Andentanne / Araukarie bekommt braune Zweige

Thobi

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Liebe Gartenfreunde,

unsere Tanne wurde 2012 gepflanzt, ist ca. 4m hoch und etwa 20 Jahre alt. Nach dem Bau unseres Hauses wurde sie in aufgeschüttete Erde gesetzt. Der Standort wurde nicht verändert. Der Boden ist in unserer Gegend lehmhaltig. Die Araukarie steht auf einer Rasenfläche, die im Sommer regelmäßig gewässert wird. Die Fläche ist auf der Südseite und hat volle Sonne.

Bis vor einem Jahr ist der Baum jährlich ein großes Stück gewachsen. Jedes zweite Jahr wurde ein neuer Kranz Zweige gebildet. 2019 bildeten sich die ersten brauen Zweige unten. 2020 hat sich die Braunfärbung fortgesetzt, sie scheitet von unten nach oben und an den Zweige von innen nach außen voran. Abgestorbene Zweige haben wir direkt am Stamm abgeschnitten. Es gab kein Harzfluss an den Schnittstellen, obwohl die Tanne häufig viel Harz am Stamm gebildet hat. Die Tanne ist 2020 kaum gewachsen.

Wir haben als erstes Staunässe als Ursache vermutet. Ein um Rat befragter Gartenbauer war der gleichen Meinung. Das Wässern der Tanne wurde darauf hin eingestellt. Weiterhin haben wir einen Baumpflegebetrieb mit einer Bodenbelüftung gegen Staunässe beauftragt. Der Baupfleger war der Meinung, dass die Tanne Trockenschäden hat, was aufgrund der sehr trockenen Sommer seit 2018 für uns auch nachvollziehbar war. Er hat die Bodenbelüftung im Juli durchgeführt und die Löcher mit Geohumus (feuchtigkeitsspeichernd) und Langzeitdünger gefüllt. Er gab uns den Rat, die Tanne einmal pro Woche ausgiebig zu wässern, was wir seitdem auch getan haben.

Zwischenzeitlich ist die Braunfärbung der Zweige weiter vorangeschritten. Aufgrund der gegensätzlichen Meinungen über die mögliche Ursache sind wir verunsichert und zwischenzeitlich ratlos.

Für Tipps und Hinweise sind wir dankbar.

Andentanne.JPG
 
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Stachelbär

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Hi Thobi,
da hast ja schon richtig Geld ausgegeben, hier meine Antworten/Fragen:
  • Besteht die Betonkantenstein-Einfassung noch?
  • Wie tief sind die Steine? 10 cm / 15 cm / 20 cm / 25 cm ?
  • Sitzen die im Betonkeil, falls ja, wie tief reicht der?
  • Warum das "Backblech" aus schwarzem Schotter auf der Wurzelfläche? Das heizt die Wurzeln auf und beschleunigt die Verdunstung
  • Der dunkle Pfad im Rasen - ist daa der Kontrollweg eines Hundes?
  • Falls ja, ist ausgeschlossen, dass dieser an den Baum pinkelt?
  • Von wann ist das eingestellte Fotos?
  • Hast Du noch andere Fotos?
Thobi, post:
Liebe Gartenfreunde,
unsere Tanne wurde 2012 gepflanzt, ist ca. 4m hoch und etwa 20 Jahre alt. Nach dem Bau unseres Hauses wurde sie in aufgeschüttete Erde gesetzt.

Wie ist das zu verstehen?
Wurde sie für den Bau rausgenommen und danach wieder eingepflanzt?

Der Standort wurde nicht verändert. Der Boden ist in unserer Gegend lehmhaltig. Die Araukarie steht auf einer Rasenfläche, die im Sommer regelmäßig gewässert wird.
Was ist regelmäßig?
Wie oft und wieviel in Liter?

