Ranunkel Pflege: Gießen, Düngen, Schneiden und mehr

Wohlbehütet stehen sie an ihrem zugeteilten Standort im Garten. Doch gänzlich ohne Pflege werden die Ranunkeln nicht lange blühfreudig und gesund bleiben. Hin und wieder lohnt sich etwas Pflegearbeit. Worauf kommt es an?

Ranunkel gießen
Die Ranunkel braucht viel Wasser
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Sollte man Ranunkeln regelmäßig gießen?

Das oberste Gebot im Umgang mit Ranunkeln ist: Niemals austrocknen lassen! Diese Stauden brauchen ein gleichmäßig feuchtes Substrat. Wichtig ist das Verhindern von Trockenheit vor allem bei Pflanzen in Topf- oder Kübelkultur. Solche Exemplare sollten Sie regelmäßig gießen!

Freilandpflanzen müssen insbesondere bei Trockenheit und an sonnigen Plätzen regelmäßig gewässert werden. Sie brauchen das feuchte Substrat, um ihre Blüte aufrechtzuerhalten. Das Wasser sollte jedoch gut ablaufen können. Staunässe gilt es unbedingt zu vermeiden!

Nachdem sich die Blütezeit dem Ende zugeneigt hat, sollte das Gießen langsam reduziert werden. Die Pflanze wird somit auf die Herbst- und Winterzeit vorbereitet. Sie braucht das Wasser nicht mehr, da ihre oberirdischen Teile absterben und sie sich in ihre Knolle zurückzieht.

Wie schützt man junge Pflanzen im Winter?

Nicht nur junge Ranunkeln, sondern auch generell empfindliche Sorten sollte man im Winter schützen:

  • im Herbst gesäte Exemplare im Topf frostfrei überwintern
  • Knollen im Freiland mit Reisig bedecken
  • in rauen Lagen: Knollen aus der Erde nehmen
  • Überwinterung der Knollen: an einem kühlen, trockenen, luftigen Platz (z. B. Holzkiste im Keller)

Brauchen Ranunkeln zusätzliche Düngergaben?

Es ist nicht zwingend erforderlich Ranunkeln zusätzlich zu düngen. Doch eine Düngerzufuhr verlängert die Blütezeit und stärkt die Pflanzen. Als Dünger eignen sich herkömmliche Blumendünger, aber auch einfache Brennnesseljauche. Im Abstand von 2 bis 4 Wochen ist eine Düngergabe bei Topfpflanzen zu empfehlen.

Hier noch ein paar Hinweise zum Düngen:

  • für Topf-/Kübelpflanzen flüssigen Dünger verwenden
  • im September Düngergaben einstellen
  • solange düngen, bis die Blätter absterben
  • Freilandpflanzen im Frühjahr gern mit Kompost versorgen

Wie schneidet man die Stauden korrekt?

Auch einen Rückschnitt brauchen die Ranunkeln nicht. Lediglich kranke, vertrocknete und verblühte Teile (Blüten und Blätter) sollten Sie regelmäßig entfernen. Wenn Sie verwelkte Blüten sofort abschneiden, können Sie die Blütezeit in die Länge ziehen, da die Pflanze ihre Kraft nicht mehr in die Samenbildung investiert.

Werden Ranunkeln von Krankheiten und Schädlingen befallen?

Oftmals werden Ranunkeln durch Trockenheit und ihre lange und kräftezehrende Blütezeit so sehr geschwächt, dass sie anfälliger für Schädlinge werden. Gern treten an ihnen Blattläuse auf. Auch Schnecken können ihnen übel mitspielen.

An Krankheiten kann Mehltau bei Trockenheit oder verstärkter, mehrtägiger Nässe auf den Blättern auftreten. Von Mehltau befallene Teile sollten Sie schnell abschneiden. Normalerweise erholt sich jedoch die Pflanze nicht wieder, so dass sie lieber entsorgt werden sollte.

Tipps

Vor allem die gefüllt blühenden Sorten der Ranunkeln brauchen besonders viel Wasser!

Text: Anika Gütt
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