Zitrusdünger – Ein kleiner Kaufratgeber

Zitronen- oder Orangenbäumchen stammen ursprünglich aus den warmen, südlichen Ländern, werden jedoch auch gern bei uns in Kübeln auf dem Balkon oder der Terrasse kultiviert. Bei richtiger Pflege kann man sogar eigene Früchte ernten. Dazu gehört jedoch die optimale Versorgung der Zitrusbäume mit Nährstoffen, wobei ein spezieller Zitrusdünger helfen kann. Worauf Sie beim Kauf eines solchen achten müssen und welche Marken empfehlenswert sind, lesen Sie in unserem Ratgeber.

zitrusduenger
Nur wenn die Zitrusbäumchen die notwendigen Nährstoffe erhalten, besteht Chance auf ein paar Früchte

Unsere Empfehlungen

Menge / Abpackung 500 Milliliter
Düngerart organisch-mineralisch
Düngerform Flüssigdünger
NPK-Zusammensetzung 3,5 + 0,5 + 6
Inhaltsstoffe 41 Prozent organische Stoffe
Langzeitwirkung keine

Der Zitruspflanzendünger von Compo Bio ist speziell für Erdkulturen konzipiert und enthält alles, was Zitruspflanzen und andere mediterrane Gewächse (z. B. Feigen- und Olivenbäume) brauchen. Der einfach anzuwendende Flüssigdünger besteht zu 41 Prozent aus organischen Stoffen aus der Lebens-, Futter- und Genussmittelindustrie sowohl tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs. Die Nährstoffe stehen den Pflanzen sofort zur Verfügung, allerdings besitzt der Dünger keine Langzeitwirkung und muss daher wöchentlich verabreicht werden. Da es sich um ein Düngemittel in Bio-Qualität handelt, sind die Früchte selbstverständlich essbar. 500 Milliliter sind bei der empfohlenen Dosierung von sieben Millilitern pro Liter Wasser für ein kleines bis mittelgroßes Zitrusbäumchen etwa ein Jahr lang ausreichend.

Menge / Abpackung 1,5 Kilogramm
Düngerart organisch
Düngerform fest, Granulat
NPK-Zusammensetzung 6 + 4 + 7
Inhaltsstoffe pflanzliche und tierische Stoffe
Langzeitwirkung ja, 8 Wochen

Auch der Zitruspflanzen-Dünger von Dehner punktet mit rein organischer Bio-Qualität. Hierfür verwendet der Hersteller vollständig pflanzliche und tierische Stoffe aus der Lebens-, Futter- und Genussmittelindustrie, darunter auch Knochen- und Federmehl. Diese sind reich an wichtigen Mineralien und Spurenelementen. Auch die enthaltenen Malzkeime sorgen für eine ausgewogene Ernährung der Zitruspflanzen mit wichtigen Spurenelementen. Des Weiteren ist dem Dehner Zitrusdünger natürlicher Regenwurm-Humus zugegeben, der die Wasserspeicherfähigkeit des Substrats verbessern soll. Dank der Langzeitwirkung müssen Sie Ihre Zitrusbäumchen nur alle acht Wochen düngen.

Menge / Abpackung 1 Kilogramm
Düngerart mineralisch
Düngerform fest, Granulat
NPK-Zusammensetzung 20 + 5 + 15 (+ 2 % Magnesium)
Inhaltsstoffe rein mineralische Nährsalze
Langzeitwirkung nein

Der Profi-Zitrusdünger der Citrus-Experten von „Meine Orangerie“ punktet durch einen hohen Anteil an Stickstoff und Kalium, zudem sind höhere Mengen an Magnesium, Eisen und anderen Mineralstoffen und Spurenelementen zugefügt. Wie in Kundenrezensionen berichtet wurde, eignet sich das Düngegranulat vor allem zur Verwendung mit mittelhartem bis hartem (d. h. calciumreichem) Wasser. Für Regenwasser oder weiches Wasser hingegen sollten Sie zusätzlich Ferty Basis und Ferty Cal desselben Herstellers verabreichen, um einen Calciummangel zu vermeiden. Das Konzentrat ist sehr ergiebig – auf zehn Liter Gießwasser genügen zehn Gramm (das ist ein halber Messlöffel) Düngergranulat. Der Hersteller empfiehlt, zwischen April und Oktober ein bis zwei Mal wöchentlich zu düngen.

