Die Wurzeln des Mammutbaums- überirdische Ausmaße unter der Erde

Der riesige Mammutbaum kann eine Größe von sagenhaften 80 Metern erreichen. Diese Wuchshöhe lässt vermuten, dass das Gewächs auch unter der Erdoberfläche weit in die Tiefe vordringt. Überraschender Weise weisen die Wurzeln entgegen der Annahme jedoch einen relativ flachen Wuchs auf. Platz beanspruchen sie dennoch.

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Auch die Wurzeln des Mammutbaums sind gigantisch

Wachstum der Wurzeln des Mammutbaums

Der Mammutbaum ist ein Herzwurzler. Die Bezeichnung rührt von der Art des Wachstums der Mammutbaum Wurzeln. Im Querschnitt wäre eine Herzform erkennbar. Bei dieser Art des Wurzelsystems bilden sich die Wurzeln in alle Richtungen aus. Sie sind unterschiedlich kräftig ausgeprägt. Dabei müssen die dicken Wurzeln nicht unbedingt in die Erde wachsen, sondern können sich auch dicht unter der Erdoberfläche horizontal ausbreiten.

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Ausbreitung der Wurzeln des Mammutbaums

Eben das ist bei der Gattung Sequoia der Fall. Seine Wurzeln reichen maximal einen Meter in die Erde. Umso großflächiger ist ihr Ausmaß in der Breite. Ganze 30 Meter kann das unterirdische Wurzelsystem umfassen, was in etwa einer Fläche von 0,3 Hektar entspricht. Der Unterbau reicht dementsprechend weit über die Ausmaße der Krone hinaus.

Verschiedene Wurzel Arten

Hinsichtlich des Wachstums sowie der Stärke der Wurzeln eines Mammutbaums unterscheidet man zwischen:

  • der Keimwurzel (Radicula)
  • Pfahlwurzeln
  • und Seitenwurzeln

Pfahlwurzeln

Nur in seltenen Fällen, wie bei ein paar wenigen Exemplaren in Mitteleuropa, bildet der Mammutbaum Pfahlwurzeln, die bis zu 1,80 Meter in die Tiefe reichen. Diese Wurzel Art, die sich aus der Keimwurzel, also der Hauptwurzel, entwickelt, weist typischer weise ein vertikales Wachstum auf. Aus der Pfahlwurzel gehen weitere Seitenwurzeln hervor.

Symbiose mit Pilzen

Der Küstenmammutbaum geht erfahrungsgemäß eine Symbiose mit verschiedenen Pilzarten ein. Man spricht hier von Mykorrhiza Symbiosen. Diese Pilze binden sich an die Feinwurzeln und sind vollkommen harmlos. Immerhin profitieren von einer Symbiose stets beide Lebewesen.

Flache Wurzeln- Fluch oder Segen?

Dass Ihr Sequoia aufgrund der flachen Wurzeln unter einer unzureichenden Nährstoffversorgung leidet, sollte Ihnen keine Sorgen bereiten. Eine zweimalige Düngergabe pro Jahr deckt den Bedarf bereits. Ein wirkliches Problem sind dagegen Stürme. Nicht selten trifft man in den amerikanischen Nationalparks auf entwurzelte Stämme. Bei diesem Anblick wird erst einmal bewusst, welche Ausmaße der Mammutbaum unterirdisch annimmt.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: PixHound/Shutterstock

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