Sind die Früchte meiner Akebia essbar?

Als Nutzpflanze gilt die Akebia quinata hierzulande wahrlich nicht, oft wird sogar befürchtet, das sie giftig ist. Diese Befürchtung ist jedoch überflüssig, denn die dekorativen Früchte der auch als Klettergurke bezeichneten Akebia sind durchaus essbar.

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Die bläuliche Frucht der Akebia ist essbar

Wie sehen die Früchte der Akebia quinata aus?

Wie der Name Klettergurke vermuten lässt, sehen die Früchte der Akebia einer Gurke recht ähnlich. Sie sind fingerförmig und etwa 15 Zentimeter lang. Ihre Farbe ist für Gurken jedoch recht ungewöhnlich, ebenso der süßliche Geschmack. Die Färbung wird als blau bereift oder violett bezeichnet und ähnelt eher der einer Aubergine.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Früchte essbar
  • süßlicher Geschmack
  • Größe: ca. 15 cm
  • Form: fingerförmig, gurkenähnlich
  • Farbe: violett oder purpur, blau bereift

Unter welchen Bedingungen reifen die Früchte?

Da die Akebia quinata zu den tropischen Pflanzen gehört, braucht sie Wärme und Sonne um überhaupt Blüten und später Früchte zu tragen. Außerdem beginnt sie erst im Alter von etwa fünf Jahren zu blühen. Bei einer jungen Akebie ist also noch nicht mit Früchten zu rechnen. An älteren Akebien dürfen Sie im September oder Oktober ernten.

Entwickeln alle Blüten der Akebie Früchte?

Eine Akebia quinata trägt sowohl männliche als auch weibliche Blüten, aber nur aus den weiblichen Blüten entwickeln sich Früchte. Diese Blüten sind bräunlich violett und duften nach Vanille oder Schokolade. Sie sind etwas größer als die männlichen Blüten, die Sie übrigens an ihrer rosa Färbung leicht erkennen können. Für eine erfolgreiche Befruchtung ist es sinnvoll mindestens zwei akebien zu pflanzen.

Welche Teile der Akebia quinata sind kulinarisch verwendbar?

Neben den süßlich, leicht nach Schokolade schmeckenden Früchten können Sie auch die Sprossen und Blätter in der Küche verwenden. Die Schalen der Frucht schmecken übrigens eher ein wenig bitter. Sie werden in ihrer asiatischen Heimat trotzdem gebraten und verspeist.

Aus den (getrockneten) Blättern der Akebia quinata lässt sich ein Tee kochen. Die jungen Sprossen können auch roh gegessen und zum Beispiel in einem Salat zubereitet werden. Der Akebia wird eine schmerzstillende und harntreibende Wirkung nachgesagt. Sie soll den Magen schützen und Harnwegsinfektionen vorbeugen.

Tipps

Auch ohne medizinisch Nutzen ziehen zu wollen, ist die Frucht ein kulinarisches Erlebnis.

Text: Ursula Eggers
Artikelbild: Miyuki Satake/Shutterstock

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