Wilder Wein – Pflege, Rückschnitt, Überwinterung

Dekorativ und pflegeleicht – der auch als Jungfernrebe bekannte Wilde Wein ist eine hübsche und anspruchslose Kletterpflanze, die sich wunderbar zur Begrünung von Fassaden, Hauswänden, Pergolen etc. eignet. Allerdings will die Pflanze mit Bedacht angepflanzt werden, denn seine starken Triebe können Mauerwerk, Regenrinnen und andere Baubestandteile erheblich schädigen.

Jungfernrebe Pflege
Wilder Wein braucht nur wenig Pflege

Muss man Wilden Wein zusätzlich gießen?

Grundsätzlich benötigt Wilder Wein sehr viel Wasser und sollte daher insbesondere an heißen und trockenen Tagen tatsächlich gegossen werden. Jedoch ist die Pflanze im Hinblick auf Staunässe sehr empfindlich.

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Wann und wie oft sollte man Wilden Wein düngen?

Während der Wachstumsperiode ist eine regelmäßige Düngung sinnvoll, wobei diese jedoch spätestens Mitte August eingestellt werden sollte. Anderenfalls reifen die Triebe nicht richtig aus, so dass die Pflanze den Winter nur schwer übersteht. Außerdem kann bei einer zu starken Düngung die schöne Herbstfärbung ausbleiben.

Lässt sich Wilder Wein auch im Topf kultivieren?

Grundsätzlich ist eine Topfkultur des Wilden Weins möglich, wobei Pflanzgefäße möglichst groß ausgewählt werden sollten. Verwenden Sie zudem Gefäße aus natürlichen Materialien, beispielsweise aus Ton oder Keramik. Ein Umtopfen des Wilden Weins ist erst dann notwendig, wenn das Wurzelwerk den gesamten Topf ausfüllt.

Wann und wie kann man Wilden Wein schneiden?

Wilder Wein wächst bis zu zwei Meter pro Jahr und sollte möglichst regelmäßig zurückgeschnitten werden. Ungehemmt wachsender Wilder Wein breitet sich sehr rasch auch dort aus, wo er eigentlich nichts zu suchen hat und starke Schäden verursachen kann. Der Rückschnitt erfolgt im Sommer.

Wie lässt sich Wilder Wein anders einkürzen?

Sie können den Wilden Wein statt mit der Gartenschere auch mit dem Gasbrenner einkürzen.

Welche Krankheiten und Schädlinge befallen den Wilden Wein häufig?

Zwar gilt Wilder Wein als recht resistent gegenüber verschiedenen Krankheiten, kann aber am falschen Standort bzw. bei falscher Pflege durch die Verticilliumwelke, eine Pilzerkrankung, befallen werden. Gegen diese gibt es kein Gegenmittel, weshalb eine Vorbeugung sinnvoll ist. Aus diesem Grund sollten Sie das Umsetzen ausgepflanzter Exemplare ebenso vermeiden wie zu große Feuchtigkeit oder gar Staunässe.

Der Wilde Wein wächst nicht oder nur wenig, woran liegt das?

Wenn der Wilde Wein nicht richtig wachsen will, so leidet er oft an einem Wassermangel.

Ist Wilder Wein winterhart?

Die meisten Sorten des Wilden Weins sind winterhart, manche jedoch benötigen einen Winterschutz aus Laub und Reisig.

Tipps

Im Gegensatz zu den Früchten der Edlen Weinrebe eignen sich die Beeren des Wilden Weins nicht zum Verzehr.

Text: Ines Jachomowski
Social Media Manager

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