Kaufkriterien

Düngerform

Flüssigdünger: Flüssige Zitrusdünger eignen sich für die in unseren Breitengraden zumeist in Kübeln gehaltenen Zitruspflanzen besonders gut, weil sie leicht zu dosieren und zu verabreichen sind. Es handelt sich um Konzentrate, die stets mit dem Gießwasser verdünnt werden müssen und keinesfalls pur auf die Erde oder die Pflanzen gegeben werden dürfen.

Düngergranulat: Auch fester Dünger, ein so genanntes Granulat, eignet sich gut und ist sofort gebrauchsfertig. Sie müssen das Pulver lediglich mit dem meist beigelegten Messbecher nach Herstelleranweisung dosieren und leicht in die Substratoberfläche einarbeiten. Anschließend das Zitrusbäumchen kräftig wässern – fertig. Manche Düngegranulate lassen sich auch direkt im Gießwasser auflösen und zusammen mit diesem verabreichen.

Düngerstäbchen: Besonders praktisch für die Düngung von Kübelpflanzen sind Düngestäbchen,(9,88€ bei Amazon*) die es natürlich auch speziell für Zitruspflanzen gibt. Diese Stäbchen stecken Sie einfach in das Substrat hinein, gießen anschließend und haben anschließend mehrere Monate Ruhe an der Düngefront – Düngestäbchen enthalten in der Regel einen Langzeitdünger, der nach und nach abgegeben wird und die Pflanzen mehrere Monate lang versorgt.

Düngerart

Mineralischer Dünger: Mineralische Dünger haben den Vorteil, dass die darin enthaltenen Nährstoffe sofort für die Pflanzen verfügbar sind. Allerdings besitzen diese Dünger keine Langzeitwirkung, weshalb Sie die Pflanzen ein bis zwei Mal wöchentlich versorgen müssen.

Organischer Dünger: Organische Dünger wiederum beinhalten eine natürliche Langzeitwirkung, müssen also nicht so oft verabreicht werden, da sie ihre Nährstoffe erst durch die allmähliche Zersetzung des Materials abgeben. Der Nachteil besteht hier darin, dass es keine sofort verfügbaren Nährstoffe gibt – was problematisch sein kann, wenn die Blätter etwa schon gelbliche Verfärbungen zeigen.

Organisch-mineralischer Dünger: Ein organisch-mineralischer Dünger ist in diesem Fall wahrscheinlich die beste Wahl, da er die Vorteile von mineralischen und organischen Düngern miteinander verbindet und dafür deren Nachteile reduziert. Düngemittel mit sowohl mineralischen als auch organischen Inhaltsstoffen stellen sowohl sofort als auch langsam wirksame Nährstoffe für die Pflanzen bereit.

Nährstoffzusammensetzung

Da Zitruspflanzen auf einen Nährstoffmangel bzw. auf eine falsche Nährstoffzusammensetzung recht empfindlich reagieren, ist genau auf den NPK-Gehalt sowie die sonstigen Mineralstoffe und Spurenelemente im Dünger zu achten. Stickstoff und Kalium sollten dabei etwa zu gleichen Teilen enthalten sein, wohingegen der Phosphatanteil etwas geringer ausfallen kann. Wichtig ist zudem ein recht hoher Anteil an Magnesium (ca. zwei Prozent) sowie Eisen, Bor, Kupfer, Zink, Mangan und Molybdän.

Langzeitwirkung

Zitruspflanzen müssen während der Hauptvegetationsphase zwischen April und Oktober mindestens einmal wöchentlich mit Dünger versorgt werden. Ein Langzeitdünger schafft hier Abhilfe, denn bei der Verwendung eines solchen müssen Sie nur noch alle acht bis 12 Wochen düngen. Beachten Sie, dass Zitruspflanzen auch während der Überwinterung einmal im Monat gedüngt werden müssen, wofür sich jedoch ein Langzeitdünger nicht eignet – der ist für die Winterpause schlicht zu hoch dosiert. Daher empfiehlt sich eine Kombination aus beiden Düngerarten im halbjährlichen Wechsel.

