Mispel winterhart

Ist die Mispel winterhart?

Ein Sensibelchen oder hart im Nehmen - wie ist die Mispel bestellt, wenn es um tiefe Temperaturen geht? Zeigt sie sich winterhart oder benötig sie einen Schutz vor der eisigen Kälte?

Wärmeliebend und doch kälteresistent

Die Echte Mispel stammt zwar ursprünglich aus Südeuropa und Westasien und wächst dort in wohlbehaltener Wärme. Doch sie ist gut winterhart. An geschützten Standorten verträgt sie Temperaturen bis -28 °C. An offenen und windigen Standorten kann sie Temperaturen bis -20 °C überstehen.

In der Jugend schützen

Ein Winterschutz ist nicht zwangsläufig unangebracht. In den ersten Jahren ihres Lebens ist die Mispel dankbar um einen Schutz vor übermäßiger Kälte. Sie sollten die Echte Mispel in den ersten drei Standjahren im Freiland vorsichtshalber mit einem Frostschutz im Wurzelbereich versehen. Dies gilt insbesondere im ersten Standjahr und wenn Sie die Echte Mispel im Herbst angepflanzt haben.

Da die Wurzeln Zeit zum Einwurzeln brauchen, sollten sie geschützt werden. Dies kann beispielsweise in Form einer dicken Laubschicht oder Rindenmulch geschehen. Bedecken Sie den Wurzelbereich gegen Ende Oktober und befreien Sie die Pflanze ggf. wieder Anfang April von der Schutzschicht.

Und die anderen Mispelarten?

Die anderen Mispelarten, die so genannten Cotoneaster, zu denen beispielsweise die Zwergmispel gehört, sind in unseren Breiten ebenfalls winterhart. Viele von ihnen sind sogar immergrün und das bei tiefsten winterlichen Temperaturen. Die Bodendecker unter ihnen kommen mit Temperaturen bis -20 °C zurecht.

Doch Kübelpflanzen sollten geschützt werden:

  • entweder in einen geschützten Bereich wie den Hausflur oder das Treppenhaus stellen
  • oder den Kübel mit Vlies oder Folien umspannen
  • oder die Pflanze ins Freiland auspflanzen

Tipps & Tricks

Die Früchte der Echten Mispel brauchen kalte Temperaturen, um essbar zu werden. Fröste bewirken, dass sie weich werden und sich die enthaltenen Gerbstoffe zum Großteil verflüchtigen. Nach dem Frost schmecken die Früchte erst richtig lecker!

Text: Anika Gütt

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