Peperoni züchten leicht gemacht

Gartenarbeit macht glücklich und ist immer mehr im Kommen. Kein Wunder, schmecken selbst gezogene Früchte rein aus Prinzip schon besser als die Angebote aus dem Supermarkt. Bei einer Peperoni aus eigener Anzucht können Sie zudem sicher sein, dass keine Chemie im Spiel ist. Mit dieser Anleitung werden Sie bald voller Stolz erfolgreich Ihre ersten Peperoni ernten.

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Peperoni aus Samen zu ziehen, ist ganz einfach

Stecklinge oder Samen

Als erstes müssen Sie sich entscheiden, ob Sie eine bereits vorgezogene Pflanze aus dem Fachhandel erwerben (diese sind ab Februar erhältlich) oder geduldig warten, bis die selbst gesäten Samen zu keimen beginnen. Letztere erstehen Sie entweder im Internet oder ebenfalls im Fachgeschäft. Der Vorteil bei der Anzucht mit Samen ist die sehr viel umfangreichere Auswahl. Auch weniger bekannte Sorten sind somit erhältlich. Alternativ können Sie die Samen auch aus trockenen Früchten gewinnen. Achten Sie dabei darauf, dass die Peperoni bereits voll reif ist, denn Samen aus grünen Früchten keimen oft nicht. So gehen Sie bei der Samengewinnung vor:

  • Schote längs aufschneiden
  • Samen entfernen
  • auf Küchenpapier an einem warmen Ort trocknen (nicht in der prallen Sonne)
  • Samen in Papier einwickeln, um die Restfeuchtigkeit aufzusaugen
  • in einen Behälter füllen
  • lichtgeschützt lagern

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Die Aussaat

Eine Peperoni säen Sie zunächst in Quelltöpfe. Befüllen Sie diese mit herkömmlicher Gartenerde und drücken Sie zwei bis drei Samen in das Substrat. Der Januar eignet sich perfekt für die Aussaat. Wenn Sie die Erde aber stetig feucht halten, zum Beispiel indem Sie die Quelltöpfe in eine Schale mit Wasser stellen und diese an einem warmen Ort platzieren, gelingt die Keimung allerdings auch das ganze Jahr.

Das Pikieren

Achten Sie darauf, dass die Peperoni Triebe weder austrocknen, noch aufgrund von Staunässe eingehen, wird die Pflanze schnell heran wachsen. Bleibt der Bodenfrost nach den Eisheiligen Mitte Mai endgültig aus, herrschen draußen beste Bedingungen, um die Peperoni umzutopfen. Ein sicheres Zeichen ist übrigens die Bildung des zweiten Blattpaares nach den Keimblättern. Buddeln Sie die junge Pflanze ganz vorsichtig aus und entnehmen Sie sie mithilfe einer Holzpinzette. Im neuen Topf unterstützt eine Schicht aus Algensubstrat die Wurzelbildung.

In den Topf oder doch ins Gemüsebeet?

Zu guter letzt stellt sich nur noch die Frage, ob Sie Ihre Peperoni weiterhin al Kübelpflanze oder im Boden kultivieren möchten. Bedenken Sie, dass eine Peperoni im Topf aufgrund der Mobilität besser überwintert werden kann und auch die Standortwahl leichter fällt. Letzteres lässt sich mit einem Gewächshaus, dass Sie bei der Bodenhaltung verwenden aber ebenso regulieren.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: VAV/Shutterstock

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