Die Fläche ist auf der Südseite und hat volle Sonne.
Bis vor einem Jahr ist der Baum jährlich ein großes Stück gewachsen. Jedes zweite Jahr wurde ein neuer Kranz Zweige gebildet. 2019 bildeten sich die ersten brauen Zweige unten. 2020 hat sich die Braunfärbung fortgesetzt, sie scheitet von unten nach oben und an den Zweige von innen nach außen voran. Abgestorbene Zweige haben wir direkt am Stamm abgeschnitten.

Das deutet auf Pilz bzw. Wurzelschäden hin.
Die Tanne ist 2020 kaum gewachsen.
Der letzte Mitteltrieb (Baumspitze) ist 2019 oder 2020 gewachsen ?
Es gab kein Harzfluss an den Schnittstellen, obwohl die Tanne häufig viel Harz am Stamm gebildet hat.
Wie sehen die Schnittstellen aus, dunkle Verfärbungen?
Die Tanne ist 2020 kaum gewachsen.
Wir haben als erstes Staunässe als Ursache vermutet. Ein um Rat befragter Gartenbauer war der gleichen Meinung.

Wurden Feinwurzeln freigelegt und auf Nässeschäden hin überprüft?
Wurden einzelne bleistiftdicke Wurzel gekappt und die schnittstellen auf Verfärbung und Krankheit untersucht.

Das Wässern der Tanne wurde darauf hin eingestellt.
Gab es physikalische Anhaltspunkte für Staunässe wie:
Schlechter Geruch?
Kontrollgrabung/Schacht?
Stehendes Wasser?
Schimmel, Fäulnis?

Weiterhin haben wir einen Baumpflegebetrieb mit einer Bodenbelüftung gegen Staunässe beauftragt. Der Baupfleger war der Meinung, dass die Tanne Trockenschäden hat, was aufgrund der sehr trockenen Sommer seit 2018 für uns auch nachvollziehbar war.
Trockenschäden mangels Wasser (ob zu wenig im Boden oder durch abgestorbene Saugwurzeln) sichtbar immer von Aussen nach Innen und Oben nach Unten, von ein paar Ausnahmen abgesehen.
Er hat die Bodenbelüftung im Juli durchgeführt und die Löcher mit Geohumus (feuchtigkeitsspeichernd) und Langzeitdünger gefüllt.
Gibt es ein Bohr/Belüftungsschema oder Skizze?Wie tief wurde belüftet?Welcher Durchmesser? Bis zu welcher Entfernung zum Stamm? Wurden vorher Kontrollgrabungen oder Abspülungen durchgeführt um zu sehen wo die Haltewurzeln sind und diese nicht zu beschädigen?
Er gab uns den Rat, die Tanne einmal pro Woche ausgiebig zu wässern, was wir seitdem auch getan haben.
Wie wurde vom Baumpfleger "ausgiebig zu wässern" definiert?
Zwischenzeitlich ist die Braunfärbung der Zweige weiter vorangeschritten. Aufgrund der gegensätzlichen Meinungen über die mögliche Ursache sind wir verunsichert und zwischenzeitlich ratlos.
Für Tipps und Hinweise sind wir dankbar


Stachelbär grüsst
 
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Maxi

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Liebe Gartenfreunde,

unsere Tanne wurde 2012 gepflanzt, ist ca. 4m hoch und etwa 20 Jahre alt. Nach dem Bau unseres Hauses wurde sie in aufgeschüttete Erde gesetzt. Der Standort wurde nicht verändert. Der Boden ist in unserer Gegend lehmhaltig. Die Araukarie steht auf einer Rasenfläche, die im Sommer regelmäßig gewässert wird. Die Fläche ist auf der Südseite und hat volle Sonne.

Bis vor einem Jahr ist der Baum jährlich ein großes Stück gewachsen. Jedes zweite Jahr wurde ein neuer Kranz Zweige gebildet. 2019 bildeten sich die ersten brauen Zweige unten. 2020 hat sich die Braunfärbung fortgesetzt, sie scheitet von unten nach oben und an den Zweige von innen nach außen voran. Abgestorbene Zweige haben wir direkt am Stamm abgeschnitten. Es gab kein Harzfluss an den Schnittstellen, obwohl die Tanne häufig viel Harz am Stamm gebildet hat. Die Tanne ist 2020 kaum gewachsen.

