So verbreitet die Jungfer im Grünen urigen Charme im Landhausgarten

Mit ihrem natürlichen Charme ziert die Jungfer im Grünen den urtümlichen Bauerngarten, sommerliche Blumenrabatten und rundet rustikale Trockensträuße prachtvoll ab. Die einjährige Blume mit dem filigranen Haarkranz um blaue, rosa oder weiße Blüten, erlebt eine viel beachtete Renaissance. Erkunden Sie hier anhand fundierter Antworten auf häufige Fragen, wie unkompliziert die Kultivierung von der Hand geht.

Nigella damascena
Die Jungfer im Grünen ist nicht nur schön anzusehen, ihre Samen haben auch heilende Kräfte

Pflegetipps

Ihre genügsame Anspruchslosigkeit hat nicht zuletzt zur weltweiten Popularität der Jungfer im Grünen beigetragen. Das Pflegeprogramm kommt daher im Westentaschenformat:

  • Bei Trockenheit die Blumen am Morgen oder in den Abendstunden gießen
  • Im Beet ist Düngen nicht erforderlich
  • Im Topf von Juni bis zum Ende der Blütezeit alle 4 Wochen flüssig düngen

Um die Vermehrung kümmert sich die einjährige Nigella damascena selbst, indem sie zahlreiche Samenstände ausbildet und im Garten verteilt. Sofern dies nicht erwünscht ist, schneiden Sie die verwelkten Pflanzen rechtzeitig bodennah ab.
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Welcher Standort ist geeignet?

Aus dem Mittelmeerraum fand die Nigella damascena den Weg in die Bauerngärten Mitteleuropas. Ihre Herkunft signalisiert, auf welche Standortbedingungen die Jungfer im Grünen besonderen Wert legt. In sonnigen, windstillen Lagen zeigt sich die Blume den Sommer hindurch in floraler Bestform. Idealerweise ist der Boden frisch, locker-humos, mit einem Nährstoffgehalt auf mittlerem Niveau.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

In freier Natur besiedelt die Jungfer im Grünen nahezu jeden Boden. Dennoch hat die zarte Sommerschönheit ihre besonderen Vorlieben. Beglücken Sie die Blume mit einer frischen, gut durchlässigen und humosen Erde, erzielt sie ihr Optimum. Im sandig-mageren Boden bleibt die Blütenpracht zumeist hinter den Erwartungen zurück.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Mit Blick auf die kinderleichte Aussaat und zügige Keimung im Beet, erübrigt sich der Aufwand einer Anzucht hinter Glas. Bringen Sie die Blumensamen in der Zeit von Ende März bis Mitte Juni in zeitversetzten Folgesaaten aus. In wintermilden Lagen öffnet sich im September ein weiteres Zeitfenster für die Aussaat, um eine extra frühe Blütezeit zu induzieren.
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Jungfer im gruenen richtig schneiden

Hoch wachsende Sorten eignen sich ausgezeichnet als langlebige Schnittblumen. Schneiden Sie die soeben erblühten Blumenstängel ab, wenn der Morgentau verdunstet ist. Überdies verleihen die markanten Samenstände einem Trockenstrauß eine urige Optik. Hierzu schneiden Sie die abgeblühten Sommerblumen ab, wenn sich die Fruchtbälge ausgebildet haben. Gebunden zu kleinen Sträußen und kopfüber getrocknet am luftigen Platz, verwandeln sich die Jungfern im Grünen in augenfällige Trockenblumen.
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Jungfer im gruenen gießen

Ein normaler mitteleuropäischer Sommer liefert genügend Regen, um den Durst der Jungfer im Grünen zu stillen. Bei längerer Trockenheit sollte die zarte Blume gewässert werden. Geben Sie das Wasser am frühen Morgen oder in den Abendstunden aus der Kannentülle unmittelbar auf die Wurzelscheibe. In Topfkultur besteht demgegenüber regelmäßiger Gießbedarf, da das Substrat rascher austrocknet.
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Jungfer im gruenen richtig düngen

Gedeiht die Blume im Freiland, ist im gängigen Gartenboden der Nährstoffbedarf gedeckt. Die zusätzliche Gabe von Dünger erübrigt sich in diesem Fall. Einzig im Kübel oder Balkonkasten verabreichen Sie von Juni bis zum Ende der Blütezeit ein Mal pro Monat einen Flüssigdünger für Blühpflanzen.
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Schädlinge

