Pflanzenporträt im Dezember: Die Christrose

Mit ihren grazilen, sternförmigen Blüten verzaubert die Schneerose den Garten zu einer Zeit, in der sonst kaum etwas blüht. Selbst wenn Eis und Schnee die Natur fest im Griff haben, bleiben die hübschen Schalenblüten geöffnet. Die winterharte Pflanze ist erfreulich unkompliziert zu kultivieren und wird an ihrem Standort sehr alt, vorausgesetzt sie lassen den attraktiven Winterblüher einfach in Ruhe.

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Die Christrose wird zurecht auch Schneerose genannt

Pflanzensteckbrief

  • Botanischer Name: Helleborus niger
  • Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
  • Familie: Hahnenfußgewächse
  • Gattung: Nieswurz
  • Wuchs: Horstbildende Staude
  • Wuchshöhe: 10 bis 30 Zentimeter
  • Hauptblütezeit: Dezember bis März
  • Blätter: 4- bis 9fach geteilt, wintergrün
  • Blüte: Einzelblüte
  • Blütenfarbe: Weiß, rosa

Besondere Eigenschaften:

Christrosen können Sie ganz einfach selbst vermehren:

  • Verfärben sich die nach der Blüte gebildeten Samen braun, säen Sie diese in kleine Töpfe.
  • Bedecken Sie das Saatgut nicht mit Erde, da die Christrose ein Lichtkeimer ist.
  • Halten Sie das Substrat leicht feucht aber nicht zu nass.
  • Die Keimung erfolgt meist erst im darauf folgenden Winter.
  • Bis zur Blütenbildung kann es zwei bis drei Jahre dauern.

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Herkunft

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Schneerose sind die östlichen Nord- und Südalpen. Auch im Apennin und im nördlichen Balkan finden sich wild gedeihende Christrosen. Hier gedeiht sie in Höhenlagen bis zu 1900 Meter, bevorzugt auf buschig bewachsenen Hängen und in lichten Waldgebieten.

Standort und Boden

Die Christrose liebt gut durchlässige, nährstoff- und humusreiche Böden, die nicht zu trocken sein dürfen. Achten Sie auf einen hohen Kalkgehalt, der für die Christrose ein wichtiger Wachstumsfaktor ist. Empfehlenswert ist eine Dränageschicht aus Kalkschotter, die zudem dafür sorgt, dass Wasser gut ablaufen kann.

Ideal ist ein halbschattiger Platz unter einem laubabwerfenden Baum oder Busch, der nur einige Stunden von der Sonne erreicht wird. Lassen Sie herabfallende Blätter liegen, denn diese bilden eine schützende Decke, was der Schneerose sehr behagt.

Gießen und Düngen

An sonnigen Standorten ist die Christrose für gelegentliche Wassergaben dankbar. Achten Sie jedoch darauf, dass sich keine Staunässe bildet, denn diese führt rasch zu Wurzelfäule und die Pflanze geht ein.

Krankheiten und Schädlinge

Die Schneerose ist anfällig für Schadpilze, welche zu Wuchsschwäche und verkrüppelten Blättern führen können. Eher selten ist nach der Blüte, wenn es wärmer wird, ein leichter Blattlausbefall zu verzeichnen.

Tipps

Deshalb sollte der hübsche Winterblüher nicht an Stellen gepflanzt werden, die für Kinder oder Haustiere zugänglich sind. Allergiker sollten ebenfalls vorsichtig sein und beim Kontakt mit der Pflanze Handschuhe tragen. Der austretende Saft der Schneerose kann zu unangenehmen Hautreizungen führen.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: andrekoehn/Shutterstock

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