Wasserpest einpflanzen oder schwimmen lassen?

Wasserpest ist eine stark wachsende Wasserpflanze, die sich ihre Nährstoffe direkt aus dem Teich- bzw. Aquariumwasser holen kann. Deswegen muss sie nicht zwingend im Beckenboden oder Teicherde eingepflanzt werden, kann sie aber. Doch welche Entscheidung macht wann mehr Sinn?

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Es spricht so einiges dafür, Wasserpest einzupflanzen

Was für das Einpflanzen spricht

Beim Einpflanzen können Sie der Wasserpest einen festen Platz im Aquarium oder draußen im Gartenteich zuweisen. Das ist besonders dann wichtig, wenn darin auch andere Pflanzen gedeihen sollen. Gerade im Aquarium, wo das Platzangebot noch knapper ist als draußen im Teich, wird die Pflanzenlandschaft bewusst moduliert. Da die Wasserpest stark wuchert und lange Triebe bildet, ist es sinnvoll, dass sie den hinteren Teil des Beckens begrünt. So kann sie kleineren Pflanzen nicht das Licht wegnehmen.

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Auch im Teich kann es nützlich sein, die Wasserpest in einen Pflanzenkorb zu setzen. Dadurch wird ihr Ausbreitungsdrang gebremst und sie kann für das regelmäßig notwendige Schneiden einfacher aus dem Wasser geholt werden.

So pflanzen Sie Wasserpest ein

Wenn Sie Wasserpest selber vermehren, genügen schön kleine Teilstücke von mind. 2 cm Länge oder ein Kopfsteckling, den Sie von einer bereits vorhandenen Pflanze schneiden. Auch die im Handel erhältlichen Pflanzen sind nicht wesentlich größer. Meist werden Bündeln mit 5-10 Trieben geliefert. So erfolgt das Einpflanzen:

  • für Aquarium und kleine Teiche genügen wenige Triebe
  • im Teich im Frühjahr pflanzen
  • einen sonnigen oder halbschattigen Platz wählen
  • Wassertiefe zwischen 0,5 und 2 m ist ideal
  • im Aquarium darf jederzeit gepflanzt werden
  • der Platz sollte hell aber ohne direkte Sonne sein
  • an den Boden werden keine besonderen Ansprüche gestellt
  • im Aquarium einzelne Triebe mit etwas Abstand pflanzen
  • im Teich 3-5 Stängel gebündelt in Teichgrund stecken
  • alternativ im Substrat eines Pflanzkorbs

Wasserpest schwimmen lassen

In einem großen Teich mit reichlich Platz kann das bequemere Schwimmenlassen vorgezogen werden. Die Pflanze treibt im Wasser und sucht sich selbst ihren Platz. Auch für ein Nachzuchtbecken ist diese Vorgehensweise empfehlenswert, da dieses zumeist ohne Bodengrund ist.

Tipps

Die Wasserpest ist recht temperaturtolerant, das Wasser darf kalt oder warm sein. Wichtig ist jedoch, dass die Temperaturwerte im Aquarium von der Wurzel bis zu Spitze des Triebes weitestgehend konstant sind, zum Beispiel durch eine Kombination von Bodenheizung und Wasserströmung.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Vladimir Arndt/Shutterstock

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