Sind Astern bienenfreundliche Pflanzen?

Die spätblühende Herbstaster, um es vorwegzunehmen, ist eine bienenfreundliche Pflanze. Dies trifft jedoch nicht auf alle Asternsorten zu. Worauf Sie beim Kauf achten müssen, erfahren Sie hier.

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Bienen lieben Astern

Welche Astern fliegen Bienen an?

Astern werden – unabhängig von Art und Sorte – von Bienen gern angeflogen, denn die Insekten werden von den leuchtenden Blüten mit gelber Mitte magisch angezogen. Vorsicht ist jedoch bei gefüllten Zuchtsorten geboten. Sie locken Bienen zwar durch ihre Farbenpracht an, haben aber für die fleißigen Bienchen keinen Nutzwert, da sie kaum Pollen oder Nektar enthalten. Deswegen sind gefüllte Asternsorten genau genommen bienenunfreundlich, denn sie rauben den Insekten – bei der vergeblichen Suche nach Nahrung – Kraft und Energie.

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Welchen Wert haben ungefüllte Astern für Bienen?

Ungefüllte Astern haben für Bienen einen hohen Wert. Zum einen sind die Stauden sehr nährstoffreich, zum anderen sind vor allem die spätblühenden Sorten im Herbst eine wichtige Nahrungsquelle, insbesondere für die stark gefährdeten Wildbienen.

Welche Astern eignen sich konkret als Bienenweide?

Bei der konkreten Auswahl von Astern für den bienenfreundlichen Garten sollten Sie sich nach dem sogenannten Trachtwert orientieren. Dieser setzt sich aus Nektar- und Pollenwert zusammen. Asternarten mit hohem Werten sind beispielsweise die beiden winterharten Arten „Raublatt- Aster“ (Symphyotrichum novae-angliae) und „Berg-Aster“ (Aster amellus), deren Blütezeit von August bis Oktober – in milden Regionen auch länger – dauert.

Tipp

Astern sind nur ein Teil des bienenfreundlichen Gartens

Obwohl spätblühende Astern eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen sind, sollten sie nicht das einzige Nahrungsangebot für die Insekten im Garten sein. Denn im bienenfreundlichen Garten ist es wichtig, dass die Insekten von Frühjahr bis Herbst Nahrung finden. Daher sollten Sie neben den Herbst-, auch Sommerastern pflanzen.

Text: Isabella Sommer
Artikelbild: MMCez/Shutterstock