Zauberhafte Bellis – Infos rund um die Blütezeit

Unter den zahlreichen Bellis-Arten aus dem Mittelmeerraum, hat es das Gewöhnliche Gänseblümchen (Bellis perennis) bis nach Mittel- und Nordeuropa geschafft. Wo es aparten Tausendschön gefällt, begleiten sie uns mit ihren weiß-gelben Strahlenblüten durch die schöne Jahreszeit. Dieser Leitfaden hält nützliche Infos für Sie bereit rund um die Blütezeit.

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Bellis haben eine sehr lange Blütezeit

Von März bis Oktober ist Haupt-Blütezeit

Hinter der zierlichen Gestalt von wilden Gänseblümchen verbirgt sich eine robuste Konstitution, die uns eine nicht enden wollende Blütezeit beschert. Bellis perennis hat gelernt, frostigen Temperaturen die Stirn zu bieten. Folglich legt die kleine Staude ihr Blütenkleid lange vor ihren mediterranen Artgenossen an. Wann Sie sich über die charmanten Blütenköpfchen freuen können, fasst die folgende Übersicht zusammen:

  • Haupt-Blütezeit der Wildart: März bis Oktober
  • Haupt-Blütezeit für Zucht-Sorten: März bis Juni
  • Wintermilde Weinbau-Regionen: Januar bis November

Seit infolge der Klimaerwärmung verschiedene Regionen vom Frost gänzlich verschont bleiben, sind die weiß-gelben Zungenblüten das ganze Jahr hindurch zu bewundern. Das trifft zu für Weinanbau-Gebiete oder entlang des Niederrheins sowie in Gärten mit einem geschützten Mikroklima.

Standortqualität beeinflusst die Blütezeit

Gänseblümchen zählen zu den Sonnenanbetern. Weisen Sie Maßliebchen einen vollsonnigen bis absonnigen Standort zu, erfüllt die Blütezeit in der Praxis, was die Theorie verspricht. In schattigen Lagen mit schwerer, nasser Lehmerde ringen sich Bellis lediglich zu einer spärlichen und verkürzten Blütezeit durch.

Ausputzen verlängert die Blütenpracht – so geht es

Favorisieren Sie in der kreativen Gartengestaltung anspruchslose Blumen, kommen Sie an pflegeleichten Bellis perennis nicht vorbei. Streng genommen können Sie Gänseblümchen im Beet sich selbst überlassen. Gießen übernimmt Mutter Natur mit sommerlichem Regen. Dünger ist ohnehin überflüssig.

Damit Tausendschön halten, was der Name verspricht, sollten verwelkte Blüten regelmäßig entfernt werden. Wem das Ausputzen einzelner Blütenreste zu aufwändig ist, schneidet die Mini-Stauden unmittelbar nach der Haupt-Blütezeit zurück, um ihnen eine hübsche Nachblüte zu entlocken.

Tipps

Bellis perennis bedient sich einer cleveren Überlebensstrategie, um im mitteleuropäischen Klima zu bestehen. Die Blütenschönheit gedeiht als zweijährige, winterharte Mini-Staude. Diese Eigenschaft impliziert, dass sie als grüne Blattrosette den ersten Winter überdauert, im zweiten Jahr lang anhaltend blüht und dann abstirbt. Zuvor hat sich die geniale Überlebenskünstlerin mittels Selbstaussaat zahlreich vermehrt.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: mutsu7211/Shutterstock

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