Pflanzensteckbrief: Die Besenheide

Wenn die Tage kürzer werden, geht die Gartensaison langsam zu Ende. Mit Pflanzen wie der Besenheide, die je nach Sorte bis in den November hinein blüht, zeigt sich der Garten aber gerade jetzt noch einmal von seiner farbenfrohen Seite. In unserem Steckbrief stellen wir Ihnen das Heidekraut näher vor und geben Ihnen wertvolle Pflanz- und Pflegetipps für diesen attraktiven Herbstblüher, der sich auch im Kübel auf dem Balkon sehr gut macht.

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Im September ist Heidekrautzeit

Pflanzensteckbrief

  • Botanischer Name: Calluna vulgaris)
  • Weitere Namen: Besenheide, Heidekraut, Sommerheide
  • Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
  • Gattung: Besenheide
  • Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)
  • Wuchshöhe: 40 bis 50 Zentimeter
  • Wuchsform: Zwergstrauch
  • Hauptblütezeit: Juli bis November
  • Blattfarbe: Dunkelgrün
  • Blattform: Nadelförmig
  • Blütenfarbe: Weiß, Gelb, Orange, Rosa, Rot, Violett
  • Blütenform: Knospig, glockig

Besonderheit:

Früher verwendete man getrocknetes Heidekraut zum Ausfegen des Hauses. Daher stammt vermutlich der Name „Besenheide“.

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Herkunft:

Die Besenheide ist die einzige Vertreterin der Gattung Calluna innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse. Ursprünglich wächst sie in den kühleren Regionen Mittel- und Nordeuropas. Sie ist hier sogar noch in Höhenlagen von über 2.000 Meter zu finden.

Pflanzung und Pflege

Fühlt sie sich wohl, kann die Besenheide bis zu vierzig Jahre alt werden. Der Kleinstrauch bevorzugt einen sonnigen Platz, gedeiht aber auch im Halbschatten.
Besenheide wächst auf sandigen und sauren Böden, sofern gute Durchlässigkeit gewährleistet ist. Achten Sie darauf, dass der pH-Wert nicht über 6,5 liegt und verbessern Sie das Substrat gegebenenfalls mit etwas Rhododendronerde.

Halten Sie das Unkraut durch eine Mulchschicht aus Laub im Schach, denn die Wurzeln des Heidekrauts vertragen keine Bodenbearbeitung mit der Hacke.

Wässern Sie regelmäßig, der Ballen sollte nie ganz austrocknen. Gedüngt wird einmalig im Frühjahr mit Rhododendron-Dünger.

Vermehrung

Heidekraut lässt sich sehr unkompliziert durch Stecklinge vermehren. Die Besonderheit hierbei: Die Triebe werden unten hin abgerissen, sodass ein zungenförmiges Rindenstück am Pflänzling verbleibt.

Diese werden in eine Pflanzschale, in die Sie eine Mischung aus Sand, Torf und Rhododendronerde gefüllt haben, gesteckt. Befeuchten Sie das Substrat und stülpen Sie eine Tüte über die Stecklinge. Dadurch wird ein Treibhausklima erzeugt, welches die Wurzelbildung beschleunigt.

Krankheiten und Schädlinge

Die Besenheide ist eine robuste Pflanze, die so gut wie nie von Schädlingen und Krankheiten heimgesucht wird. Allerdings kann der Hallimasch, ein weißer Pilz mit fächerförmigem Hut, ganze Bestände vernichten. Bei befallenen Pflanzen wächst er am Sprossenansatz unter der Rinde heraus. Heidekraut, das der Pilz als Wirt nutzt, sollte umgehend entfernt werden.

Tipps

Die Besenheide reagiert ausgesprochen empfindlich auf Wassermangel. Sie vertrocknet dann sehr schnell. Gießen Sie deshalb auch in den Wintermonaten an frostfreien Tagen ausreichend.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: fokke baarssen/Shutterstock

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