Wasserpest- in welchem Umfang treibt sie Wurzeln aus?

Die Wasserpest ist eine stark wuchernde Wasserpflanze. Die bis zu drei Meter langen Stängel sind zahlreich an der Zahl und kaum zu übersehen. Mit den Wurzeln verhält es sich umgekehrt. Manch ein Beobachter fragt sich, ob diese Wasserpflanze überhaupt welche hat. Wir klären auf.

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Auch die Wasserpest will sich im Boden verankern

Wurzelbildung an den Nodien

Als Nodien, Nodi oder auch Knoten werden verdickte Stellen am Stängel bezeichnet, aus denen die Blätter ansetzen. Ein Stängel hat mehrere Nodien, die in regelmäßigen Abständen angeordnet sind. Die Wasserpest bildet keine Ausläufer oder Rhizome. Sie treibt ihre Wurzeln aus diesen Nodien aus.

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Theoretisch kann überall dort wo ein Blatt entspringt auch eine Wurzel wachsen. In der Praxis bildet die Pflanze nicht an jedem Nodium Wurzeln aus, sondern nach Bedarf.

Sinn einer Wurzelbildung

Eine Aufgabe der Wurzeln ist die Verankerung mit dem Bodengrund. Deswegen wird die Wasserpest nach der Pflanzung Wurzeln bilden. Diese sind jedoch weitestgehend vom Substrat bedeckt und daher für uns nicht als solche zu erkennen. Auch ist die Menge eher als gering zu bezeichnen.

Auch weiter oben, an von Wasser umspülten Stängeln können sich Wurzeln bilden. Steht die Wasserpest im Aquarium, können diese im klaren Wasser deutlich erkannt werden. Vermutlich dienen sie der Nährstoffaufnahme aus dem Wasser.

Tipps

Wasserpestpflanzen im Teich, die mit dem Bodengrund bereits fest verwurzelt sind, lassen sich nur schwer bekämpfen . Kalkulieren Sie daher schon beim Einpflanzen ihren enormen Wachstumsdrang mit ein.

Vermehrung ohne Wurzeln

Die Tatsache, dass aus jedem Nodium Wurzeln austreiben können, machen die Vermehrung dieser Pflanze leicht:

  • ein kleines Stück der Pflanze genügt
  • es muss noch keine Wurzeln haben
  • eingepflanzt bildet es bald Wurzeln
  • kann auch aufs Wasser gelegt werden
  • treibend sucht es sich selbst eine Gelegenheit zum Anwurzeln

Tipps

Achten Sie darauf, nicht versehentlich zur unerwünschten Ausbreitung der Wasserpest beizutragen. Nach dem Schneiden der Pflanze müssen Sie die abgeschnittenen Pflanzenteile möglichst restlos aus dem Wasser holen.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Kuttelvaserova Stuchelova/Shutterstock

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