Efeu bekämpfen
Wer Efeu dauerhaft vernichten möchte, dem steht harte körperliche Arbeit bevor

Efeu vernichten – Handarbeit ist gefragt

Wer mit dem Gedanken spielt, Efeu als Bodendecker, zur Fassadenbegrünung oder als Hecke anzupflanzen, sollte sich das vorher gut überlegen. Efeu ist nicht nur giftig, sondern neigt auch dazu, sich rasant im Garten auszubreiten. Ihn später zu vernichten, ist nicht einfach und mit sehr viel Aufwand verbunden.

So breitet sich Efeu im Garten aus

Efeu breitet sich auf mehreren Wegen im Garten aus:

  • Kletterranken
  • Wurzeln
  • Beeren

Jungpflanzen bilden Kletterranken, die nicht nur den Boden bedecken, sondern auch an Zäunen, Hauswänden und Bäumen emporklimmen. Aus den unterirdisch verlaufenden Wurzeln entstehen Ableger.

Früchte wachsen nur an der Altersform des Efeus. Sät sich Efeu selber aus, finden Sie überall im Garten neue Pflanzen. Schneiden Sie deshalb im Frühjahr die Beeren ab, um eine Selbstaussaat zu verhindern. Das ist auch deswegen sinnvoll, weil die Früchte hochgiftig sind und für Kinder und Haustiere gefährlich werden können.

Wenn Efeu zum Unkraut wird

Wird Efeu nicht regelmäßig zurückgeschnitten, werden die Ranken mit der Zeit den ganzen Garten einnehmen. Manche Gärtner zählen die Kletterpflanze deshalb auch zu den Unkräutern. Deshalb ist die wichtigste Maßnahme zum Bekämpfen von Efeu das Schneiden.

Hat sich Efeu erst einmal richtig im Garten eingelebt, ist es sehr schwierig, ihn zu vernichten. Meist kommen Sie der Plage nur mit viel Handarbeit bei.

Zum Beseitigen von Efeu müssen Sie alle Triebe restlos entfernen. Außerdem ist das Ausgraben der unterirdischen Wurzeln dringend erforderlich. Das ist aufwändig, da die Wurzeltiefe bis zu 60 Zentimetern und mehr betragen kann. Nur wenn Sie auch kleinste Wurzelteile aus dem Boden holen, gelingt es Ihnen, Efeu restlos zu beseitigen.

Lässt sich Efeu mit bestimmten Mitteln ausrotten?

Oftmals werden chemische Mittel wie das Glyphosat Roundup oder andere Vernichter empfohlen, um Efeu zu töten.

Diese Mittel sind nicht nur schädlich für Boden und Grundwasser, sie bewirken auch nicht dauerhaft die vollständige Ausrottung des Efeus.

Fast immer werden durch die Mittel nur die oberirdischen Teile des Efeus abgetötet. Bis an die Wurzeln gelangt das Gift nur selten, sodass der Efeu nach einiger Zeit wieder austreibt.

Efeu nicht auf den Kompost geben

Wenn Sie den Efeu ganz zurückgeschnitten und auch die Wurzeln vollständig ausgegraben haben, entfernen Sie die Schnittreste umgehend aus dem Garten. Sobald der Untergrund feucht genug ist, treibt die Pflanze neu aus. Deswegen gehört Efeu auch nicht auf den Kompost, wenn Sie die Pflanze wirklich loswerden möchten.

Tipps

Selbst wenn Sie Efeu im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse ziehen, kann er sich ausbreiten. Auf den Boden herabhängende Ranken bilden nach einiger Zeit Wurzeln. Durch die Abzugslöcher im Gefäß gelangen sie in die Erde und wachsen dort weiter.

Text: Sigrid Hestermann

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