Ochs vorm Berg, verunsichert

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#1
Habe ein 5mx3m Gemüsebeet den Herbst/Winter hindurch ausgehoben und bin nun fast fertig. Der ausgehobene Schotter füllt inzwischen die Schlaglöcher auf dem Weg über die Felder.

Jetzt fehlt noch das mit am Wichtigste: die Erde.

Nur da bin ich etwas ratlos.

Ein Teil des Beetes ist bereits gefüllt, aber die Konsistenz dieser Erde erscheint so etwas von unpassend: wenn naß so zäh und naßgetränkt, dass da sicherlich keine Luft durchkommt. Habe mich beim Anpflanzen von Kartoffeln beim händischen Graben schon schwer getan (zu hoher Ton-Anteil).

Tatsächlich ist das eine mir in ihren Anteilen nicht weiter bekannte Mischung aus Humus, Erde, die für den Rasen vorgesehen war (daher mit vielen Sandanteilen?) sowie Erde, die ich bei Süderde gezielt für 's Beet gekauft hatte. Die hatten mir dort damals zwei unterschieldiche Erden zur Auswahl gestellt und ich hab'e eine genommen. Die Rechnungen hab' ich natürlich nicht mehr. :)

Kann ich meine bestehende Erde analysieren lassen und mit einer richtig gemischten Erde ergänzen? Wäre schade sie zu entsorgen ohne verlässlich zu wissen, das sie das unbedingt sein muss.

inkatron
 
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#2
Mhm... klingt mir nach lehmhaltig, oder? Und wenn du einfach etwas Sand unterhebst? Entsorgen würde ich sie auch auf keinen Fall. Einfach etwas Sand hinzufügen, damit sie lockerer wird. Rasenerde sollte theoretisch einen Anteil von 10 bis 20% Sand haben und bis zu 50% Kompost. Bei so viel Nährstoffen ist es sicher nicht schlimm, wenn du etwas Sand dazugibst und Sand macht Erde leichter oder durchlässiger.
 

MoMiDa

Keimling
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Oberösterreich
#3
Lieber Inkatron,

Auch unsere Erde im Gemüsegarten (und auch sonst) war am Anfang so tonig, dass die Kids sogar erfolgreich damit getöpfert haben ;)

Unser Weg zur fruchtbaren Erde:
zuerst mal 2 Spaten tief umgraben, dabei etwas gröberen Sand und viel reifen Kompost untergraben. Und erst mal Kartoffeln gesetzt :)

Gut reifer Kompost hat nicht mehr so viele Nährstoffe wie frischer, du überdüngst also nicht so schnell. Verbessert aber die Konsistenz des Bodens, und die Pflanzen kommen so leichter an Wasser u Nährstoffe.

Dazu reichlich Ringelblumen und Bienenfreund, um Schädlinge zu vertreiben und den Boden aufzubessern.
Kohl und Zwiebeln mögen schwere Böden, die kann man auch bald setzen. Erbsen, Bohnen,... sind essbare Gründüngung.

Jedes Jahr reifen Kompost (anfangs von der örtlichen Kompostieranlage) unterheben, Boden mit der Grabgabel lockern. Immer brav mit Rasenschnitt etc mulchen - als sanfte Düngung, Regenwurmfutter und gegen Austrocknen - hält den Boden ebenfalls gut locker.

Und eben Gründüngung, wo immer gerade nichts wächst, über den Winter und zwischen die Reihen als Helferpflanzen.

So haben wir jetzt, nach 4 Jahren, schon so gute Erde, dass wir im Frühjahr nur noch mit der Grabgabel etwas auflockern und nicht mehr umgraben müssen :)

Liebe Grüße,
MoMiDa
 
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