Geranium pratense Steckbrief
Der Wiesen-Steckbrief ist essbar und hat eine heilsame Wirkung

Wissen aufbessern – Steckbrief zum Wiesen Storchschnabel

Wer zu Kindheitstagen über die Wiese getobt ist, wird sich vielleicht an ihn erinnern können. Der Wiesen-Storchschnabel ist vermehrt auf Wiesen anzutreffen, aber auch anderswo findet er ein Zuhause. Welche Merkmale und Ansprüche hat er?

Alle nennenswerten Fakten in der Übersicht

  • Pflanzenfamilie: Storchschnabelgewächse
  • Botanische Bezeichnung: Geranium pratense
  • Herkunft: Europa, China, Sibirien
  • Vorkommen: Wegränder, Wiesen, Gärten, Flussläufe
  • Wuchs: aufrecht, buschig
  • Blattwerk: stark gelappt, sommergrün, behaart
  • Blütezeit: Juni bis August
  • Blüten: schalenförmig, fünfzählig, hellblauviolett
  • Früchte: Spaltfrüchte
  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Boden: nährstoffreich, feucht
  • Besonderheiten: essbar, heilkräftig

Eine mehrjährige Blume mit Heilpotential

Der Wiesen-Storchschnabel ist dank seines kräftigen Wurzelstocks im Erdreich mehrjährig. Entgegen mancher anderer Storchschnabelgewächse ist er nicht giftig sondern essbar. Essen können Sie beispielsweise seine jungen Blätter, Knospen und Blüten. Er wirkt kühlend, abschwellend und entzündungshemmend und hilft unter anderen bei:

  • Schlaflosigkeit
  • Hitzewallungen
  • Blutungen
  • Warzen
  • Geschwüren

Behaart von unten bis oben

Zwischen 30 und 100 cm ragt er hoch. Sein Wuchs verläuft in aufrechter Form und nimmt ein buschig-krautig wirkendes Erscheinungsbild an. Die schlanken Stiele sind behaart. Ebenso weisen die Blätter viele feine Härchen auf. Zugegeben: Das macht den Verzehr weniger zu einem kulinarischen Highlight.

Die langgestielten Blätter sind 5- bis 7-lappig. Die Lappen sind stark ausgeprägt. Am Ende laufen sie spitz zu, während sie am Rand grob gezähnt sind. Die Farbe beschreibt ein mattes Grün. Im Herbst wird das Blattwerk abgeworfen.

Wunderschöne Blüten und außergewöhnliche Früchte

Ab Juni erscheinen die Blüten. Bis August und in Ausnahmefällen bis September sind sie präsent. Sie treten in der Regel paarweise auf. Dem Wald-Storchschnabel ähneln sie sehr. Doch sind sie bläulicher als die Blüten des Waldbewohners.

Hier weitere Merkmale der Blüten und der nach ihnen folgenden Früchte:

  • 3 bis 4 cm breit
  • 5 Blütenblätter und 5 Kelchblätter
  • hellblau-violette Blütenfarbe
  • dunkle Aderung
  • schalenförmig
  • weit geöffnet
  • bei Regen sich nach unten neigend
  • geschnäbelte Früchte, die ihre Samen herausschleudern ab September

Tipps

Wie wäre es mit einem Ausflug auf die Wiese, dem Sammeln des Wiesen-Storchschnabels und einem anschließenden Wildkräuter-Salat oder einer Suppe mit den Knospen dieser Pflanze?

Text: Anika Gütt

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