Das Buschwindröschen unter Naturschutz – erkennen und hüten

Ein Waldspaziergang im Frühjahr, der Blick schweift umher und plötzlich bleibt er auf den schönen Blüten einer flächenbedeckenden Pflanze haften. Womöglich handelt es sich hierbei um das Buschwindröschen. Hier heißt es: Pflücken verboten!

Anemone nemorosa Naturschutz
Das Buschwindröschen steht unter Naturschutz

Woran Sie das Buschwindröschen erkennen können

Große Bestände vom Buschwindröschen finden sich in ganz Europa an unterschiedlichen Standorten. Das natürliche Vorkommen dieses Frühlingsblühers sind feuchte Wiesen, Wälder und Auen. Viele Jahre lang bleibt es, wo es einst gesät oder gepflanzt wurde. Sein Rhizom überdauert im Untergrund.

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Das Buschwindröschen besiedelt seinen Standort gern in großen Gruppen und bedeckt ganze Flächen von Waldboden. Da zu seiner Vegetations- und vor allem Blütezeit noch nicht viel Grün sprießt und die meisten anderen Gewächse zu einer anderen Zeit blühen, ist es unverkennbar. Seine Blüte hat es zwischen Anfang März und Ende April.

Äußere Merkmale dieser Pflanze

Meistens ragt das Buschwindröschen zwischen 15 und 20 cm hoch, abhängig von der Art und den Lichtverhältnissen an seinem Standort. Es bildet 2 bis 3 spaltig gefiederte Blätter aus. Sie sind tiefgrün gefärbt und gehen im Juni ein.

Über dem Laub bildet sich eine Blüte auf einem langen Stängel heraus. Sie kann entweder weiß, rosa, lila oder bläulich gefärbt sein. Ihr Aussehen erinnert entfernt an die Blüten der Heckenrose. Die Blüten werden durchschnittlich 2 cm breit, sind sternförmig und bestehen unter anderen aus 6 Kronblättern. Bei Regen neigen sich die Blütenköpfe in Richtung Boden.

Nicht sammeln, ausgraben oder gar essen!

Da das Buschwindröschen in Deutschland unter Naturschutz steht, darf es nicht gesammelt werden. Auch das Ausgraben und Abschneiden der Blüten sollten Sie unterlassen. Werden Sie erwischt, könnten hohe Geldstrafen die Folge sein.

Hüten Sie sich davor, mit der Anemone nemorosa auf Tuchfühlung zu gehen:

  • alle Pflanzenteile sind giftig für Mensch und Tier
  • erst nach dem Trocknen sind Giftstoffe unschädlich (da umgewandelt)
  • Symptome nach Hautkontakt: Hautreizungen, Rötungen
  • Symptome nach Verzehr: Verdauungsprobleme, Nierenschmerzen, Schädigung des Nervensystems

Tipps & Tricks

Pflanzen Sie das Buschwindröschen in den eigenen Garten. Es vermehrt sich über seine Rhizome und sät sich gern selbst aus. Mit den Jahren entsteht jedes Frühjahr ein breiter Teppich aus Blütensternen…

Text: Anika Gütt

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