Moosvernichter Rasen Test 2021: Die besten Modelle im Vergleich

Ein Moosvernichter dient dazu, den Rasen von Moos zu befreien. Es gibt verschiedene Arten des hilfreichen Mittels. In unserem Ratgeber lernen Sie die Varianten mit ihren Eigenschaften, Vor- und Nachteilen kennen. Zudem beschreiben wir Ihnen, worauf Sie beim Kauf eines Moosvernichters achten sollten. So finden Sie schnell und zuverlässig heraus, welcher Vernichter für Ihren Bedarf (und Rasen) der beste ist.

Arten von Moosvernichtern für den Rasen im Test

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Rasendünger verdrängen oft auch das Moos im Rasen

Der Handel hält zahlreiche Moosvernichter bereit. Je nach Produktart, Konsistenz und Wirkstoff lassen sich folgende Arten unterscheiden:

Nach Produktart:

  • reiner Moosvernichter
  • Kombi-Präparat aus Rasendünger und Moosvernichter

Nach Konsistenz:

  • flüssig
  • trocken (granuliert, pulvrig)

Nach Wirkstoff:

  • Eisensulfat
  • Pelargonsäure
  • Essigsäure
  • Quinoclamin

Konkrete Informationen zu den einzelnen Moosvernichtern für den Rasen liefern die nächsten Abschnitte.

Vergleich #1: Reiner Moosvernichter vs. Kombi-Präparat für den Rasen

Bei einem akuten Moosbefall Ihres Rasens sollten Sie zu einem reinen Moosvernichter greifen. Dieser tötet das Moos auf der Grünfläche ab.

Sehen Sie bislang noch kein oder nur wenig Moos auf Ihrem Rasen, so ist ein qualitativ hochwertiges Kombi-Präparat ideal. Es fungiert hauptsächlich als Dünger und fördert demnach das Rasenwachstum. Gleichzeitig beugt das Mittel noch der unerwünschten Ausbreitung von Moos vor, da es ergänzend einen Moosvernichter-Wirkstoff enthält.

Vergleich #2: Flüssiger vs. trockener Moosvernichter für den Rasen

Flüssiger Moosvernichter kommt normalerweise als Konzentrat daher, das Sie vor der Anwendung mit Wasser verdünnen müssen. Halten Sie sich stets an die Angabe(n) des Herstellers. Sobald das Mittel fertig angerührt ist, bringen Sie es als Gießwasser aus. Nachteilig: Das gleichmäßige Verteilen auf dem Rasen gestaltet sich relativ schwierig.

Trockener Moosvernichter erscheint als anwendungsfertiges Granulat oder Pulver. Sie können ihn klassisch per Hand oder über einen Streuwagen ausbringen. Mit dem Letztgenannten erzielen Sie natürlich präzisere Ergebnisse.

Tipps

Flüssige Moosvernichter sind mit Gebindeeinheiten ab 500 Millilitern erhältlich, trockene Mittel ab zwei Kilogramm. Im praktischen Test zeigt sich, dass es in puncto Reichweite und Kosten so gut wie keine Unterschiede gibt. Wenn Ihnen eine schnelle Wirkung wichtiger ist, sollten Sie einen flüssigen Vernichter wählen. Legen Sie aber größeren Wert auf eine praktische Anwendung, empfiehlt sich Granulat/Pulver.

Vergleich #3: Die vier Moosvernichter-Wirkstoffe im Test

Wir fassen Ihnen an dieser Stelle die Kerneigenschaften, Vor- und Nachteile der vier meistverwendeten Wirkstoffe in Moosvernichtern für den Rasen in Stichpunkten zusammen.

Eisensulfat (Eisen-II-Sulfat)

  • am weitesten verbreiteter Wirkstoff in Moosvernichtern für den Rasen
  • Moosbekämpfer und Dünger in einem (stärkt das Wurzelwerk)
  • Moos verträgt kein Eisen (stirbt bei Eisen-II-Sulfat-Gabe ab)
  • circa sieben Tage nach der Anwendung stirbt das Moos ab (bräunliche Verfärbung)
  • kann Rostflecken an Gegenständen hinterlassen (alte Kleidung/Schuhe tragen!)
  • Eisen-II-Sulfat ist ätzend (Schutzbrille/Gartenhandschuhe tragen!)
  • Mittel setzt mitunter giftige Dämpfe frei (Atemschutzmaske tragen!)
  • zu häufige Anwendung führt zu einer Übersäuerung des Bodens
  • benötigte Einwirkzeit von etwa zehn Tagen (erst dann Rasen wieder betreten!)
  • durchschnittliche Wirkungsdauer von zwei bis drei Monaten
  • meist als Granulat in kleinen Kügelchen angeboten
  • am besten kurz vor einem Regenschauer anwenden

Grundsätzlich bedeutsam: Halten Sie Kinder und Haustiere vom Rasen fern, wenn Sie Moosvernichter mit Eisensulfat einsetzen (beim Ausbringen und auch während der Einwirkzeit).

