Ausflugstipp August: Gartenreich Wörlitz-Dessau

Der Wörlitzer Park ist der bekannteste Teil des Gartenreichs, das Leopold III. Friedrich Franz Herzog von Anhalt-Dessau schuf. Die weitläufigen Anlagen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen, können Sie zu Fuß oder mit der Gondel erkunden und dabei die botanische Vielfalt dieser sehr natürlich wirkenden Parklandschaft entdecken.

Englischer Garten Wörlitz
Der Wörlitzer Park ist Teil des UNESCO-Welterbestätte Dessau-Wörlitzer Gartenreichs

Die Lage

Der Park schließt sich direkt an die Stadt Oranienbaum-Wörlitz an. Diese liegt im Zentrum von Sachsen-Anhalt im Landkreis Wittenberg.

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Besucherinformationen

Der Park ist frei zugänglich und ganzjährig geöffnet.

Für Parkführungen, Ausstellungen und Besichtigung der historischen Gebäude fallen Gebühren in unterschiedlicher Höhe an.

Geschichte:

Der Wörlitzer Park ist ein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes “Dessau-Wörlitzer-Gartenreich. Die Parkanlage wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter der Regentschaft von Fürst Leopold III. Friedrich Franz Herzog von Anhalt Dessau angelegt. Die 112,5 Hektar große Gartenanlage gilt als einer der ersten und größten Landschaftsparks im englischen Stil. Gleichzeitig verfolgte die Anlage einen Bildungsauftrag und sollte über Architektur, Gartenkunst und Ackerbau informieren.

Der weitläufige Park in seinem Gesamtbild ausgesprochen gut erhalten und wurde im Jahr 2000 als Teil des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Beschreibung

Der Wörlitzer Park wird fast ausschließlich von natürlichen Abgrenzungen umgeben. Im Norden trennt ihn ein Hochwasserschutzwall von der an dieser Stelle sehr breiten Elbe. Er dient gleichzeitig als Umfassungsweg, von dem aus Sie viele der klassischen Sichtachsen, beispielsweise zum Schloss, sowie einzigartige Ausblicke über die Anlage genießen können.

Der Park selbst ist in verschiedene Teile untergliedert. Alle aufzuführen würde in diesem Artikel zu weit führen, deswegen möchten wir uns auf die wichtigsten beschränken:

  • Neumarks Garten: Diesen schuf einer der beiden bedeutendsten Gärtner der Anlage, Johann Christian Neumark. Dort befindet sich auch ein Labyrinth, das die Irrwege des Lebens symbolisieren soll.
  • Schochs Garten: Dies ist jener Teil, den der zweite bedeutsame Gärtner der Parkanlage geschaffen hat: Johann Leopold Ludwig Schoch d.Ä. In ihm befinden sich unter anderem das Gotische Haus und die Weiße Brücke.
  • Romantische Partie: Diese entstand zwischen 1780 und 1790. Kleine, tunnelartige Gänge führen zu liebevoll gestalteten, abgeschiedenen Szenen wie dem Betplatz des Eremiten oder den Grotten unter dem Venustempel.
  • Luisenklippe: Sie erweckt den Anschein eines jäh aufragenden Felsens, den Sie über in den Stein gehauene Stufen erklimmen können.
  • Neue Anlage: Diese wurden ab 1790 angelegt und erweitert den Englischen Garten entlang des Elbwalls nach Osten. Sie bezieht in größerem Umfang landwirtschaftlich genutzte Flächen ein und wirkt dadurch sehr großzügig.

Tipps

Im Park gibt es insgesamt 17 Brücken, von denen jede in einem anderen Stil erbaut wurde und eine eigene Bedeutung hat. Von ihnen bieten sich ausgesprochen reizvolle Ausblicke.

Text: Michaela Kaiser

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