Vorsicht beim Verzehr roher Bucheckern!

Bucheckern enthalten neben vielen gesunden Mineralstoffen und Vitaminen die giftigen Substanzen: Fagin, Blausäure und Oxalsäure. Roh sollten Sie sie deshalb nur in geringen Maßen genießen. Anderenfalls drohen starke Beschwerden. Durch Rösten oder Überbrühen mit Wasser neutralisieren Sie die Giftstoffe.

Bucheckern giftig

Bucheckern möglichst nicht roh verzehren

Alle fünf bis acht Jahre finden Sie beim Waldspaziergang unter Rotbuchen eine große Menge an Bucheckern. Beim Verzehr sollten Sie vorsichtig sein.

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Bucheckern enthalten Fagin, Oxalsäure und geringe Mengen an Blausäure. Der hoher Verzehr dieser Substanzen führt bei manchen Menschen zu heftigen Vergiftungserscheinungen.

Ein paar rohe Bucheckern vertragen die meisten Menschen problemlos. Größere Mengen sollten dagegen nur in geröstetem oder überbrühtem Zustand gegessen werden.

Keine rohen Bucheckern für kleine Kinder

Kleinen Kindern schadet der Verzehr roher Bucheckern eher als Erwachsenen. Eltern sollten deshalb darauf achten, dass die Kleinen keine Bucheckern im Wald sammeln.

Die Warnung gilt auch für Hunde. Beim Spaziergang im Wald müssen Hundehalter gut aufpassen, dass der Vierbeiner keine Bucheckern aufknackt.

Bucheckern genießbar machen

Bucheckern lassen sich durch folgende Methoden “entgiften”:

  • Rösten
  • Überbrühen
  • als Mehl im Kuchen backen

Damit Sie Bucheckern unbesorgt essen können, rösten oder überbrühen Sie die Samen. Durch die Hitze werden Blausäure und Fagin abgebaut und richten keinen Schaden mehr an.

Lösen Sie dafür die Samen aus der Schale und lassen Sie sie in einer fettfreien Pfanne rösten.

Durch den Röstvorgang bekommen die Früchte ein noch besseres Aroma.

Tipps & Tricks

Bucheckern zu schälen ist wegen der harten Schale nicht ganz einfach. Überbrühen Sie die Früchte mit heißem Wasser. Dann lässt sich die Schale leichter lösen und Sie beseitigen durch die Hitze gleichzeitig alle Giftstoffe.

Text: Sigrid Hestermann

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