Wir haben als erstes Staunässe als Ursache vermutet. Ein um Rat befragter Gartenbauer war der gleichen Meinung. Das Wässern der Tanne wurde darauf hin eingestellt. Weiterhin haben wir einen Baumpflegebetrieb mit einer Bodenbelüftung gegen Staunässe beauftragt. Der Baupfleger war der Meinung, dass die Tanne Trockenschäden hat, was aufgrund der sehr trockenen Sommer seit 2018 für uns auch nachvollziehbar war. Er hat die Bodenbelüftung im Juli durchgeführt und die Löcher mit Geohumus (feuchtigkeitsspeichernd) und Langzeitdünger gefüllt. Er gab uns den Rat, die Tanne einmal pro Woche ausgiebig zu wässern, was wir seitdem auch getan haben.

Zwischenzeitlich ist die Braunfärbung der Zweige weiter vorangeschritten. Aufgrund der gegensätzlichen Meinungen über die mögliche Ursache sind wir verunsichert und zwischenzeitlich ratlos.

Für Tipps und Hinweise sind wir dankbar.

Anhang anzeigen 9657
Ja, was soll man dazu noch sagen wenn die Fachleute schon nicht wissen was Schuld sein kann.
Ich meine, es wurde jetzt eh schon genug herumexperimentiert und würde jetzt gar nichts mehr machen.
Den schwarzen Kies solltest du entfernen bei der Baumscheibe damit Luft und Regenwasser besser an die Wurzeln kommt.
Lehmige Erde bekommt ihr auch nicht gut und dass sie schon einmal umgesetzt wurde (wenn auch am gleichen Standort) mögen die Andentannen überhaupt nicht.
Zuviel und zu wenig Wasser zeigen die selben Symtome ...
Dieser braune Kranz unten könnte aber auch von zuviel Hitze von unten entstanden sein , die Andentanne steht Vollsonnig und die Sonne heizt den schwarzen Kiesel auf...
Wie gesagt, sehr schwierig hier einen Rat zu geben, sind ja auch alles nur Vermutungen was diese braunen Stellen hervorgerufen haben könnte.
Ich würde die Tanne jetzt mal in ruhe lassen und beobachten wie es weiter geht, es wurde ja eh schon einiges gemacht.
 

Thobi

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Hi Stachelbär,

vielen Dank für dein Interesse. Nachfolgend meine Antworten in blau. Hoffentlich sind Sie für dich aufschlussreich.