Während die Sommerblume von Krankheiten weitgehend verschont wird, machen sich die allgegenwärtigen Blattläuse des Öfteren über die zarten Fiederblättchen her. Mit Blick auf die einfache Aussaat empfehlen wir, keinen Aufwand für die Bekämpfung der Schädlinge zu betreiben. Reißen Sie stattdessen die infizierten Pflanzen aus und säen frisch aus.
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Jungfer im gruenen im Topf

Im Topf und Blumenkasten bereiten uns Zwergsorten den Sommer hindurch viel Freude. Säen Sie im März/April die Samen unmittelbar auf die Blumenerde aus und übersieben das Saatgut dünn mit Substrat. Konstant leicht feucht gehalten, spitzen innerhalb von 10-20 Tagen die ersten Keimlinge hervor. Im weiteren Verlauf vereinzeln Sie die kräftigsten Sämlinge auf einen Abstand von 8-10 cm. Gießen Sie regelmäßig, wenn die Erde angetrocknet ist. Ab Juni wirkt sich die monatliche Gabe von Flüssigdünger vitalisierend auf die Jungfern im Grünen aus.
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Ist Jungfer im gruenen giftig?

Die Blume aus der Gattung Schwarzkümmel (Nigella) hat sich in der Naturheilkunde einen Namen gemacht als Heilmittel bei Magen- und Darmbeschwerden. Dabei entfaltet das enthaltene Alkaloid Damascenin seine Wirkung, das im Echten Schwarzkümmel nicht enthalten ist. Darüber hinaus findet das Öl der Samen Anwendung in der Kosmetikindustrie. Es ist indes genau dieses Alkaloid, das bei übermäßigem Verzehr leichte bis mittlere Vergiftungserscheinungen hervorruft. Daher werden die gemahlenen Samen heute nicht mehr für die Verfeinerung von Desserts verwendet, ungeachtet ihres ausgeprägten Waldmeistergeschmacks.
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Wie wird die Jungfer im Grünen ausgesät?

Sparen Sie sich die umständliche Anzucht hinter Glas, denn die Samen einer Jungfer im Grünen keimen direkt im Beet zuverlässig. So gelingt die Aussaat:

  • Ab Ende März am sonnigen Standort die Erde feinkrümelig vorbereiten
  • Die Samen breitwürfig verteilen und mit dem Rechen leicht einarbeiten
  • Das Saatbeet mit feiner Brause befeuchten
  • Mit Laub abdecken oder einem engmaschigen Netz schützen

Abhängig von den Temperaturbedingungen, nimmt die Keimung 10 bis 20 Tage in Anspruch. Die kräftigsten Keimlinge vereinzeln Sie später auf einen Abstand von 15 bis 20 cm. Bringen Sie bis Mitte Juni zeitversetzte Folgesaaten aus, erstreckt sich die Blütezeit bis weit in den Herbst hinein. In wintermilden Regionen wird eine Herbstsaat im September belohnt mit einer frühen Blüte im nächsten Jahr.
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Trivia

Die Jungfer im Grünen zählt bis heute zu den klassischen Symbolblumen. Um auf nonverbale Art einem Bewerber auf Freiersfüßen ihre Ablehnung kundzutun, senden junge Frauen dem verschmähten Mann einen Strauß aus Jungfern im Grünen. Möchten die Damen Ihrer Ablehnung besonderen Nachdruck verleihen, fügen sie noch Augentrost und Wegwarte hinzu.
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Schöne Sorten

  • Miss Jekyll: Bezaubernde Sorte, die sich mit leuchtend blauen Blüten im Sommergarten in Szene setzt; ideal für große Areale; 40 cm
  • Mulberry Rose: Eine Prachtmischung mit halbgefüllten Blüten in herrlichen rosa, lila und weißen Farbschattierungen; 40-60 cm
  • Alba: Eine hoch aufragende, weiß blühende Sommerblume; schön für den Vasenschmuck in Landhausstil; 50-60 cm
  • Blue Midget: Kompakte, blaue Zwergsorte, die im Topf, Blumenkasten und als Beetumrandung auftrumpft; 20 cm
  • African Bride: Premium-Sorte mit weißen Blüten, schwarzer Mitte und tiefroten Früchten; 60-90 cm
Text: Paula Jansen
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