Mammutbaum Zapfen- kleine, grüne Naturwunder

Zwischen den Nadeln des Mammutbaums verbergen sich kleine, olivgrüne Zapfen. Für die Vermehrung sind sie besonders wertvoll, da sie die Samen beinhalten. Überdies dienen sie freilebenden Tieren als Nahrung und haben längst das Interesse der Forscher erregt.

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Ein Mammutbaum trägt mehrere tausend Zapfen pro Jahr

Aufbau des Mammutbaum Zapfens

Der Zapfen eines Mammutbaums weist folgende Eigenschaften auf:

  • Länge: bis zu 8,5 cm
  • Breite: bis zu 5,5 cm
  • Form: stumpf und eiförmig
  • Farbe: olivgrün, später Braunfärbung
  • Menge: 10.000 bis 30.000 Zapfen an einem Baum
  • verholzen und fallen im Herbst herab
  • kommen einzeln oder in Gruppen vor
  • aufrechtes Wachstum zur Blütezeit
  • reifen Zapfen hängen herab

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Vermehrung durch die Zapfen

Die Zapfen eines Mammutbaums bergen die Samen, mit denen er sich fortpflanzt. Um die Samenabgabe eines Mammutbaum Zapfens besser nachvollziehen zu können, macht es Sinn, zunächst dessen Aufbau zu betrachten.

Aufbau eines Mammutbaum Zapfens

Ein Mammutbaum Zapfen weist etwa 25 Zapfenschuppen auf. Jene sind spiralförmig angeordnet und tragen die Samenanlagen, welche sich wiederum in zwei Reihen ordnen. Sie besitzen die Aufgabe, Bestäubungstropfen zu bilden, mit denen sich Sequoiadendron giganteum vermehrt (siehe unten). Diese Bestäubungstropfen verbergen sich tief im Inneren des Zapfens.

Bestäubung und Samenabwurf

Der Mammutbaum besitzt zwei natürliche Bestäubungshelfer:

  • den Wind
  • und das Douglas-Eichhörnchen

Zum einen fangen die Zapfen Pollen, die der Wind mit sich trägt. Treffen diese auf die Bestäubungstropfen im Inneren des Zapfens, findet eine Befruchtung statt.

Ebenso trägt das Douglas-Eichhörnchen, dem die Zapfen als Nahrung dienen, die Samen von Baum zu Baum.

Überdies zählt Sequoiadendron giganteum zu den einhäusigen Gewächsen. Das bedeutet, der Baum besitzt sowohl männliche als auch weibliche Blüten, kann sich also selbst befruchten.

Bei hohen Temperaturen trocknen die Zapfen aus. Das führt dazu, dass sich die Samenanlagen öffnen und das Keimgut freigeben. Vor allem Waldbrände, die in Westamerika, der Heimat des Mammutbaums, keine Seltenheit sind, rufen diesen Prozess hervor. In diesem Fall geben auch die noch unreifen, grünen Zapfen ihren Samen ab.
Anders als Sie vielleicht vermuten, wirkt sich das Feuer äußerst positiv auf die Entwicklung der Mammutbaumbestände aus. Während die dicke Rinde den Stamm schützend umgibt, machen die Brände den Boden urbar und verschaffen ihm durch das Absterben benachbarter Pflanzen ausreichend Lichtzufuhr. Das schafft beste Voraussetzungen für die Keimung der abgeworfenen Samen.

Mammutbaum Zapfen im Fokus der Forschung

Um die Mammutbaumbestände künstlich zu vermehren, ernten Wissenschaftler ihre Zapfen aus den Baumkronen. Anschließend werden die meist noch unreifen Baumfrüchte stark erhitzt, sodass sie sich öffnen und den Samen freigeben. Zum einen dienen die Samen Versuchszwecken , um genauere Erkenntnisse über den Riesenbaum zu erhalten, zum anderen geraten sie in den Handel oder werden an Baumschulen verkauft, damit auch Sie sich bald an einem eigenen Mammutbaum in Ihrem Garten erfreuen dürfen.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Vahan Abrahamyan/Shutterstock

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