Viele Grüße

  • Besteht die Betonkantenstein-Einfassung noch?
  • Wie tief sind die Steine? 10 cm / 15 cm / 20 cm / 25 cm ?
  • Sitzen die im Betonkeil, falls ja, wie tief reicht der?
    Das sind Rasenkantensteine (ca. 3cm dick), die in einem dünnen Kiesbett liegen
  • Warum das "Backblech" aus schwarzem Schotter auf der Wurzelfläche? Das heizt die Wurzeln auf und beschleunigt die Verdunstung
    Das ist eine Schicht aus Lava-Mulch, die Feuchtigkeit hält.
  • Der dunkle Pfad im Rasen - ist das der Kontrollweg eines Hundes?
  • Falls ja, ist ausgeschlossen, dass dieser an den Baum pinkelt?
    Das können wir ausschließen
  • Von wann ist das eingestellte Fotos?
    Von heute
  • Hast Du noch andere Fotos?
    2 weitere sind beigefügt
Nach dem Bau unseres Hauses wurde sie in aufgeschüttete Erde gesetzt.
Wie ist das zu verstehen? Wurde sie für den Bau rausgenommen und danach wieder eingepflanzt?
Das war Bauaushub einer anderen Baustelle mit einer Schicht Mutterboden. Die Tanne wurde erst anschließend gepflanzt.
Die Araukarie steht auf einer Rasenfläche, die im Sommer regelmäßig gewässert wird.
Was ist regelmäßig? Wie oft und wieviel in Liter Abhängig vom Wetter. Bei andauernder Hitze und Trockenheit ca. 300 ltr. auf 50 qm alle 1-2 Tage,
Die Tanne ist 2020 kaum gewachsen. Der letzte Mitteltrieb (Baumspitze) ist 2019 oder 2020 gewachsen ?
2019 (siehe Foto)
Wie sehen die Schnittstellen aus, dunkle Verfärbungen?
Die Schnittstellen haben einen dunkelbraunen Rand und sind in der Mitte hellbraun.
Wurden Feinwurzeln freigelegt und auf Nässeschäden hin überprüft? Wurden einzelne bleistiftdicke Wurzel gekappt und die Schnittstellen auf Verfärbung und Krankheit untersucht.
Nein, wer nimmt solche Untersuchungen vor?
Gab es physikalische Anhaltspunkte für Staunässe wie: Schlechter Geruch? Kontrollgrabung/Schacht? Stehendes Wasser? Schimmel, Fäulnis?
Alles negativ
Gibt es ein Bohr/Belüftungsschema oder Skizze? Wie tief wurde belüftet? Welcher Durchmesser? Bis zu welcher Entfernung zum Stamm?
Es wurden 25 Bohrungen auf der gesamten Rasenfläche vorgenommen. Bohrtiefe: 70cm. Durchmesser der Lanze ca. 4 cm. Entfernung zum Stamm: mindestens 1,5m
Wurden vorher Kontrollgrabungen oder Abspülungen durchgeführt um zu sehen wo die Haltewurzeln sind und diese nicht zu beschädigen?
Nein, aber die Schäden traten ja schon vorher auf.
Wie wurde vom Baumpfleger "ausgiebig zu wässern" definiert?
Einmal pro Woche mindestens 100ltr

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Stachelbär

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Säge diesen Ast bitte mit einer scharfen Säge ab und stelle ein Foto von der Schnittfläche ein - Dateiengröße 1-3 MB
  • Das sind Rasenkantensteine (ca. 3cm dick), die in einem dünnen Kiesbett liegen - Das ist dann keine wesentliche Behinderung für die Wurzeln
  • Das ist eine Schicht aus Lava-Mulch, die Feuchtigkeit hält - Nicht so schlimm wie Kies oder Schotter, aber die dunklen brocken werden sicher lich heiß
  • Wie oft und wieviel in Liter Abhängig vom Wetter. Bei andauernder Hitze und Trockenheit ca. 300 ltr. auf 50 qm alle 1-2 Tage - Das wären 6 Liter /qm, das ist fast nichts - aber gut, Dein Rasen ist grün - ISCH sehe überhaupt keine Indizien für Überwässerung/Staunässe
  • Schnittstellen auf Verfärbung und Krankheit untersucht - Nein, wer nimmt solche Untersuchungen vor?- Das macht ein guter Baumpfleger vor Ort und handelt entsprechend.
  • Es wurden 25 Bohrungen auf der gesamten Rasenfläche vorgenommen. Bohrtiefe: 70cm. Durchmesser der Lanze ca. 4 cm. Entfernung zum Stamm: mindestens 1,5m - Gut! Bei diesem Abstand muss nicht mit zusätzlichen mechanischen Schäden an Haltewurzeln gerechnet werden.
  • Einmal pro Woche mindestens 100ltr - Sehr gut
 
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Thobi

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Ja, was soll man dazu noch sagen wenn die Fachleute schon nicht wissen was Schuld sein kann.
Ich meine, es wurde jetzt eh schon genug herumexperimentiert und würde jetzt gar nichts mehr machen.
Den schwarzen Kies solltest du entfernen bei der Baumscheibe damit Luft und Regenwasser besser an die Wurzeln kommt.
Lehmige Erde bekommt ihr auch nicht gut und dass sie schon einmal umgesetzt wurde (wenn auch am gleichen Standort) mögen die Andentannen überhaupt nicht.
Zuviel und zu wenig Wasser zeigen die selben Symtome ...
Dieser braune Kranz unten könnte aber auch von zuviel Hitze von unten entstanden sein , die Andentanne steht Vollsonnig und die Sonne heizt den schwarzen Kiesel auf...
Wie gesagt, sehr schwierig hier einen Rat zu geben, sind ja auch alles nur Vermutungen was diese braunen Stellen hervorgerufen haben könnte.
Ich würde die Tanne jetzt mal in ruhe lassen und beobachten wie es weiter geht, es wurde ja eh schon einiges gemacht.

