, wenn die Blumenerde stinkt?

Wird ein Sack Blumenerde geöffnet, kann es sein, dass ihm ein unappetitlicher Geruch entströmt. Es stellt sich die Frage, ob diese stinkende Erde zum Kultivieren von Pflanzen verwendet werden kann.

blumenerde-stinkt
Blumenerde kann auch schlecht werden

Blumenerde stinkt

Frische Erde riecht angenehm nach Wald, nach Moder, eben erdig. Das ist bei Blumenerde, gleichgültig ob teure Erde oder Erde vom Discounter, oftmals nicht der Fall. Reißt man den Sack auf, riecht es nach Mist, nach Jauche oder Fäulnis.
Solche Gerüche sind für empfindliche Nasen ziemlich unschön.
Der Geruch sagt allerdings nichts über die Qualität der Blumenerde aus, er ist auf die Inhaltsstoffe der Erde zurückzuführen.

Lesen Sie auch

Die verschiedenen Zusätze

Je nachdem, welche und wie viele Stoffe enthalten sind, können Gerüche auftreten. Pflanzsubstrate enthalten unter anderem folgende Zusätze :

  • Hornspäne,(9,00€ bei Amazon*) aus Hörnern und Hufen
  • Hornmehl, aus Hörnern und Hufen
  • Phytogrieß, aus Rückständen der Mais-, Getreide- und Kartoffelverarbeitung, wurde fermentiert
  • Guano,(13,00€ bei Amazon*) ein natürlicher Dünger aus konzentriertem Kot von verschiedenen Seevögeln

Weiß man um die Herkunft der Zusätze, ist ein Geruch nach Mist oder Jauche nicht verwunderlich. Am besten lockert man die Erde nach dem Öffnen des Sackes auf und lässt sie einige Zeit auslüften.

Besteht die Blumenerde aus Kompost und Rindenhumus, werden Mikroorganismen enthalten sein. Diese sind wichtig, damit aus den organischen Substanzen Nährstoffe für Pflanzen entstehen. Die Zersetzungsprozesse sind mit unangenehmen Gerüchen verbunden, die sich an der frischen Luft schnell verflüchtigen.

Blumenerde ist verdorben

Wenn die Blumenerde streng nach Moder und Verwesung riecht, ist da etwas falsch gelaufen. Die üblen Gerüche tauchen oft bei Zimmer- oder Kübelpflanzen auf. Sie sind ein Zeichen dafür, dass zuviel gegossen wurde und der erforderliche Wasserablauf nicht funktioniert. Durch die entstandene Staunässe hat in der Erde ein Fäulnisprozess eingesetzt, der die Wurzeln der Pflanze oftmals irreparabel geschädigt hat.

Hier hilft nur ein kompletter Austausch der Erde. Möglicherweise wird die Pflanze in der frischen Erde noch einmal gesunden. Wichtig ist vor dem Einfüllen der frischen Erde eine Drainageschicht aus Blähton (19,00€ bei Amazon*) oder Tonscherben in den Topf oder Kübel einzufüllen. Mit dieser Schicht kann keine Staunässe mehr entstehen.

Auch das Gießverhalten sollte überdacht werden. Eine Pflanze benötigt nur dann Wasser, wenn die oberste Erdschicht bereits trocken ist.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Dmytro Zinkevych/Shutterstock
Social Media Manager

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.