Stiefmütterchen werden selten krank

Auch die robusten Stiefmütterchen bleiben nicht gänzlich vom Krankheits- und Schädlingsbefall verschont. Bei der Kurzlebigkeit der Pflanzen jedoch hält sich der Schaden meist in Grenzen und der Aufwand für die Rettung will überlegt sein.

Stiefmütterchen krank
Stiefmütterchen werden nur selten von Krankheiten befallen
Früher Artikel Brauchen Stiefmütterchen Frostschutz?

Die Stiefmütterchen sind nicht nur wegen ihrer Blüten sehr beliebt. Sie schmücken unsere Gärten und Balkone in den trüben Herbsttagen und im zeitigen Frühjahr mit ihren fröhlich-bunten Farben. Die kleinwüchsigen Pflanzen sind überdies pflegeleicht, winterhartund nicht krankheitsanfällig. Ihre Robustheit haben sie ihren Ursprüngen als Wiesen- und Ackerpflanze zu verdanken.

Krankheiten und Schädlinge erkennen

Die Stiefmütterchen können in seltenen Fällen von folgenden Krankheiten und Schädlingen befallen werden:

  • Grauschimmel (grauer Belag auf den Blättern),
  • Echter und Falscher Mehltau (mehlartiger Belag auf der Blattober- bzw. -unterseite),
  • Wurzelfäule (Fäulnis an Wurzeln, Blattverfärbung, Pflanzen kümmern oder sterben ab),
  • Blattfleckenkrankheit (eingetrocknete Flecken und Verfärbung der Blätter),
  • Blattläuse (verkrüppelte Blätter),
  • Spinnmilben (mit weißen Punkten gesprenkelte, helle, vertrocknete Blätter),
  • Erdraupen (plötzliches Verschwinden ganzer Pflanzen durch nachtaktive Raupen).

Abhilfe schaffen

Sind einzelne Pflanzen bzw. Pflanzenteile betroffen, stehen dem Hobbygärtner als “Erste Hilfe” diverse Hausmittel zur Verfügung. Das Besprühen der Pflanzen mit Sud aus Knoblauch oder Zwiebeln kann manchmal schnelle Abhilfe bei Mehltau schaffen. Die Blattläuse lassen sich mit dem starken Duft von Lavendel oder mit dem Kaffeegeschmack vertreiben. Im seltensten Fall – wenn ganze Pflanzung betroffen ist – wird man überlegen müssen, ob sich die Rettungsmaßnahmen wie z. B. Behandlung mit Spritzmitteln lohnt oder nur sofortiges Entfernen und Vernichten helfen kann.

Widerstandsfähige Stiefmütterchen selbst züchten

Die selbst gezogenen Freiland-Stiefmütterchen sind robuster als die in den Gewächshäusern gezüchtete Topfware. Besonders die im Herbst gesäten Stiefmütterchen zeichnen sich nicht nur durch höhere Blühdauer und -fülle, sondern auch durch ihren kräftigen Wuchs, Frostbeständigkeit und Unempfindlichkeit gegen Krankheiten aus. Die Stiefmütterchen können mit wenig Aufwand selbst ausgesät werden. Um im zeitigen Frühjahr blühende Stiefmütterchen zu haben, ist die Aussaat im August/September im Freiland oder in den Wintermonaten in einem kühlen Raum vorzunehmen.

Tipps & Tricks

Meist werden nur die stark vernachlässigten Pflanzen von Krankheiten und Schädlingen befallen.

Text: Olivia Sommer

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