Die Ernte der Erdmandel im eigenen Garten

Noch ist sie hierzulande nicht allzu bekannt, die Erdmandel, die auch als Tigernuss bezeichnet wird. Das Sauergrasgewächs ist in südlichen Regionen beheimatet, lässt sich aber auch im heimischen Garten oder im Topf anbauen. Die Ernte der kleinen unterirdischen Knollen erfolgt im Herbst.

Tigernüsse Ernte
Nach der Ernte werden die Tigernüsse getrocknet

Im Herbst beginnt die Ernte der Erdmandel

Die Ernte der Erdmandel beginnt Mitte Oktober. Sie sollte abgeschlossen sein, bevor es zu frieren beginnt. Frost bringt die Erdmandel zum Faulen.

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So ernten Sie Tigernüsse richtig

  • Pflanzengrün aus dem Boden ziehen
  • Erdmandeln abtrennen
  • Erde mit Grabegabel lockern
  • Tigernüsse von Hand aufsammeln
  • Topferde durchsieben

Erdmandeln wachsen ähnlich wie Erdnüsse unterirdisch und müssen deshalb ausgegraben werden. Zunächst wird das Grün ausgezogen.

Mit der Grabegabel lockern Sie die Erde rund um die Mutterpflanze auf. Die meisten Tigernüsse finden Sie dort, wo das Pflanzengrün den Boden bedeckt hat. Aber auch in 50 Zentimeter Entfernung von der Mutterpflanze können sich noch Erdmandeln im Boden befinden. Klauben Sie die Früchte aus dem Boden.

Haben Sie die Erdmandel im Topf angebaut, ist die Ernte etwas einfacher. Kippen Sie den Kübel einfach um und schütten Sie die lockere Erde durch ein engmaschiges Sieb oder Kaninchendraht. Dann müssen Sie die Tigernüsse nur noch aufsammeln.

Nach der Ernte Erdmandeln trocknen lassen

Nach der Ernte säubern Sie die Tigernüsse von anhaftendem Schmutz. Dazu spülen Sie sie vorsichtig mit Wasser ab.

Anschließend müssen die Erdmandeln an einem trockenen, warmen Ort lagern, bis sie getrocknet sind. So halten sie sich mehrere Monate.

Die Früchte können ganz, gehackt oder zu Mehl vermahlen in allen Rezepten verarbeitet werden, die für Nüsse oder Mandeln geeignet sind. Auch für die Herstellung von Erdmandelöl oder die Zubereitung von Getränken lassen sich Erdmandeln verwenden.

Bis zu 500 Tigernüsse an einer Pflanze

Erdmandeln sind sehr klein und schmecken fast wie Mandeln. Sie erreichen gerade die Größe einer Fingerkuppe. Dafür bildet eine einzelne Pflanze bis zu 500 der kleinen gesunden Knollen.

Tipps

Die oberirdischen grünen Pflanzenteile der Erdmandel enthalten ebenfalls keine Giftstoffe. Sie lassen sich gut als Tierfutter verwenden.

Text: Sigrid Hestermann

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