Die artgerechte Pflege einer Wildblumenwiese

Jede Blumenwiese, auch die Wildblumenwiese, ist immer ein von Menschenhand geschaffenes Biotop. Wiesen können nur dann sich entwickeln und Bestand haben, wenn sie regelmäßig gemäht werden. Anderenfalls entwickelt sich aus dieser bunten Grünfläche über die Jahre ein Wald - das ist eine ganz natürliche Entwicklung.

Wildblumenwiese Pflege

Wiese nach etwa 10 Wochen das erste Mal mähen

In jeder neu angelegten Wiese treten zunächst noch Pflanzenarten auf, die eigentlich nicht erwünscht sind. Das gilt vor allem dann, wenn ein Rasen oder ein Blumenbeet in eine Wildblumenwiese umgewandelt wurde. Diese Pflanzen wachsen aus Samen oder Pflanzenteilen, die sich noch vom vorherigen Bewuchs im Boden befinden. Daher sollten Sie die Erde vor der Aussaat nicht nur umgraben, sondern die oberste Erdschicht gänzlich entfernen. Außerdem ist die erste Mahd bereits nach etwa acht bis zehn Wochen durchzuführen, so entfernen Sie unliebsamen Bewuchs und fördern den erwünschten.

Wildwiesen maximal zweimal jährlich mähen

Ansonsten wird eine Wildwiese etwa ein bis zwei Mal pro Jahr gemäht. Die Häufigkeit des Mähens ist vor allem davon abhängig, wie schnell und stark die Pflanzen wachsen. Der optimale Zeitpunkt zu Mähen ist dann, wenn der größte Teil der Blumen verblüht ist. Oft ist dies bereits in der zweiten Junihälfte der Fall. Auf Nummer sicher gehen Sie dagegen, wenn die Wiese erst im September gemäht wird.

Für Wiederaussaat der Wiese sorgen

Lassen Sie das Mähgut noch einige Tage liegen, bevor Sie es wegräumen. Auf diese Weise können die reifen Samen von Blumen und Kräutern noch aus den Samenkapseln heraus- und auf die Erde fallen. Wildblumenwiesen können sich selbst vermehren, wobei Sie allerdings vor allem in den ersten Jahren so manches Mal mit frischem Saatgut nachhelfen müssen. Durchschnittlich dauert es etwa drei bis fünf Jahre, bis sich eine Wildblumenwiese stabilisiert hat.

Muss eine Wildblumenwiese gedüngt werden?

Wildblumenwiesen dürfen auf keinen Fall gedüngt werden, wenn es sich nicht gerade um eine Fettwiese handelt. Je nährstoff- und vor allem stickstoffreicher eine Wiese ist, desto weniger Wildblumen und Kräuter gedeihen auf ihr – und desto mehr Gräser verbreiten sich. Sofern Sie jedoch vermehrt auf Zeigerpflanzen wie beispielsweise Ackerspörgel, Sauerklee oder Wiesensauerampfer stoßen, sollte die Wiese zwecks Neutralisation des Bodens gekalkt werden.

Tipps & Tricks

Wiesen sollten am besten nur mit einer Sense bzw. gegebenenfalls mit einem Balkenmäher gemäht werden. Die Sense hat zudem den Vorteil, dass Sie noch nicht verblühte Pflanzen oder Stauden gezielt stehen lassen können.

IJA

Text: Burkhard

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