Hallo Maxi,
danke für deine Tipps.
Das war auch unser letzter Schluss: Abwarten und sehen, wie die Situation im nächsten Frühjahr aussieht.
Viele Grüße und noch ein schönes Wochenende.
 

Maxi

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Hallo Maxi,
danke für deine Tipps.
Das war auch unser letzter Schluss: Abwarten und sehen, wie die Situation im nächsten Frühjahr aussieht.
Viele Grüße und noch ein schönes Wochenende.
Lass bitte die Tanne in Ruhe, da wurde schon mehr als genug getan, alles weitere kann die nicht mehr verkraften...
Dir auch ein schönes Wochenende und warte ab, jetzt über den Winter bringts eh nicht mehr viel und vielleicht helfen ja die Maßnahmen die bis jetzt durchgeführt wurden..
Alles weitere bedeutet noch mehr Stress für den Baum...
 

Thobi

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Säge diesen Ast bitte mit einer scharfen Säge ab und stelle ein Foto von der Schnittfläche ein - Dateiengröße 1-3 MB
Andentanne4.JPG
Andentanne5.JPG

Beigefügt 2 Fotos von Schnittstellen. Die Äste habe ich vor 3 Tagen abgesagt. Den Ast auf dem Foto wollte ich noch behalten - solange er ein bisschen grün ist ... :22x22-emoji-u1f60f:
 

Stachelbär

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Beigefügt 2 Fotos von Schnittstellen. Die Äste habe ich vor 3 Tagen abgesagt. Den Ast auf dem Foto wollte ich noch behalten - solange er ein bisschen grün ist ... :22x22-emoji-u1f60f:
Danke - Rinde und Holz sind nicht mehr verbunden, die Wasser leitenden Bahnen scheinen abgestorben und das Kambium ist weggetrocknet.
Falls die Säge sauber war, dann sind die dunklen Stellen beim 2. Foto Hinweise auf Pilz.
Könntest Du noch einen weniger braunen Ast (sterben sowie so ab) absägen und Fotos zum Vergleich machen.
Versuche einen möglichst glatten Schnitt zu machen...
 

Thobi

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Danke - Rinde und Holz sind nicht mehr verbunden, die Wasser leitenden Bahnen scheinen abgestorben und das Kambium ist weggetrocknet.
Falls die Säge sauber war, dann sind die dunklen Stellen beim 2. Foto Hinweise auf Pilz.
Könntest Du noch einen weniger braunen Ast (sterben sowie so ab) absägen und Fotos zum Vergleich machen.
Versuche einen möglichst glatten Schnitt zu machen...

Das tut mir ja in der Seele weh! Beigefügt das Foto. Abgesägt mit einem sauberen Sägeblatt:

Andentanne6.JPG
 

Stachelbär

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Das tut mir ja in der Seele weh! Beigefügt das Foto. Abgesägt mit einem sauberen Sägeblatt:
Ja, das verstehe ich, das geht jedem Pflanzenliebhaber so.

Wenn ich das Foto anklicke und vergrößere, dann wird es unscharf - Ist das bei Dir auch so?