Tipps

Gelb verfärbte Grashalme deuten darauf hin, dass der Rasen Eisenmangel hat.

Vorteile
  • Einfache Anwendung
  • Dünger und Moosvernichter in einem
Nachteile
  • Hinterlässt Rostflecken auf Gegenständen
  • Wirkt ätzend
  • Kann giftige Dämpfe freisetzen
  • Übersäuerung des Bodens bei zu häufiger Anwendung

Pelargonsäure (Nonansäure)

  • gesättigte Fettsäure (Carbonsäure)
  • natürlich vorkommendes Herbizid
  • biologisch abbaubar
  • für Mensch und Haustier ungefährlich
  • benötigte Einwirkzeit von ein paar Stunden
  • durchschnittliche Wirkungsdauer von ein bis zwei Monaten
  • meist als Flüssigkonzentrat angeboten
  • bei jeder Witterung anwendbar
Vorteile
  • Biologisch abbaubar
  • Ungefährlich für Mensch und Tier
  • Wirkt schnell
Nachteile
  • Kürzere Wirkungsdauer

Essigsäure

  • auch als Geschmacksstoff in Nahrungsmitteln verwendet
  • verätzt das Moos im Rasen
  • für den menschlichen Körper unschädlich
  • für den Rasen auf Dauer ungesund (wie Salz)
  • Wirksamkeit unklar
  • meist als Flüssigkonzentrat angeboten
  • am besten bei trockenem Wetter anwenden
Vorteile
  • Für den Menschen unschädlich
Nachteile
  • Wirksamkeit uneindeutig
  • Kann langfristig den Rasen zerstören

Quinoclamin

  • chemische Verbindung aus der Chinone-Gruppe
  • hemmt Photosynthese des Mooses (Stoffwechsel beeinträchtigt, Moos stirbt ab)
  • circa zehn Tage nach der Anwendung stirbt das Moos ab
  • andere Pflanzen werden in der Regel nicht angegriffen
  • Mittel hat (haut)reizende Wirkung (Schutzbrille/Schutzhandschuhe tragen!)
  • durchschnittliche Wirkungsdauer von bis zu fünf Monaten
  • meist als Flüssigkonzentrat angeboten
  • am besten kurz vor einem Regenschauer anwenden
Vorteile
  • Sehr lange Wirkungsdauer
  • Schont andere Pflanzen
Nachteile
  • Wirkt reizend

Weitere Kaufkriterien

Beim Kauf eines Moosvernichters für den Rasen gilt es mehrere Kriterien zu beachten. Folgende Punkte sind entscheidend:

  • benötigte Einwirkzeit
  • Wirkungsdauer
  • Risiken/Gefahren bei der Anwendung
  • individuelle Voraussetzungen

Benötigte Einwirkzeit

Natürlich ist es vorteilhaft, wenn der Moosvernichter möglichst kurz braucht, um zu wirken. Den ersten Platz belegt der Wirkstoff Pelargonsäure. Er tötet das Moos binnen weniger Stunden ab. Die anderen Mittel haben gemeinhin fünf bis zehn Tage zu tun.

Aber: Was ist Ihnen wichtiger, eine kurze Einwirkzeit oder eine lange Wirkungsdauer? Sollten Sie Letzterer mehr Bedeutung beimessen, benötigen Sie einen anderen Moosvernichter (Pelargonsäure liegt dahingehend nicht vorne).

Wirkungsdauer

Je länger (nachhaltiger) der Moosvernichter wirkt, desto besser ist es für Sie, da Sie seltener aktiv werden müssen.

Platz 1: Quinoclamin-Moosvernichter (Rasen bleibt bis zu fünf Monate moosfrei)
Platz 2: Eisensulfat-Moosvernichter (Rasen bleibt zwei bis drei Monate moosfrei)
Platz 3: Pelargonsäure-Moosvernichter (Rasen bleibt ein bis zwei Monate moosfrei)

Doch auch hier möchten wir noch einmal betonen: Das Gesamtpaket aus Einwirkzeit, Wirkungsdauer und Risiken sollte stimmen und optimal zu Ihren individuellen Voraussetzungen passen.

Risiken/Gefahren bei der Anwendung

Einzig Moosvernichter auf Pelargonsäure-Basis stellen für Mensch, Tier und Umwelt keinerlei Gefahr dar. Während Eisensulfat und Quinoclamin ätzende beziehungsweise reizende Wirkung haben, kann Essigsäure sowohl den Rasen als auch ander Pflanzen zerstören.

Individuelle Voraussetzungen

Wie/mit wem wohnen Sie? Wer mit kleinen Kindern und/oder Haustieren lebt, sollte besser auf Moosvernichter mit Eisensulfat verzichten und stattdessen auf ein Produkt setzen, dessen Hauptwirkstoff Pelargonsäure ist. Überlegen Sie sich überdies, welche Konsistenz Ihnen mehr zusagt, flüssig oder granuliert/pulvrig. Je nachdem, was für Sie konkret wesentlich ist, kommen bestimmte Produkte infrage, andere hingegen nicht.

