Kamille Arten

Augen auf beim Sammeln – Unterschiedliche Kamillearten sind sich sehr ähnlich

Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) gehört zur großen Familie der Korbblütler und zählt zu den am häufigsten angewandten Heilpflanzen. Sie hat einige, ihr sehr ähnlich sehende Verwandte, die medizinisch allerdings nicht wirksam sind. Daher ist nicht nur beim Anbau, sondern vor allem auch beim Sammeln eine genaue Kenntnis der einzelnen Merkmale von Vorteil.

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Heilkundlich relevante Kamillen

Die wichtigste Bedeutung unter allen Kamillenarten besitzt die Echte Kamille, die aufgrund ihres hohen Anteils an wirksamen ätherischen Ölen vor allem bei Entzündungen, bei Erkältungen sowie bei Magen- Darmproblemen eingesetzt wird. Das einjährige Kraut wird bis zu 50 Zentimeter hoch und fällt vor allem durch die charakteristischen Blüten auf. Die kräftig gelben Blütenkörbchen sind von etwa 20 bis 30 Hüllblättern umgeben. Neben der Echten Kamille wird die seltenere Römische Kamille ebenfalls als Heilkraut angewendet. Diese hat deutlich kürzere und breite Hüllblätter, die Blütenkörbchen sind hingegen ähnlich groß wie bei der Echten Kamille. Die beiden genannten Arten sind die einzigen mit einer heilkundlichen Bedeutung.

Weitere Kamillenarten

Weitere Kamillenarten sind heilkundlich nicht wirksam, sehen der Echten Kamille aber oft zum Verwechseln ähnlich. Besonders häufig wird die Echte Kamille mit der Geruchlosen oder Falschen Kamille verwechselt, der allerdings – wie der Name schon andeutet – der starke, charakteristische Kamillenduft völlig fehlt. Auch die große, etwa 100 verschiedene Arten umfassende Gruppe der Hundskamillen ist oft auf Äckern und Brachflächen anzutreffen. Diese Gruppe umfasst Arten wie

  • Acker-Hundskamille
  • Stinkende Hundskamille
  • Färber-Hundskamille
  • Ruthenische Hundskamille
  • und Österreichische Hundskamille.

Hierbei ist lediglich die kräftig gelb gefärbte Färber-Hundskamille leicht von den anderen Arten zu unterscheiden. Ebenfalls auffällig ist die Strahlenlose Kamille, die eng mit der Echten Kamille verwandt ist; aber lediglich ein Blütenkörbchen, jedoch keine Blütenzungen aufweist.

Wie kann man die Echte Kamille erkennen?

Auch wenn die äußerliche Ähnlichkeit recht groß ist, kann die Echte Kamille doch an einigen typischen Merkmalen genau bestimmt werden. Sie erkennen die Echte Kamille an folgenden Merkmalen:

  • Blütenboden ist kegelförmig (nicht glatt und rund).
  • Das Innere des Blütenbodens ist hohl (bei anderen Arten gefüllt).
  • Die Echte Kamille verströmt einen kräftigen Geruch nach Kamille.
  • Gegen Ende der Blütezeit hängen die weißen Zungen herunter.

Außerdem lässt sich die Hundskamille an den leicht gezahnten Blütenblättern erkennen, während die der Echten Kamille glatt und eher linear aufgebaut sind.

Tipps & Tricks

Die Echte Kamille ist, ebenso wie alle anderen Kamillenarten, überall in der Natur zu finden. Wer sich nicht die Mühe des Sammelns machen möchte, kann die Heilpflanze auch im Garten oder auf dem Balkon selbst anbauen.

IJA

Beiträge aus dem Forum

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