Indianernessel nach der Blüte schneiden

Monarda didyma, die ursprünglich aus den Prärien Nordamerikas stammende Scharlach-Indianernessel, ist ein robuster, perfekt für farbenfrohe Staudenbeete und Gehölzränder geeignete Sommerblüher. Die auch als Goldmelisse bekannte Staude benötigt nicht allzu viel Pflege - auch hinsichtlich diverser Schnittmaßnahmen nicht.

Indianernessel Rückschnitt
Verblühtes und Vertrocknetes sollte abgeschnitten werden

Indianernessel vor dem Winter zurückschneiden

Es ist nicht notwendig, die Indianernessel regelmäßig in Form zu schneiden. Stattdessen sollte die Pflanze rechtzeitig vor dem Winter bis knapp über eine Handbreit über dem Boden abgeschnitten werden, sobald sämtliche Pflanzenteile vertrocknet sind. Weitere Überwinterungsmaßnahmen sind nicht notwendig. Grundsätzlich kann dieser Rückschnitt auch im Frühjahr durchgeführt werden, dann jedoch muss der geeignete Zeitpunkt genau abgepasst werden. Schneiden Sie die Indianernessel zu spät zurück, so kann dies den Austrieb verzögern.

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Stecklinge schneiden

Außerdem können Sie im Frühsommer Stecklinge schneiden und die Staude somit vermehren. Verwendet werden vorzugsweise halbreife Triebe.

  • Schneiden Sie etwa 10 bis 15 Zentimeter lange Triebe ab.
  • Diese sollten nicht blühen und auch keine Knospen aufweisen.
  • Blüten und Knospen behindern die Bewurzelung.
  • Setzen Sie den Schnitt leicht schräg an, dies erleichtert dem Setzling später die Wasseraufnahme.
  • Entfernen Sie bis auf die beiden obersten sämtliche Blätter.
  • Verwenden Sie zum Schneiden eine saubere (möglichst desinfizierte) und scharfe Schere.
  • Pflanzen Sie die Stecklinge in Anzuchterde.
  • Halten Sie das Substrat leicht feucht.

Die jungen, bewurzelten Indianernesseln werden im folgenden Winter frostfrei überwintert und erst im Frühjahr ins Freie gepflanzt. Außerdem benötigen sie die nächsten zwei bis drei Winter noch einen leichten Winterschutz, da sich die Winterhärte erst noch entwickeln muss.

Vorsicht vor dem Echten Mehltau – befallene Pflanzenteile entfernen

Zwar handelt es sich bei der Indianernessel um eine robuste Pflanze, die jedoch recht anfällig für den Echten Mehltau ist – vor allem, wenn die Stauden zu eng stehen oder der Boden zu trocken ist. Befallene Pflanzenteile – diese sind an dem weißlich-grauen Belag zu erkennen – sollten umgehend abgeschnitten und sorgfältig mit dem Hausmüll entsorgt werden. Bitte kompostieren Sie diese nicht, sonst überträgt sich der Pilz auch auf andere Pflanzen. Außerdem sollte das Schnittwerkzeug nach der Verwendung gründlich desinfiziert werden.

Tipps

Auch die Blätter der Indianernessel können Sie abschneiden und getrocknet zum Aromatisieren von Tees verwenden. Die auch als „Wilde Bergamotte“ bekannte Pflanze besitzt einen intensiven, zitrusartigen Duft, der von manchen auch als minzähnlich beschrieben wird.

Text: Ines Jachomowski

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