Halbwissen aufbessern: Der Blaustern im Steckbrief

Zart und zerbrechlich mutet er an. Der Blaustern ist vielen Pflanzenfreunden ein Begriff und die Einen oder Anderen würden ihn vermutlich auch wiedererkennen. Damit Sie in Zukunft genau über ihn Bescheid wissen, sind hier seine wichtigsten Merkmale und Ansprüche zusammengefasst!

Blaustern Merkmale
Es gibt an die 90 Blaustern-Arten

Wissenswerte Fakten im Steckbrief

  • Pflanzenfamilie und Gattung: Spargelgewächse, Scilla
  • Herkunft: Mittel- bis Südeuropa
  • Vorkommen: Auwälder, Laubwälder, Feuchtwiesen, Gebüsche
  • Lebensdauer: mehrjährig
  • Blütezeit: März bis April
  • Blütenfarbe: blau
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: kalkliebend, nährstoffreich, humos, feucht
  • Verwendung: Bienenweide, Zierpflanze im Steingarten
  • Besonderheiten: giftig, geschützt
  • Vermehrung: (Selbst-)Aussaat, Brutzwiebeln, Teilung

Viele Namen für ein und dieselbe giftige Staude

Der Blaustern, von dem es weltweit 70 bis 90 Arten gibt, ist weiterhin unter den Namen Szilla, Meerzwiebel und Blausternchen bekannt. Seinen Namen Blaustern erhielt er aufgrund seiner charakteristischen blauen Sternenblüten.

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Diese Zwiebelpflanze ist sowohl für den Menschen als auch für Tiere leicht giftig. Es sind Saponine und Glykoside, vor denen man sich hüten sollte. Sie sind insbesondere in der Zwiebel und in den Samen in großen Mengen enthalten. Nicht nur beim Verzehr, sondern auch bei Hautkontakt können sie sich bemerkbar machen.

Von unten bis oben genauer angeschaut

Szilla wächst je nach Standort zwischen 15 und 20 cm hoch. Es handelt sich hierbei um ein ausdauerndes, krautiges Gewächs, das mithilfe seiner bis zu 3 cm dicken Zwiebel überdauert. Seine Blätter sind grundständig, bis zu 15 cm lang, linealisch und grün gefärbt.

Tintenblaue bis lilablaue Blüten, die im Durchmesser bis zu 2 cm groß werden, zeigt der Blaustern zwischen März und April. Mehrere Blüten türmen sich an einem Stängel traubenartig auf. Aus der Mitte ragen dunkelviolette Staubbeutel. Das Nektar- und Pollenangebot ist reich. Nach der Blüte entstehen unscheinbare Kapselfrüchte.

Anspruchslos – perfekt für faule Gärtner

Dieser Frühblüher kommt gut auf sich allein gestellt zurecht. Lediglich die Standortbedingungen sollten passen, damit es ohne viel Pflege auskommt. Die Erde sollte nährstoffreich, humos, kalkhaltig und durchlässig sein. An einem halbschattigen Platz fühlt sich diese Zwiebelblume am besten aufgehoben.

Tipps

Der Blaustern wird häufig mit dem Schneestolz verwechselt. Im Gegensatz zum Blaustern besitzt der Schneestolz ein deutlich weißeres Blütenauge.

Text: Anika Gütt

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