Nach dem Fällen – Wurzelreste entfernen

Wenn Bäume aufgrund von Pilzbefall, Sturmschäden oder wegen einer Neugestaltung des Gartens gefällt werden müssen, bleibt der Wurzelstock im Boden zurück. Es gibt verschiedene Methoden, mit denen sich die Reste aus dem Erdreich entfernen lassen.

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Das Ausgraben von Wurzelresten erfordert Kraft und Ausdauer

So lassen sich Wurzelreste entfernen:

  • **Spaten und Seil*: für Stämme mit einem Maximaldurchmesser von 30 Zentimeter
  • Wurzelratte: bei größeren Baumstümpfen
  • Wurzelfräse: für Stubben, die nicht mit dem Bagger erreichbar sind
  • Kompostierung: wenn der Wurzelstock auf natürliche Weise verschwinden soll

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Spaten und Seil

Flach wurzelnde Gehölze lassen sich händisch mit Muskelkraft und Spaten beseitigen. Stechen Sie das scharfe Arbeitsgerät rund um die Stammbasis in die Erde und legen Sie den Wurzelballen frei. Durchtrennen Sie das Wurzelgeflecht, damit es sich aus dem Loch heben lässt. Befestigen Sie ein Seil um den Stumpf und hebeln Sie diesen durch stetige Bewegungen heraus.

Wurzelratte

Es gibt spezielle Wurzelhacken, die sich an kleine Bagger installieren lassen. Das Anbaugerät schabt das Holz ab, ohne sich zu verkeilen. Mit dieser Methode lassen sich Reste schnell und effizient selbst in kleinen Gärten entfernen. Voraussetzung ist, dass der Baumstumpf mit dem Bagger erreichbar ist. Eichenstämme mit einem Durchmesser von 90 Zentimeter sind kein Problem für das Gerät, welches Sie an vielen Mietstationen für etwa 20 Euro pro Stunde ausleihen können.

Wurzelfräse

Mit einer Baumstumpffräse, die Sie sich im Baumarkt für etwa 80 Euro mieten können, lassen sich Stubben schnell entfernen. Kürzen Sie den Baum bodennah und platzieren Sie das Gerät direkt über dem Stumpf, sodass die senkrecht aufgestellten Messer beim Absenken in das Holz eindringen können. Durch rotierende Bewegungen wird die Wurzel langsam zerkleinert. Da Sie die Frästiefe selbst einstellen, können Sie entweder die gesamten Wurzelreste oder nur einen Teil davon entfernen.

Kompostierung

Eine schonende Variante für naturnahe Gärten ist der natürliche Verrottungsprozess, den Sie mit den richtigen Maßnahmen beschleunigen. Sägen Sie kreuzweise Rillen in den Baumstumpf und befüllen Sie diese mit halb ausgereiftem Kompost. Ein Kompostbeschleuniger animiert die Aktivität der Mikroorganismen. Bis sich das Holz zersetzt hat und neuen Lebewesen eine Wachstumsgrundlage bietet, können Sie den Stumpf mit Blumenschalen dekorieren.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Axente Vlad/Shutterstock
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