Mulchen

vivi66

Solitärpflanze
Seit
Apr 24, 2019
Beiträge
78
Gefällt mir
61
Hallo Ihr Lieben,

ich bin immer noch am Testen wie man am Besten mulcht. Habe es schon mit Rasenschnitt versucht, habe aber das Gefühl, dass seit dem der Rasen auf dem Beet weiterwächst :22x22-13: , den werde ich wohl eher im Kieferwäldchen auf meinem Grundstück verwenden, der Rindenmulch verrottet ziemlich zügig, jedenfalls empfinde ich das so.

Hat sich jemand von Euch schon mal an Lavamulch versucht?

Mir gehts darum, dass ich einige Ecken habe, in denen keine Bodendecker zum Einsatz kommen sollen, um die Unkrautbildung zu vermeiden. Was meint Ihr, wie sind Eure Erfahrungen? Würde mich über Eure wie immer tollen Tipps sehr freuen.

Liebe Grüße
Vivi
 

Tiogo

Profigärtner
Seit
Dez 10, 2017
Beiträge
335
Gefällt mir
292
Lava bildet sauren Boden und zumindest im Terrarium zerfällt es sehr schnell zu Humus. Bei uns hier herum ist das Substrat bald wieder aufgekalkt, weil unsere Böden sehr viel Kalk enthalten. Auf Sandboden bleibt der niedere PH-Wert vermutlich erhalten. Vorher evtl. nach den Inhaltsstoffen von Lava erkundigen. (Nitrat, Phosphor, Kalium, Calcium,..) und einen Bodentest durchführen. Oder dem Labor schreiben, was man vor hat, die Leute geben dann Tipps.
Beim letzten Fachberatertag waren wir im Hofgut Tachenhausen. Die haben die besten Erfahrungen mit Häckseln von welken Staudenstängeln gemacht. Seitdem versuche ich genügend Staudenstängel zu sammeln um ein Beet zu mulchen, denn leider gibt es dieses Material nicht zu kaufen.

Habe es schon mit Rasenschnitt versucht, habe aber das Gefühl, dass seit dem der Rasen auf dem Beet weiterwächst
Stimmt. Der Rasenschnitt dürfte natürlich keine Samen enthalten, was eigentlich quasi nicht möglich ist. Die Samen sind aber auch nachher im Kompost, wenn man den Grasschnitt da verrotten lässt. Durch das Mulchen wird der Boden locker und das aufgegangene Gras kann relativ leicht entfernt werden. Ich zieh einfach mit der Pendelhacke durch und lass das gejätete Gras und anderes Unkraut gleich mit auf dem Beet liegen. Das Geheimnis dabei ist, daß man es regelmäßig in kurzen Abständen macht, sonst hat man ratz fatz Wiese:22x22-emoji-u1f601:.


einen lieben Gruß
Tiogo
 

vivi66

Solitärpflanze
Seit
Apr 24, 2019
Beiträge
78
Gefällt mir
61
Lava bildet sauren Boden und zumindest im Terrarium zerfällt es sehr schnell zu Humus. Bei uns hier herum ist das Substrat bald wieder aufgekalkt, weil unsere Böden sehr viel Kalk enthalten. Auf Sandboden bleibt der niedere PH-Wert vermutlich erhalten. Vorher evtl. nach den Inhaltsstoffen von Lava erkundigen. (Nitrat, Phosphor, Kalium, Calcium,..) und einen Bodentest durchführen.
Erstmal Hallo und sorry, dass ich mit meiner Antwort warten ließ aber lieber Besuch hielt mich gestern davon ab, ins Internet zu gehen. Vielen lieben Dank für Deine Antwort.
Verstehe ich das richtig, dass Lava also auch schnell zu Humus wird, also nicht lange liegen bleibt? Ich dachte, von diesem Mulch hätte ich länger etwas, weil es eine Art Gestein ist? Sorry, wenn die Frage jetzt blöd klingen sollte aber damit habe ich echt noch keine Erfahrung.

Liebe Grüße
Vivi
 

LilliaBella

Gartenguru
Seit
Apr 5, 2019
Beiträge
1.424
Gefällt mir
992
Tiogo,

Lavamulch, er ist völlig geruchsfrei, verfügt über einen hohen mineralischen Anteil, und verrottet nicht .
Er entzieht dem Boden keine Nährstoffe, sorgt er für eine durchlässige Bodenstruktur, in der Staunässe keine Chance hat .

