Chili ausgeizen

Chili ausgeizen – nicht lebenswichtig – gleichwohl sinnvoll

Chili Enthusiasten diskutieren das Thema Ausgeizen kontrovers. Die Befürworter entfernen unerwünschte Seitentriebe, um stattlichere Schoten zu ernten. Die Opposition plädiert für ein natürliches Wachstum. Einen Versuch ist es immerhin wert, sofern Sie es richtig handhaben.

Dieses Ziel streben Gärtner an, wenn sie Chili ausgeizen

Zu den zentralen Pflegemaßnahmen im Nutz- und Ziergarten zählt das Zurückschneiden von Pflanzen. Chilis machen in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Die Pflanze ist vitaler, wenn sie ihre Energie in einige wenige Triebe investiert. Es entwickeln sich prallere und größere Schoten.

Angelehnt an die eng verwandten Tomaten, sprechen Gärtner nicht von zurückschneiden, sondern von ausgeizen. Während das Verfahren bei Tomaten unverzichtbar ist, obliegt es bei Chilis Ihrer individuellen Entscheidung. Am besten, Sie testen es in Eigenregie.

Die richtige Technik zum passenden Zeitpunkt

Innerhalb der mannigfaltigen Chilisorten, sind einige ausgesprochen wüchsige Exemplare vertreten. Zumindest diese Pflanzen sollten Sie rechtzeitig zurückschneiden, damit sie Ihnen nicht über den Kopf wachsen. So gehen Sie vor:

  • ab einer Wuchshöhe von 40 cm die Chili ausgeizen
  • idealer Zeitpunkt ist der frühe Morgen
  • jeden Schnitt 3-5 mm über einer Knospe ansetzen
  • eine leichte Schräghaltung des Werkzeugs lässt die Wunde schneller trocknen
  • dünne Triebe zwischen Zeigefinger und Daumen kurzerhand abknipsen

Da Chilis intensiv färbende Stoffe enthalten, ist das Tragen von Handschuhen empfehlenswert. Alternativ beugt eine dicke Schicht Handcreme unerwünschten Verfärbungen vor, die ein Zurückschneiden häufig nach sich zieht.

Schnittwunden mit dem Durchmesser einer Ein-Euro-Münze werden mit Holzkohlepulver versiegelt. Diese Maßnahme verhindert, dass die Pflanze unnötig ausblutet. Darüber öffnen derartige Verletzungen Krankheiten oder Schädlingen Tür und Tor für einen Befall.

Chili ausgeizen ist nicht ausschließlich von Vorteil

Um den Bedenken der Gegenseite Rechnung zu tragen, dürfen nachteilige Auswirkungen nicht unerwähnt bleiben. Der natürliche Habitus einer Chilipflanze wird durch einen Rückschnitt konsequent unterbunden.

Wenn Sie die Seitentriebe wiederholt zurückschneiden, gedeihen die Früchte ausschließlich am Haupttrieb. Dieser ist früher oder später derart überlastet, dass er mit einem Stab zu stützen ist.

Tipps & Tricks

Zahlreiche Gärtner belassen es nicht dabei, die Chili auszugeizen. Zusätzlich brechen sie die Königsblüte aus. Dabei handelt es sich um die Blüte in der ersten Y-Verzweigung. Sie möchten somit eine erste Frucht verhindern, weil diese die Entwicklung weiterer Blüten und Triebe hemmt.

Text: Paula Jansen

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