Welche Marken gibt es?

Viele für solides Gartenzubehör bekannte Marken offerieren auch unterschiedliche Moosvernichter für den Rasen. Zu diesen Herstellern gehören etwa:

  • Bayer
  • Bellandris
  • Compo
  • Cornufera
  • Dehner
  • Dr. Stähler
  • Euflor
  • Gabi
  • Hauert
  • Naturen
  • Neudorff
  • Norax
  • Profigreen
  • Purux
  • Substral
  • WOLF-Garten

Moosvernichter für den Rasen können Sie in allen Garten- und Baufachmärkten sowie online bei Amazon und anderen beliebten Versandhändlern kaufen.

Welches Zubehör ist nötig?

Um den Rasen moosfrei zu halten, sind neben einem überzeugenden Moosvernichter folgende Utensilien erforderlich:

Vertikutierer/Rechen

Der verwendete Moosvernichter tötet das Moos „nur“ ab. Entfernen müssen Sie es anschließend selbst. Dazu brauchen Sie einen Vertikutierer oder einfachen Rechen.

Rasenmäher

Um einem Moosbefall auf dem Rasen vorzubeugen, ist regelmäßiges Rasenmähen (mindestens einmal pro Woche) unverzichtbar. Der Moosvernichter sollte nur im Not- beziehungsweise Akutfall zum Einsatz kommen.

Rasenlüfter

Belüften Sie Ihren Rasen mit einem Rasenlüfter. Das Gerät entfernt Moos und Laub mechanisch von Ihrer Grünfläche. Darüber hinaus trennt der Lüfter die Grashalme voneinander. So können Luft, Licht und Nährstoffe gut eindringen, was wiederum ein gesundes Rasenwachstum fördert.

Häufig gestellte Fragen

Wozu benötige ich einen Moosvernichter für den Rasen?

Wie der Name schon sagt, dient ein Moosvernichter dazu, die Grünfläche von Moos zu befreien. Bei Moosbefall kann der Rasen nicht mehr die Menge an Sauerstoff und Nährstoffen aus dem Erdboden beziehen, die er zum Wachsen und Gedeihen braucht. Folglich wird er bräunlich und kahl. Außerdem hemmt Moos die Entfaltung von Blumen und sonstigen Gartenpflanzen.

Wichtig: Einen Moosvernichter sollten Sie NUR bei einem akuten Moosbefall nutzen!

Wie wende ich den Moosvernichter für den Rasen an?

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Es gibt Hilfsmittel, die das Ausbringen vom Moosvernichter erleichtert

  1. Den Rasen mähen.
  2. Zwei bis drei Tage warten. Währenddessen schließen sich die Schnittwunden an den Grashalmen.
  3. Den Moosvernichter gemäß der Herstellerangaben ausbringen.
  4. Einige Stunden bis mehrere Tage einwirken lassen – so lange, bis das Moos sichtbar abgestorben ist (an brauner Verfärbung zu erkennen).
  5. Das tote Moos mit einem Vertikutierer oder Rechen entfernen.
  6. An den frei gewordenen Stellen bei Bedarf neuen Rasen aussäen.

Wieviel kostet ein Moosvernichter für den Rasen?

Für etwa zehn Euro bekommen Sie bereits gute Moosvernichter, sowohl in flüssiger als auch in granulierter Form.

Kann ich mit einem Moosvernichter auch Terrassen und Dächer behandeln?

Nein. Genau genommen bezeichnet der Begriff Moosvernichter nämlich ausschließlich solche Produkte, die zur Abtötung von Moos auf Grünflächen vorgesehen sind. Jedoch stehen für Terrassen und Dächer sogenannte Moosentferner zur Verfügung. Mit diesen können Sie Moos vom jeweiligen Untergrund leicht beseitigen, ohne es zu töten.

Kaufratgeber Moosvernichter Terrasse

Wie entsteht Moos?

Moos auf dem Rasen kann verschiedene Ursachen haben:

  • falsches Mähen (zu selten oder Halme zu kurz)
  • Nährstoffmangel im Boden (etwa Eisen)
  • Lichtmangel durch Standort oder schlecht positionierte Bäume
  • Boden zu dicht/schwer
  • Boden übersäuert
  • Staunässe durch übermäßiges Gießen
  • minderwertige Rasensaatgutmischung

Wie verhindere ich die Bildung von Moos auf dem Rasen?

Indem Sie den oben erwähnten Ursachen gezielt entgegenwirken, können Sie Moos auf Ihrem Rasen vorbeugen. So geht’s:

  • Rasen mindestens wöchentlich mähen
  • Grashalme nie auf weniger als fünf Zentimeter Höhe kürzen
  • Boden ausreichend düngen (bei Nährstoffmangel reagieren)
  • bei Lichtmangel eventuell alte oder kranke Sträucher entfernen
  • dichten Boden auflockern
  • sehr sauren Boden kalken
  • auf eine angemessene Bewässerung achten (nicht übertrieben gießen)
  • keine Billigsaat für den Rasen verwenden

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