Blattfleckenkrankheit – Gurkenblätter mit eckigen Flecken

Die arme Gurkenpflanze! Die Liste der Krankheitserreger, die sie heimsuchen, ist wirklich lang. Die eckige Blattfleckenkrankheit ist eine von diesen Bakterienkrankheiten, die uns die Ernte rauben. Ihr Anblick ist wahrlich nicht appetitlich, doch zunächst fängt alles mit eckigen Blattflecken an.

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Die Blattfleckenkrankheit ist recht einfach zu erkennen

Blattfleckenkrankheit: die Symptome

Die grünen Gurkenfrüchte sind nicht mehr genießbar, wenn die Blattfleckenkrankheit die Mutterpflanze fest im Griff hat. Sie breitet sich zuerst an den Blättern aus und löst daran Veränderungen aus, die nicht lange verborgen bleiben:

  • zunächst zeigen sich kleine eckige Flecken
  • gelb und leicht durchscheinend
  • Flecken werden größer und brauner
  • Flecken trocknen aus und fallen heraus
  • auf Blattunterseiten ist oft Bakterienschleim sichtbar
  • Früchte bekommen matschige, dunkle Flecken
  • weißer Punkt in der Mitte der Flecken sondert Bakterienschleim aus

Ursachen für die Krankheit

Das Bakterium Pseudomonas syringae pv. Lachrymans löst die eckige Blattfleckenkrankheit aus. In das Beet wird es meist über das Saatgut angeschleppt. Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 24 Grad Celsius begünstigen das Fortschreiten der Infektion.

Bekämpfung

Die eckige Blattfleckenkrankheit kann nicht wirksam bekämpft werden. Weder Hausmittel noch Chemie können die Krankheit stoppen. Die Gurkenernte muss aufgegeben werden, nicht jedoch ohne die Schaderreger soweit möglich aus dem Garten zu verbannen. Dafür muss die betroffene Gurkenpflanze komplett aus dem Gemüsebeet entfernt werden.

  • Pflanzenreste nicht kompostieren
  • über Restmüll entsorgen
  • Gartenschere desinfizieren
  • auch bereits benutzte Pflegewerkzeuge
  • Kleidung, Schuhe gründlich reinigen

Vorbeugung

Die Vorbeugung ist nicht einfach, denn die mikroskopisch kleinen Bakterien sind am Saatgut schwerlich auszumachen. Achten Sie auf äußerlich gesund wirkende Gurkensamen. Auch das Ausbeizen mit warmem Wasser und Knoblauch kann evtl. anhaftende Schaderreger von den Samen entfernen.

Benetzen Sie beim Wässern nicht die Blätter der Gurkenpflanzen, denn Feuchtigkeit begünstigt diese Krankheit. Wässern Sie zudem morgens, damit tagsüber durch die Sonnenwärme überschüssige Feuchtigkeit verdunstet.

Fruchtfolge einhalten

Dieser Erreger kann auch ohne eine Wirtspflanze noch einige Jahre im Boden überleben. Sie sollten deswegen an dieser Stelle in den darauffolgenden drei Jahren keine Gurken mehr anbauen. Da zudem alle Kürbisgewächse gleichermaßen an dieser Blattfleckenkrankheit leiden, sollten auch alle anderen Sorten der Familie ebenfalls für drei Jahre auf dem Beet pausieren.

Resistente Sorten

Auf dem Markt werden einige resistente Gurkenzüchtungen angeboten. Sollten Sie immer wieder mit dieser Krankheit zu kämpfen haben, könnte der Anbau dieser Sorten die einzige Lösung sein. Fragen Sie im Handel danach.

Text: Daniela Freudenberg
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