Wie Sie Krankheiten der Kiefer erkennen und behandeln

Kiefern sind zwar wahre Überlebenskünstler, die sich ihrem Standort und den Witterungsbedingungen sehr gut anpassen können, gegen manche Krankheiten sind die Nadelbäume jedoch machtlos. Eine Früherkennung ist in jedem Fall wichtig, um den Baum wieder gesund zu pflegen. In dem folgenden Leitfaden finden Sie alle relevanten Informationen zu den häufigsten Krankheiten und deren Prävention.

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Verfärben sich die Nadeln, kann es sein, dass die Kiefer krank ist

Allgemeines

Das wohl deutlichste Zeichen für eine kranke Kiefer ist die Verfärbung sowie der anschließende Verlust des Nadelkleids. Können Sie schlechte Standortbedingungen und Pflegefehler ausschließen, liegt wahrscheinlich eine Kiefer Krankheit vor. Im Folgenden wird auf die drei häufigsten Krankheiten eingegangen:

  • Kalkchlorose
  • Kiefernschütte
  • und die Scleroderris Krankheit

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Kalchlorose

Diese Krankheit bezeichnet einen Nährstoffmangel insbesondere an Eisen, der durch einen zu alkalischen pH-Wert des Bodens herbeigeführt wird. Kalkhaltige Substrate sind für Kiefern eher ungeeignet. Auch das Gießen mit zu hartem Leitungswasser ist ein häufiger Grund für die Unterversorgung. Mit diesen Maßnahmen gelingt es Ihnen, die Erde wieder tauglich zu machen:

  • eine Düngung mit Eisenchelate
  • eine Düngung mit Bittersalz
  • sauren Laubkompost oder Koniferendünger verwenden
  • auf weiches Gießwasser achten (Regenwasser eignet sich gut)

Kiefernschütte

Lophodermium seditiosum nennen Botaniker den Pilz, der die gefürchtete Kiefernschütte auslöst. Er befällt vor allem junge Kiefern unter zehn Jahren. Sie erkennen ihn an kleinen gelben Flecken, die sich im September zeigen und über den Winterrapide vermehren. Im folgenden Frühjahr kommt es dann zum Nadelabwurf, woraufhin sich im Sommer wiederum Fruchtkörper an der Kiefer bilden. Behandeln lässt sich die Pilzinfektion folgendermaßen:

  • infizierte Nadeln umgehend entsorgen
  • die Kiefer im August mit einem Fungizid schützen

Scleroderris Krankheit

Hierbei handelt es sich um einen Schlauchpilz, welcher vordergründig die Wald- sowie die Bergkiefer befällt. Die Scleroderris Krankheit ist auch als Triebsterben bekannt und breitet sich seit Jahren von Süden in die nördliche Hemisphäre aus. Zunächst färben sich die Nadelspitzen braun, später stirbt das Blätterkleid vollständig ab. Fungizide gegen den Pilz sind leider verboten. Dennoch gibt es alternative Maßnahmen:

  • befallene Äste entfernen
  • infiziertes Holz am besten verbrennen
  • das zuständige Forstamt informieren
Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Igor Grochev/Shutterstock

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