Eine Bartiris richtig teilen

So manche mehrjährige Stauden lassen sich durch die Teilung ihres Wurzelballens oder der Rhizome besonders schnell und unkompliziert vermehren. Bei der in vielen Privatgärten gepflanzten Bartiris erfüllt die Teilung über die Vermehrung hinaus noch einen weiteren Zweck.

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Bartiris lässt sich gut über Teilung vermehren

Die blühfaule Bartiris wieder auf Trab bringen

Bei der Bartiris kann es nicht selten vorkommen, dass Pflanzen nach einigen Jahren an einem Standort blühfaul werden. Das liegt in der Regel nicht an unzureichender Düngung oder einer Krankheit, sondern macht einfach nur eine spezielle Pflegemaßnahme notwendig. Um die Blütenbildung der Bartiris wieder frisch anzuregen, werden die Rhizome der Pflanzung einfach ausgegraben, geteilt und an einem neuen Standort oder in frisch aufgelockertes Substrat wieder eingepflanzt. Gleichzeitig erhalten Sie durch die Teilung natürlich auch eine größere Anzahl an Pflanzen, deren Wurzelrhizome Sie nach einigen Jahren wiederum erneut teilen und umpflanzen sollten.

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Die optimale Vorgangsweise bei der Teilung der Rhizome

Die folgenden Schritte können Sie bei allen Sorten der Bartiris gleichermaßen durchführen:

  • Rhizome vorsichtig mit Spaten oder Grabegabel freilegen
  • die feinen Wurzeln mit dem Rhizom vorsichtig aus der Erde ziehen
  • überflüssige Erde leicht abschütteln
  • Rhizome einer Pflanzensorte in einen Behälter geben (um sie nicht mit den Rhizomen anderer Horste zu vermischen)
  • alte Rhizomteile mit einer scharfen Pflanzschere abtrennen
  • Wurzeln und Blattwerk einkürzen

Die optisch leicht zu erkennenden, besonders alten Rhizomteile können mit einer scharfen Pflanzschere einfach abgeschnitten und entsorgt werden. Die übrigen Teile des Rhizoms werden in etwa 10 bis 15 cm Stücke zerteilt und dürfen an der Luft für etwa eine halbe Stunde antrocknen. Die Wurzeln wachsen nach dem Einpflanzen besser an, wenn das Wurzelwachstum durch einen leichten Rückschnitt angeregt wird. Damit die eingekürzten Wurzeln die Pflanze in der Anwachsphase ausreichend versorgen können, wird das Blattwerk in Fächerform auf eine Länge von etwa 15 cm eingekürzt.

Rhizome nicht zu tief in das Erdreich pflanzen

Die Rhizome der Bartiris wachsen nur knapp unterhalb bzw. direkt an der Erdoberfläche. Sie sollten daher im Zuge der Teilung und Vermehrung die Rhizomteile nicht zu tief in das Erdreich einpflanzen. Sonst könnte es mitunter sein, dass die Bartiris gar nicht zur Blüte gelangt.

Tipp

Verschiedene Sorten der Bartiris blühen zu durchaus unterschiedlichen Zeiten. Der beste Zeitpunkt für das Teilen und Vermehren ist direkt nach der Blüte, da sich die Pflanzen dann in einer gewissen Ruhephase befinden.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: Nadzeya Pakhomava/Shutterstock

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