Wurmfarm – Ein kleiner Kaufratgeber

Es gibt rund 150 verschiedene Arten von Wurmfarn (Dryopteris), von denen sich manche sehr gut für halbschattige bis schattige Gartenbereiche eignen. Die schönen Blattschmuckpflanzen eignen sich perfekt zum Unterpflanzen von Gehölzen oder zum Begrünen von Teichrändern. Worauf sollte man beim Kauf eines Wurmfarns achten? Und was ist bei der Pflanzung und Pflege wichtig? Diese und weitere Fragen beantworten wir in diesem Ratgeber.

wurmfarm
Wurmfarn ist eine schöne Gartenpflanzen

Unsere Empfehlungen

Art Echter Wurmfarn ‚Mexica‘
Lateinischer Name Dryopteris filix-mas
Größe 60 Zentimeter hoch
Winterhärte ja

Der Echte Wurmfarn ist eine heimische Farnart und in Mitteleuropa weit verbreitet. Tatsächlich handelt es sich sogar um die häufigste heimische Wurmfarnart. Dryopteris filix-mas ist in der Natur vor allem in Kiefern- und Buchenwäldern anzutreffen, wächst aber auch auf Schutthalten und im Gebirge auf bis zu 2000 Metern Höhe. Der Wurmfarn ist recht anpassungsfähig und daher gut für eine Gartenpflanzung geeignet. Seine sommergrünen Wedel werden bis zu 120 Meter hoch, färben sich im Winter braun und treiben im Frühjahr immer wieder aus. Die Art wächst als trichterförmige Rosette und weist zweifach gefiederte Blätter auf.

Art Rotschleierfarn
Lateinischer Name Dryopteris erythrosora
Größe 50 bis 80 Zentimeter
Winterhärte ja

Der aus Ostasien stammende Rotschleierfarn trägt seinen Namen aufgrund der schönen kupferroten Färbung junger Austriebe, später färben sich die Wedel dann kräftig dunkelgrün. Da es pro Jahr häufig mehrere Blattaustriebe gibt, bietet die Art ein schönes Farbschauspiel in schattigen Gartenbereichen und eignet sich etwa sehr gut als Begleiter zu Clematis oder verschiedenen Frühjahrsblühern. Auch zur Unterpflanzung von Bäumen und anderen Gehölzen eignet sich die robuste und pflegeleichte Art sehr gut. Der schattentolerante und winterfeste Rotschleierfarn wächst als trichterförmige Rosette mit bis zu 60 Zentimeter hohen, wintergrünen Wedeln. Die feinen Blätter sind doppelt gefiedert und auf der Unterseite mit rötlichen Sporenansammlungen versehen.

Art Krauser Goldschuppenfarn
Lateinischer Name Dryopteris affinis ‚Crispa Congesta‘
Größe ca. 20 Zentimeter
Winterhärte ja

Auch beim Goldschuppenfarn handelt es sich um eine heimische Art, die sich daher problemlos an einen passenden Standort im Garten kultivieren lässt. Charakteristisch sind die dicht befiederten und sehr aufrecht wachsenden Wedel, die bis zu 100 Zentimeter hoch werden können. Sie behalten im Winter lange ihre schöne dunkelgrüne Farbe, beim Neuaustrieb im Frühjahr sind die Stiele mit goldbraunen Spreuschuppen besetzt. Diese haben dem Goldschuppenfarn seinen Namen verliehen. Bei diesem Angebot handelt es sich nicht um die Wildform, sondern um die Züchtung ‚Crispa Congesta‘. Kennzeichen sind die stark gewellten Wedel. Pflanzen Sie die Sorte am besten in kleinen Gruppen an einen halbschattigen bis schattigen Platz in humusreichen Boden.

Kaufkriterien

Verwendungszweck

Viele Wurmfarne, vor allem die heimischen Arten, sind perfekt für die Bepflanzung schattiger Gartenbereiche mit frischen bis feuchten, optimalerweise neutralen bis sauren Böden. Deshalb lassen sich Wurmfarne sehr gut zur Unterpflanzung von Bäumen und anderen Gehölzen, zur Gehölzrand- oder Teichrandbepflanzung verwenden. Auch in schattigen Staudenbeeten oder von Mauern oder Hauswänden beschatteten Bereichen gedeihen die Pflanzen gut. Je nach Art lassen sich mit den Pflanzen auch Steingärten oder Baumscheiben begrünen. Lediglich einen sonnigen Standort vertragen die Gewächse nicht.

Pflanzenart und Aussehen

Es gibt rund 150 verschiedene Arten von Wurmfarn, die sich in Größe, Aussehen und Verwendung unterscheiden. Typisch ist der trichterförmige Rosettenwuchs und die bis zu 100 Zentimeter lang werdenden, doppelt bis vierfach gefiederten Wedel. Diese unterscheiden sich je nach Art und Sorte in Länge, Breite und Färbung. Manche Wurmfarme entwickeln eine farbenprächtige Färbung wie etwa der Rotschleierfarn, andere bleiben hingegen grün. Allerdings handelt es sich bei allen Arten um reine Blattschmuckpflanzen, da Farne weder Blüten noch Früchte entwickeln – sie vermehren sich über Sporen und Rhizome.