Könnte es sein das du ihn vielleicht mit Bims, poröses glasiges Vulkangestein, verwechselst?
 

vivi66

Solitärpflanze
Seit
Apr 24, 2019
Beiträge
78
Gefällt mir
61
Tiogo,

Lavamulch, er ist völlig geruchsfrei, verfügt über einen hohen mineralischen Anteil, und verrottet nicht .
Er entzieht dem Boden keine Nährstoffe, sorgt er für eine durchlässige Bodenstruktur, in der Staunässe keine Chance hat .

Könnte es sein das du ihn vielleicht mit Bims, poröses glasiges Vulkangestein, verwechselst?
Hallo LilliaBella,

ich meinte, ich hätte es auch so gelesen und fand diese Idee, Lavamulch an einigen Stellen zu nutzen dadurch ganz charmant.

Liebe Grüße
Vivi
 

LilliaBella

Gartenguru
Seit
Apr 5, 2019
Beiträge
1.424
Gefällt mir
992
Vivi,
wir , Tochter und ich, hatten uns vor einigen Wochen auch darüber auch informiert. Sie hat ihren Garten am neuen Haus jetzt fertig ,50 Meter Zaun und vor dem Haus die ersten Beete.
Sie hat sich aber letztendlich um entschieden und hat hellen Rinden Mulch ohne Harzanteil genommen. Direkt eine Palette mit 24 Sack, aus dem Internet, der wurde frei Haus geliefert.

Lava, sie wohnt in vorderen Eifel da wo Lava abgebaut wird, war dann doch nicht so wie sie es gerne wollte.
 

vivi66

Solitärpflanze
Seit
Apr 24, 2019
Beiträge
78
Gefällt mir
61
LilliaBella,

ist der Abbau von Lavastein auch umweltschädigend so wie Torf?
Dann wäre das natürlich nicht so toll und damit hätte sich mein Anliegen auch erledigt aber sonst werde ich das mal ausprobieren.

Liebe Grüße
 

Tiogo

Profigärtner
Seit
Dez 10, 2017
Beiträge
335
Gefällt mir
292
Hallo zusammen,
Mulchen ist das Abdecken der Erde mir organischem Material.
Lava wird in Granulatform geliefert und baut sich relativ schnell ab oder arbeitet sich in den Boden ein. Je nach Korngröße.Es ist rein mineralisch und bringt Bestandteile mit, die dem Boden nur bedingt förderlich sind (z. B. Aluminium, Phosphor) besonders Phosphor ist in bewirtschafteten Gärten oft überreichlich enthalten. Aber auch Eisen und Calcium werden nicht überall gebraucht. Vorher sollte man also eine Bodenprobe machen.
Da es keinen Stickstoff entzieht wird Unkraut nur kurzfristig unterdrückt. Hat sich das Lava Granulat erst mal mit der Erde darunter vermischt oder sich durch Laubfall und Flugstaub angereichert spriest das Unkraut wie zuvor. Siehe Kies-und Schottergärten.
Lava ist kein Mulch!
Mulch wird zur Anreicherung des Bodens mit Humus verwendet.
 
A

Andreas

Gast
Hallo Ihr Lieben,

ich bin immer noch am Testen wie man am Besten mulcht. Habe es schon mit Rasenschnitt versucht, habe aber das Gefühl, dass seit dem der Rasen auf dem Beet weiterwächst :22x22-13: , den werde ich wohl eher im Kieferwäldchen auf meinem Grundstück verwenden, der Rindenmulch verrottet ziemlich zügig, jedenfalls empfinde ich das so.

Hat sich jemand von Euch schon mal an Lavamulch versucht?

Mir gehts darum, dass ich einige Ecken habe, in denen keine Bodendecker zum Einsatz kommen sollen, um die Unkrautbildung zu vermeiden. Was meint Ihr, wie sind Eure Erfahrungen? Würde mich über Eure wie immer tollen Tipps sehr freuen.