Inhaltsstoffe

Wer Wert auf tierfreie Inhaltsstoffe legt, sollte bei organischen bzw. organisch-mineralischen Zitrusdüngern genau aufs Etikett schauen. Diese bestehen oft zu einem großen Anteil aus tierischen Abfallstoffen aus der Lebens-, Genuss- und Futtermittelindustrie. Deshalb wird für diese Dünger Knochen-, Haar- und Federmehl verwendet. Grundsätzlich ist das jedoch nicht problematisch, da diese Stoffe einen hohen Anteil an Mineralstoffen und Spurenelementen besitzen.

Youtube

Häufig gestellte Fragen

Welche Pflanzen gehören zu den Zitruspflanzen?

Zitruspflanzen (lateinisch Citrus) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Rautengewächse (Rutaceae) und stammen ursprünglich wahrscheinlich aus China. Neben Zitronen und Orangen gehören auch Mandarinen, Grapefruits, Pampelmusen, Kumquats, Kaffirlimetten, Pomelo, Clementinen, Limetten und Satsumas in diese Gruppe. Bei vielen dieser Arten handelt es sich um familieninterne Kreuzungen – so ist die Pomelo etwa eine Kreuzung aus Pampelmuse und Grapefruit.

Für welche Gewächse eignet sich Zitrusdünger noch?

Mit Zitrusdünger können Sie nicht nur Zitruspflanzen versorgen, sondern auch andere Pflanzen mit ähnlichen Nährstoffbedürfnissen. Hierzu zählen viele mediterrane Gewächse wie etwa Feigen- und Olivenbäume oder Kräuter wie Lavendel, Rosmarin und Thymian. Auch für Kiwi- und Maracujapflanzen (die man sehr gut selbst aus Samen ziehen kann) sind diese Dünger gut geeignet.

Kann ich auch meine Bananenpflanze mit Zitrusdünger düngen?

Seit einiger Zeit werden Bananenpflanzen, von denen es sogar bedingt winterharte Sorten für den Garten gibt, gerne als Kübel- oder Gartenpflanzen kultiviert. Allerdings sind Bananen ausgesprochene Starkzehrer, weshalb die eher niedrig dosierten Zitrusdünger für diese Exoten nicht geeignet sind. Dasselbe gilt übrigens auch für Tomaten, Gurken und andere häufig auf dem Balkon kultivierte Gewächse, z. B. Geranien.

Wann und wie oft sollte man Zitruspflanzen düngen?

Sofern Sie keinen Langzeitdünger verwenden, müssen Zitruspflanzen zwischen April und August mindestens ein Mal wöchentlich, im September und Oktober dann alle zwei Wochen gedüngt werden. Auch bei einer hellen Überwinterung bei mehr als 12 Grad Celsius ist eine monatliche, schwach dosierte Düngergabe notwendig. Ansonsten sollten die Bäumchen etwa alle zwei bis drei Jahre in frisches Substrat umgesetzt werden.

Welche Hersteller bieten hochwertige Zitruspflanzendünger an?

Spezielle Zitrusdünger gibt es von allen bekannten Markenherstellern wie Compo, Substral, Dehner, Plantura oder Neudorff. Hochwertig sind auch die Produkte der bekannten Marken von „Meine Orangerie“ und Green24, wobei es sich bei diesen leider nur um mineralische Düngemittel ohne Langzeitwirkung handelt. Trotzdem zeigen sich die Anwender sehr zufrieden.

Zubehör

Zitruserde

Neben einem speziell abgestimmten Dünger profitieren empfindliche Zitrusgewächse auch von Zitruspflanzenerde. Die Spezialerde von Compo Sana bietet optimale Wachstumsvoraussetzungen für kräftige und gesunde Pflanzen. Das Produkt enthält eine Start-Düngung , die die Pflanzen bis zu 12 Wochen mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Die Nährstoffe werden langsam und pflanzenschonend freigesetzt, damit die Wurzeln keinen Schaden leiden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: AUKARAWATCYBER/Shutterstock

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.