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Häcksler sind sehr hilfreich, wenn häufig Gehölze geschnitten werden

Gartenwerkzeug und Automatisierung – Häcksler im Test

Wie in unserem ersten Artikel bereits erwähnt, geht es im Februar auch an den Schnitt der Gartengehölze und da kommt meistens eine beträchtliche Menge an Zweigen und Ästen zusammen, die im Grunde viel zu schade sind, um auf der Deponie zu enden. Also muss ein Häcksler her, der die Schnittabfälle und alle anderen sperrigen Pflanzenreste kompostergerecht zerkleinert. Ausgaben für Dünger und Humuserde können wir uns somit sparen, allerdings haben hochwertige Häcksler durchaus ihren Preis und sind auch bei lärmempfindlichen Nachbarn nicht sonderlich beliebt.

Der letzte offizielle Vergleich, der für Gartenbesitzer sehr nützlichen wie auch beliebten Geräten durch die Stiftung „Warentest“ liegt schon sieben Jahre zurück. Umso erfreulicher, dass sich nun die Redaktion von „mein schöner Garten“ in der aktuellen Februarausgabe mit einer repräsentativen Auswahl aktueller Häcksler dieses Themas wieder einmal angenommen hat.

Vieles ist besser geworden bei den Häckslern

Im Gegensatz zu den bisher üblichen Tests wurden die acht bewerteten Geräte nicht zu schalltechnischen Untersuchungen ins Labor geschickt, sondern praxisorientierte, echte Gärtner überprüften sie unter Verwendung der gängigsten Schnittgutarten und bei realen Bedingungen auf Herz und Nieren. Ebenfalls ein Novum: Die Ergebnisse des Vergleichstests stehen nicht nur zahlenden Lesern der oben genannten Gartenzeitschrift zu Verfügung, sie sind (sogar noch ausführlicher, als in der Printausgabe) auch auf dem Onlineportal veröffentlicht. Besonders erfreulich, dass sich im Vergleich zu den Tests von 2006 und 2011 die Arbeitssicherheit deutlich verbessert hat und beim Kleinholzmachen zumindest keine akuten Geräuschpegel mehr entstehen.

Die „Schattenseite“: Während gute Komposthäcksler 2006 noch zum Preis von 99,- Euro zu haben waren, muss aktuell bedeutend tiefer in die Geldbörse gegriffen werden. Die Preisspanne bei den heutigen, jedoch zweifellos leistungsstärkeren Markenhäckslern beginnt aktuell bei knapp unter 200,- Euro und reicht bis 1.200,- für professionelle Geräte. Äste in einer Stärke von 40 bis 45 mm zu zerkleinern, sind übrigens für beide Häckslertypen kein Problem.

Laut oder leise mit Walze oder Messer?

Da die leiseren Walzenhäcksler durchschnittlich nur mit um die 50 U/min arbeiten, sind die Arbeitsgeräusche mit ca. 90 dB zwar unüberhörbar, aber immer noch mäßig. Die mit 100 bis 110 dB wesentlich geräuschintensiven Geräte, die das Schnittgut mit einem rotierenden Messer zerkleinern und dabei auf Drehzahlen ab mindestens 1.000 U/min kommen, verarbeiten die Zweige und Äste dafür wesentlich schneller und feiner. Somit hängt die Kaufentscheidung vermutlich bei den meisten Kleingärtnern wesentlich von der übers Jahr anfallenden Menge ihrer Gartenabfälle ab. Von daher empfehlen wir Interessenten, sich besonders den letzten Teil des Testberichts aufmerksam durchzulesen, denn bei einer durchschnittlichen Garten- oder Grundstücksgröße zwischen 500 bis 5.000 qm laufen Häcksler für gewöhnlich über maximal zwei Tage im Jahr. Wenigstens ein Mal pro Jahr haben wir Gartenbesitzer dafür ein gemeinsames Problem, dass ebenso kompliziert sein kann.

Text: Fred Lübke Artikelbild: JurateBuiviene/Shutterstock

Beiträge aus dem Forum

  1. Maxi
    Geranien...
    Maxi
    Zierpflanzen
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