Liebe Grüße
Vivi
Ich halte das Mulchen mit Gras für sehr gut . Man kommt der Austrocknung entgegen , Unkraut wächst langsamer und Nährstoffe werden an den Boden abgegeben . Gelengentlich kann man neues Gras auslegen .
Gut , da wächst nu etwas Gras auf dem Platz , wo es nicht wachsen soll .
Aber das ist doch für keinen von uns ein Problem .Ich habe auch mit Birkenhäcksel gute Erfahrungen gemacht . Aber beim Mähen fliegen die Häcksel in die Wiese , gefällt mir nicht .
 

vivi66

Solitärpflanze
Seit
Apr 24, 2019
Beiträge
78
Gefällt mir
61
Vielen Dank. Ja, vielleicht bzw. sicher habe ich mich da ungünstig ausgedrückt. Ich würde das Lavagestein eher dafür verwenden wollen, dass das Unkraut nicht so schnell nachwächst. Wir haben hier viele Blumen und das Grundstück ist 1200 m² groß. Ich liebe diesen Garten aber arbeiten gehe ich eben auch in Vollzeit. Deshalb versuche ich natürlich, mir die Freizeit so einzuteilen, dass ich alles schaffen kann. Die Chemiekeulen mag ich nicht, deshalb suche ich nach Wegen, dem Unkraut von vornherein das Leben schwerzumachen. Der Garten muss nun nicht perfekt sein, im gewissen Sinn kann meiner Meinung nach "Unkraut" auch hübsch aussehen. Würde es Sinn machen, stellenweise Unkrautvlies unter dem Lavagestein zu auszulegen?
 

vivi66

Solitärpflanze
Seit
Apr 24, 2019
Beiträge
78
Gefällt mir
61
Ich halte das Mulchen mit Gras für sehr gut . Man kommt der Austrocknung entgegen , Unkraut wächst langsamer und Nährstoffe werden an den Boden abgegeben . Gelengentlich kann man neues Gras auslegen .
Gut , da wächst nu etwas Gras auf dem Platz , wo es nicht wachsen soll .
Aber das ist doch für keinen von uns ein Problem .Ich habe auch mit Birkenhäcksel gute Erfahrungen gemacht . Aber beim Mähen fliegen die Häcksel in die Wiese , gefällt mir nicht .
Ja, habe zuletzt auch die Rasenmahd genutzt, hatte nur das Gefühl, dass der Rasen auf dem Beet weiterwächst aber vielleicht ist es doch die bessere Variante, gut, wenn man sich hier so austauschen kann - Danke dafür an Euch.
 
A

Andreas

Gast
Ja, habe zuletzt auch die Rasenmahd genutzt, hatte nur das Gefühl, dass der Rasen auf dem Beet weiterwächst aber vielleicht ist es doch die bessere Variante, gut, wenn man sich hier so austauschen kann - Danke dafür an Euch.
Das Unterlegen von Flies oder anderen Matten ist natürlich eine sehr gute Sache .
Das habe ich unter meinem Hauptweg gemacht , der mit Kies ausgelegt ist .
in paar Jahren hat sich zwar auch wieder eine Deckschicht gebildet , auf der Unkraut ( eigentlich Wildkräuter ) wachesen , aber da braucht man nur die Unterlage reinigen und die nächsten Jahre ist wieder Schicht im Schacht .
Problematisch wird es natürlich , wenn du das unter Pflanzen machen mußt , die nicht solidär stehen .
 

Stachelbär

Gartenguru
Seit
Okt 23, 2018
Beiträge
1.765
Gefällt mir
1.841
Standort
Im Gadde mit Ebbelwoi & Flaschebier
Hallo Ihr Lieben,
ich bin immer noch am Testen wie man am Besten mulcht. Habe es schon mit Rasenschnitt versucht, habe aber das Gefühl, dass seit dem der Rasen auf dem Beet weiterwächst :22x22-13: , den werde ich wohl eher im Kieferwäldchen auf meinem Grundstück verwenden, der Rindenmulch verrottet ziemlich zügig, jedenfalls empfinde ich das so.
Hat sich jemand von Euch schon mal an Lavamulch versucht?
Mir gehts darum, dass ich einige Ecken habe, in denen keine Bodendecker zum Einsatz kommen sollen, um die Unkrautbildung zu vermeiden. Was meint Ihr, wie sind Eure Erfahrungen? Würde mich über Eure wie immer tollen Tipps sehr freuen.
Liebe Grüße Vivi
Hi vivi66
versuch es mal mit Pinienrinde, wird auch als Decor-Pinienrinde verkauft. Das hält mehrere Jahre, Körnung 40-60(70) sollte es schon haben, da es länger hält. Auf dem Foto wurde Körnung 60-110 verwendet, ca. 1 Sac /m2
Wenn garnichts durchwachsen soll, dann scharzes Bändchengewebe auf die Erde unter dem Mulch.
2483
 