Frosthärte

Wenn Sie den Wurmfarn in den Garten pflanzen wollen, sollte er unbedingt winterhart sein. Auf die weitaus meisten Arten trifft dies zu, insbesondere auf die heimischen Arten bzw. die Wurmfarne, die in den Gebirgsregionen der Nordhalbkugel zu Hause sind. Deshalb ist ein Winterschutz in der Regel auch nicht notwendig, auch nicht bei jungen Exemplaren. Viel wichtiger als die Winterhärte ist jedoch, dass diese Farne nicht austrocknen dürfen – sie brauchen einen konstant frischen bis feuchten Boden.

Laub

Die meisten Wurmfarne sind sommergrün, d. h. ihre Wedel färben sich im Herbst bzw. zu Beginn des Winters braun. Erst im Frühjahr erfolgt der frische grüne Neuaustrieb. Manche Arten gelten als halb wintergrün bzw. wintergrün, sie behalten ihre grüne Laubfärbung also etwas länger. Aber auch diese Wedel färben sich irgendwann im Laufe des Winters braun, sodass im Frühjahr der grüne Neuaustrieb aus den Rhizomen erfolgen kann. Für den Garten geeignete immergrüne Wurmfarn-Arten gibt es hingegen nicht.

Größe der Pflanze

Achten Sie beim Kauf auch darauf, ob Sie tatsächlich Pflanzen oder lediglich Samen erhalten. Manchmal werden für den Preis eines großen Wurmfarns lediglich ein paar Samen angeboten, aus denen Sie die gewünschten Pflanzen erst einmal selbst ziehen müssen. In der Regel ist das wenig sinnvoll, da Sie mit fertigen Farnen weniger Mühe haben und es keine Garantie gibt, dass die Samen tatsächlich keimen. Kaufen Sie stattdessen lieber wenige größere Farne und pflanzen sie im Garten ein: Sie vermehren sich im Handumdrehen ganz von allein.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Standort ist für Wurmfarn ideal?

Wurmfarne sind ausgesprochene Waldpflanzen, die oft in Mischwäldern mit Buchen und Kiefern zu finden sind. Im Garten sollten Sie ähnliche Standortbedingungen anbieten, weshalb die Pflanzen möglichst absonnig oder schattig unter Gehölzen stehen sollten. Der Boden ist optimalerweise frisch bis feucht, kalkarm, humusreich und neutral bis sauer. Wurmfarn verträgt, wie die meisten Farne, weder Sonne noch Trockenheit.

Kann ich Wurmfarn auch als Zimmerpflanze halten?

Grundsätzlich können Sie Wurmfarn auch in Töpfen oder Trögen halten, etwa auf dem Balkon oder der Terrasse, sofern die Standortbedingungen stimmen. Als reine Zimmerfarne eignen sich allerdings andere Arten wesentlich besser, beispielsweise Schwert-, Geweih- oder auch Streifenfarne. Diese gibt es in einer großen Arten- und Sortenvielfalt.

Ist Wurmfarn giftig?

Früher wurden die Wurzeln des Wurmfarns gegen Wurmbefall angewendet, weshalb die Art auch diesen Namen trägt. Allerdings sollten Sie dies heutzutage nicht mehr versuchen, weder bei sich noch bei Ihren Haustieren, da die Pflanze in allen Teilen giftig ist. Verwenden Sie den Wurmfarn als reine Zierpflanze, mittlerweile gibt es sichere Medikamente.

Wann ist die beste Pflanzzeit für Wurmfarn?

Die beste Zeit zum Pflanzen des Wurmfarns ist das Frühjahr, aber auch im Herbst können Sie die Pflanzen noch in die Erde setzen. Fügen Sie bei der Pflanzung dem Boden etwas Kompost als Startdüngung hinzu und bedecken Sie die Rhizome nicht gänzlich mit Erde. Sie sollten etwa zur Hälfte herausschauen. Da die meisten Wurmfarne zudem recht breit werden können, sollte ein Pflanzabstand von etwa 70 Zentimetern eingehalten werden.

Wie pflege ich den Wurmfarn richtig?

Einmal gepflanzt, ist der Wurmfarn sehr pflegeleicht. Achten Sie im Sommer sowie in trockenen Perioden darauf, dass der Boden nicht austrocknet. Zudem sollten Sie im Frühjahr etwas Kompost zur Startdüngung in den Boden einarbeiten und die braunen Wedel ausputzen. Ist die Pflanze zu groß, können Sie sie ebenfalls im Frühjahr teilen. Unbedingt nötig ist dies jedoch nicht.

Zubehör

Erde für Zimmerfarn

Werden Farne als Zimmerpflanzen kultiviert, brauchen sie eine lockere und nährstoffreiche Erde. Diese muss Wasser gut speichern können, darf aber Staunässe nicht befördern. Für Zimmerfarne ist eine hochwertige Grünpflanzen- und Palmenerde ideal, die Sie zwecks Drainage mit Blähton (19,77€ bei Amazon*) mischen können. Junge Zimmerfarne sollten Sie etwa alle ein bis zwei Jahre in frisches Substrat umtopfen.

Dünger für Zimmerfarn

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Damit der Zimmerfarn gesund wächst, braucht er den richtigen Nährstoffmix. Seien Sie jedoch beim Düngen sparsam: Es genügt, den Farn zwischen April und Oktober einmal im Monat mit einem Grünpflanzen- und Palmendünger zu versorgen. Sie können statt eines Flüssigdüngers auch Düngestäbchen (6,70€ bei Amazon*) mit Langzeitwirkung verwenden. Gartenfarne werden nicht gedüngt, sie erhalten lediglich bei der Pflanzung etwas Kompost.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Evelyn Apinis/Shutterstock

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