Rote Ameisen im Garten – so leisten Sie einen Beitrag zum Artenschutz

Wer Rote Ameisen im Garten als Schädlinge betrachtet, verkennt ihren segensreichen Beitrag für die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichtes. Daher stehen die begnadeten Nestbauer und genialen Überlebenskünstler unter strengem Schutz. Gleichwohl sind Sie nicht gezwungen, Ihren Garten mit dem Völkchen zu teilen. Wie Sie die seltene Ameisen-Art erkennen und mit einer sanften Methode von einem alternativen Wohnort überzeugen, erklären wir Ihnen gerne.

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Rote Ameisen fressen Schädlinge!

Charakteristische Merkmale ermöglichen zweifelsfreie Identifizierung

Ihren Namen trägt die Rote Ameise nicht von Ungefähr. Ihr Körper ist überwiegend rot gefärbt. Lediglich Kopf und Beine weisen dunkle, schwarz-braune Flecken auf. Von anderen Waldameisen unterscheidet sie sich durch eine deutliche Behaarung an der Brust und Kopfunterseite. Die Arbeiterinnen werden 4,5 bis 9,0 Millimeter groß. Königinnen und Männchen erzielen eine Körperlänge von bis zu 11 Millimetern.

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Wenn Rote Ameisen Ihren Garten zur Residenz erwählen, haben Sie ab sofort ein blitzsauberes grünes Reich. Die Allesfresser vertilgen von Schildläusen über Larven bis hin zu Mäusen, was sie ergattern können.

Mit zwei Eigenschaften machen sich Rote Waldameisen allerdings sehr unbeliebt. Die Insekten verfügen über kräftige Mundwerkzeuge, mit denen sie schmerzhafte Bisse austeilen können. Darüber hinaus kann ihr Bau monumentale Ausmaße von bis zu 3 Metern Höhe annehmen.

Ameisen umsiedeln mit dem Blumentopf-Trick – so gelingt es

Haben Sie Rote Ameisen dank ihrer auffälligen Körperfarbe rechtzeitig im Garten entdeckt, siedeln Sie das Volk im Einklang mit dem Artenschutzgesetz ganz einfach um. So gelingt es:

  • Mehrere Blumentöpfe auspolstern mit Holzwolle
  • Die Töpfe an verschiedenen Stellen auf den Laufstraßen kopfüber aufstellen

Dieser verlockenden Unterkunft können die Waldameisen nicht widerstehen und verlegen ihr Nest in einen der Töpfe. Ist der Umzug abgeschlossen, schieben Sie einen Spaten unter den Topf und tragen ihn an einen Platz im Nadel- oder Mischwald.

Tipps

Rote Ameisen meiden die Nähe zu Menschen. Demgegenüber hat die Schwarze Wegameise (Lasius niger) weniger Skrupel, frech ihre Nester unter dem Pflaster von Terrassen oder Gartenwegen anzulegen und in gefährliche Stolperfallen zu verwandeln. Indem Sie bereits bei der Verlegung speziellen Fugensand verwenden, wie Dansand Top Lock, beugen Sie schon im Vorfeld einer Besiedlung durch Ameisen wirksam vor.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: CPM PHOTO/Shutterstock

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