Unabhängig davon, würde ISCH vor Ort im Garten noch Schadinsekten ausschliessen wollen.
ISCH würde am abgesägten Ast die unteren 20 cm der Länge nach mit einem scharfen Messer (Teppichmesser) einschneiden und die Rinde abwickeln. Dann die Rinden-Innenseite und der freigelegten Ast auf Frasspuren und Bohrungen untersuchen.
Weiterhin würde ich Harztropfen am Stamm/Äste abschaben oder schneiden und überprüfen ob darunter Bohrlöcher sind.
Auch würde ISCH an 3 - 4 Stellen Wurzeln abschneiden, um zu sehen ob die Schnittflächen völlig weiß, also gesund sind. Bei 2 mm Stärke anfangen und alle ca. 8 cm abschneiden, bis Bleistiftstärke.
Ergänzt
 
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Stachelbär

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Prima - Bei dem Ast 7 oder 8 Jahre alt, ist der letzte Jahresring deutlich am dicksten. Das deckt sich mit Deiner Angabe, dass der Baum bis vor einem Jahr gut gewachsen ist.
- Was ist danach passiert?
Die inneren 20 - 25 % der Rinde sind grau/dunkel verfärbt. In diesem Bereich findet normalerweise auch Safttransport statt, jetzt aber nicht mehr.
Im Bereich von 15:00 - 19:00 löst sich die Rinde vom Holz.
Hier sehe ich einen Hinweis auf Pilzbefall.
Es erinnert an den Verticillium-Pilz, aber ich habe noch nicht von Fällen bei der Andentanne gehört, geschweige selbst festgestellt.

Hier enden meine Möglichkeiten der "Fern-Beratung und Diagnosen"

ISCH würde mich mit einer Astscheibe an ein Botanisches Institut wenden und um Hilfe bitten.
 
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Thobi

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Es gab die letzten Jahre keinerlei Veränderungen, außer dem sehr trockenen Sommern seit 2018 fällt mir nichts ein.
Wie kann man bei dem Pilzbefall sicher sein und was kann man ggf. noch dagegen tun?
 

Stachelbär

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Es gab die letzten Jahre keinerlei Veränderungen, außer dem sehr trockenen Sommern seit 2018 fällt mir nichts ein.
Wie kann man bei dem Pilzbefall sicher sein und was kann man ggf. noch dagegen tun?
Das müsste in einem Labor überprüft werden, oder dass ein Mitarbeiter eines Botanisches Instituts dies bestätigt - Aber falls es sich bestätigt, kannst Du leider nichts weiter unternehmen.
 

Thobi

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Kennst du vielleicht ein Labor oder ein solches Institut, an das man sich wenden kann?
 

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In Rheinland-Pfalz, Nähe Mainz.

Ich versuche nächste Woche ein Labor / Institut in der Umgebung ausfindig zu machen. Eine frisch geschnittene Probe habe ich ja. :-( Ich halte dich auf dem Laufenden, sobald ich ein Untersuchungsergebnis habe.

Am Ende des Tages bleibt mit festzustellen, dass sich bisher keiner der zu Rate gezogenen 'Experten' so detailliert mit dem Fall beschäftigt, wie du das getan hast. Vielen, vielen Dank für deine Analyse und die Mühe, die du dir gemacht hast. Das ist sicherlich nicht selbstverständlich.

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
 
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Stachelbär

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Thobi, vielen Dank für die freundlichen Worte :22x22-emoji-u1f600:

Mehr als 35 Jahre Erfahrung, davon viele Jahre als Gutachter prägen.
Meine pedantische Analytik ging aber auch schon manchem auf den Wecker ;)
Ausserdem gilt es Dein berechtigtes Interesse, zu wissen, welche Relevanz Fragen und deren Antworten haben, zu befriedigen.
Ich finde es wichtig, den Kunden/Ratsuchenden in die eigenen Überlegungen einzubinden, diese transparent zu machen.
Du hast Glück - mit Deinem Wohnort - Der Botanischen Garten in Mainz ist mir bekannt und hatte ich hatte dort schon mit hilfsbereiten recht kompetenten Mitarbeitern zu tun.
Am besten hinfahren und durchfragen…

Auch Dir einen schönen Sonntag
 

Thobi

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Wenn das Rätsel gelöst ist, trifft man sich vielleicht ja mal auf ein Tässchen Eppelwoi oder in der Mainzer Altstadt :22x22-emoji-u1f332:
 
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