Zuletzt bearbeitet:

vivi66

Solitärpflanze
Seit
Apr 24, 2019
Beiträge
78
Gefällt mir
61
Hi vivi66
versuch es mal mit Pinienrinde, wird auch als Decorrinde verkauft. Das hält mehrere Jahre, Körnung 40-60(70) sollte es schon haben, da es länger hält. Auf dem Foto wurde Körnung 60-110 verwendet, ca. 1 Sac /m2
Wenn garnichts durchwachsen soll, dann scharzes Bändchengewebe auf die Erde unter dem Mulch.
Hallo Stachelbär,

vielen lieben Dank auch an Dich - ja, es gibt da einige Ecken, wo ich am Liebsten gar nichts hätte. Grundsätzlich kamen an den meisten Stellen Bodendecker zum Einsatz. Hatte mich da ein wenig ausprobiert als ich mit dem Garten angefangen hatte. Ergebnis war, dass ich den Einsatz der Mispeln beispielsweise recht gut finde also, es sieht doch alles recht gut in meinen Augen aus. Es kam auch Thymian-Bodendecker zum Einsatz, der wächst mir einfach zu stark. Den möchte ich reduzierter haben und da würde ich gern etwas mehr mulchen. Pinienrinde hatte ich auch schon einmal verwendet, die Körnung war allerdings kleiner. Jetzt, wo Du es schreibst, er hielt sich in der Tat um einiges länger. Hab mich bisher mit der sogenannten "Decorinde" schwer getan. Sie sieht natürlich gut aus, wie sieht es mit der Chemieanteil aus, wenn sie gefärbt ist? Ist das alles auch wirklich natürlich oder gibt es da eine bestimmte Marke, die ich einsetzen kann?

Liebe Grüße
Vivi
 

Stachelbär

Gartenguru
Seit
Okt 23, 2018
Beiträge
1.765
Gefällt mir
1.841
Standort
Im Gadde mit Ebbelwoi & Flaschebier
Hallo Stachelbär,

vielen lieben Dank auch an Dich - ja, es gibt da einige Ecken, wo ich am Liebsten gar nichts hätte. Grundsätzlich kamen an den meisten Stellen Bodendecker zum Einsatz. Hatte mich da ein wenig ausprobiert als ich mit dem Garten angefangen hatte. Ergebnis war, dass ich den Einsatz der Mispeln beispielsweise recht gut finde also, es sieht doch alles recht gut in meinen Augen aus. Es kam auch Thymian-Bodendecker zum Einsatz, der wächst mir einfach zu stark. Den möchte ich reduzierter haben und da würde ich gern etwas mehr mulchen. Pinienrinde hatte ich auch schon einmal verwendet, die Körnung war allerdings kleiner. Jetzt, wo Du es schreibst, er hielt sich in der Tat um einiges länger. Hab mich bisher mit der sogenannten "Decorinde" schwer getan. Sie sieht natürlich gut aus, wie sieht es mit der Chemieanteil aus, wenn sie gefärbt ist? Ist das alles auch wirklich natürlich oder gibt es da eine bestimmte Marke, die ich einsetzen kann?
Liebe Grüße
Vivi
Wichtig ist, dass Du reine Pinienrinde nimmst, denn die ist nicht chemisch behandelt. Für den normalen Gebrauch halte ich Körnung 40-60 ideal. Bei kleinerer Sieblinie ist zuviel Feinanteil dabei, der nichts nützt und schnell verrottet.
Auf keinen Fall gefärbte Hackschnitzel nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:

LilliaBella

Gartenguru
Seit
Apr 5, 2019
Beiträge
1.424
Gefällt mir
992
Tiogo,
##Lava wird in Granulatform geliefert und baut sich relativ schnell ab oder arbeitet sich in den Boden ein. ##

Ist das deiner persönliche Erfahrung?

Eine meiner Freundinnen hat Lava im Garten um die Sträucher, Vlies als Untergrund, und das jetzt im 10. Jahr.
Der sieht fast immer noch aus wie damals als er vom Gärtner so angelegt wurde. Sie konnte das altersbedingt nicht anderes mehr leisten, seit ihr Mann nicht mehr da ist.
Lava Mulch ist geruchsfrei, verfügt über einen hohen mineralischen Anteil, kann nicht verrotten und entzieht dem Boden keinerlei Nährstoffe.
Außerdem sorgt er für eine durchlässige Bodenstruktur, in der Stau Nässe keine Chance hat und hält die Beete ziemlich frei von Unkraut. Das macht ihn zur idealen Grundlage für pflegeleichte Gärten wenn man alt wird, oder voll berufstätig ist.
 
Oben