SOS! Was tun, wenn der Bambus vertrocknet?

Als immergrüne Pflanze behalten Bambusblätter auch im Winter ihre Farbe. Erst im Frühjahr wirft der Bambus einen Teil der alten Blätter ab, wenn die neuen austreiben. Aber Blattfall kann auch ein Hinweis sein, dass die Pflanze sich nicht wohlfühlt und vertrocknet. Trockenschäden rechtzeitig erkennen und behandeln.

Bambus vertrocknet

Was tun wenn Dein Bambus:

  • mehr trockene, als grüne Blätter hat
  • Blattspitzen braun werden
  • komplett trockene Halme bekommt

Vorab sei gesagt: Wie alle immergrünen Pflanzen verliert auch der Bambus ab Spätherbst kontinuierlich Laub. Er wirft es nicht auf einmal ab. Aber er befreit sich dabei von genau den Blättern, die er nicht mehr gebrauchen kann – nämlich das Laub, das nicht mehr genügend Licht für die Fotosynthese bekommt!

Dieser Blattfall ist ganz normal bei der Pflanze und die Lösung des Problems einfach. Trockene, fahle Bambushalme so tief wie möglich abschneiden. Damit die anderen wieder ausreichend Licht bekommen. Wenn Du den Bambus lichtest, bleibt das Innere der Pflanze ebenfalls grün. Zusätzlich kannst Du die die Spitzen einkürzen. Dann kommt noch mehr Licht ins Innere und sorgt für eine ausreichende Fotosynthese.

Trockenschäden rechtzeitig erkennen und behandeln

Ob es sich dagegen um Trockenschäden handelt, die schnelles Handeln erfordern, erkennst Du an diesen 3 Schadbildern:

  • Vertrocknete Blätter: Wenn einzelne Blätter die Farbe verlieren und abfallen ist das nicht tragisch, denn bei Neuaustrieb im Frühjahr bilden sich neue.
  • Vertrocknete, blasse und fahle Halme werden ebenfalls beim Neuaustrieb durch neue Halme aus der Wurzel heraus ersetzt. Die vertrockneten Halme einfach abschneiden.
  • Vertrocknete Wurzeln können den eigentlichen, aber selten auftretenden Komplettschaden beim Bambus verursachen. Dies passiert hauptsächlich, wenn der Bambus draußen im Kübel überwintert oder wenn der Bambus im Spätherbst eingepflanzt wird und vor der Winterkälte noch nicht ausreichend eingewurzelt hat. Die Folge davon: Kümmerlicher Neuaustrieb im Frühjahr oder der Bambus stirbt ab.

Kältetrockenheit und Winterdürre verhindern

Viele der bei uns erhältlichen Bambussorten vertragen Wintertemperaturen bis – 25° Grad. Kälte macht den winterharten Bambussorten in der Regel wenig aus. Aber die Kältetrockenheit oder Winterdürre um so mehr! Als immergrüne Pflanze verdunstet der Bambus auch im Winter Feuchtigkeit. Wenn er sich aus dem gefrorenen Erdreich nicht wieder mit Wasser versorgen kann, kommt es zu Trockenschäden. Normalerweise erfriert der Bambus nicht, sondern er vertrocknet, weil seine Wurzeln absterben!

In der Regel benötigt jeder Bambus 3 bis 5 Jahre um richtig am Standort einzuwurzeln. Erst nach dieser Zeit erreicht er seine angegebene Winterhärte. Das bedeutet Du musst den Bambus zusätzlich wässern. Auch an frostfreien Wintertagen.

Tipps & Tricks

Gib Deinem Bambus eine Chance – egal wie vertrocknet er aussieht! Denn ein Bambus ist extrem regenerationsfähig. Selbst bei einem sehr traurigen, vertrockneten Anblick ist noch Leben in der Pflanze. Schneide vertrocknete Halme bis zur Erde ab. Keine Bange! Im Frühjahr treiben neue Blätter und Dein Bambus entfaltet wieder seine grazile Schönheit und Eleganz.

Text: Regina Müller

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