Gartenkralle Test 2021: Die besten Modelle im Vergleich

Gartenkrallen, auch als Erdkrallen oder Grubber bekannt, lockern den Boden auf und machen ihn somit empfänglicher um Dünger und Kompost unterzumischen. Neben der Funktionalität der verschiedenen Produktarten sollten Sie beim kauf auch die Größe sowie weitere Extras beachten, um zum Beispiel ergonomisches Arbeiten zu gewährleisten. In unserem Gartenkrallen Vergleich finden Sie hilfreiche Tipps zur Wahl des geeigneten Gartengerätes.

Produktarten

Gartenkrallen gehören zum Standard Equipment beim Jäten. Damit jeder genau das passende Modell für seine Ansprüche findet, existieren Gartenkrallen, auch Grubber genannt, in vielen verschiedenen Ausführungen.

Gartenkrallen

Diese pulverbeschichtete Grabegabel verfügt über einen Stiel mit einer durchschnittlichen Länge von 100 bis 120 cm. Diese Höhe ermöglicht es Ihnen, bei der Arbeit zu stehen. Die aufrechte Körperhaltung führt zu einer rückenschonenden Vorgehensweise. Am Ende des Stiels befinden sich je nach Modell drei oder vier Zinken, die durch eine leichte Drehbewegung Ihrerseits den Boden umgraben.

Vorteile
  • Rückenschonende Körperhaltung
  • Einfache Anwendung gegen Unkraut
Nachteile
  • Nicht für Rasenflächen geeignet

Handgartenkrallen

Die Handkralle ist die Miniaturausführung des Standard Modells und wird dementsprechend auch als Minikralle bezeichnet. Im Gegensatz zu dem oben beschriebenen Modell ist der Stiel hier nur wenige Zentimeter lang, sodass Sie beim Arbeiten in die Hocke gehen oder sich auf den Boden knien müssen. Einen Unterschied zur Form und Anzahl der Zinken gibt es nicht. Jedoch ermöglicht die Mini Kralle eine sehr viel präzisere Anwendung. Große Bodenareale mit dicken Erdklumpen können Sie damit zwar nicht umpflügen, dafür ist die Handgartenkralle aber das ideale Hilfsmittel für Blumenbeete, Blumenkästen und Hochbeete.

Vorteile
  • Optimal für Pflanzkübel
  • Handlich und platzsparend
Nachteile
  • Nicht für große Flächen geeignet
  • Arbeit nur im Knien oder in gebückter Haltung möglich

Gartenkrallen mit Teleskopstiel

Darüber hinaus existieren auch Modelle mit flexiblem Stiel, den Sie ganz nach Belieben aus- und einfahren können. Vorteilhaft erweist sich dieses Merkmal vor allem, wenn mehrere Familienmitglieder die Erdkralle nutzen. Indem jeder die Länge auf seine individuelle Körpergröße abstimmen kann, steht der ergonomischen Haltung nichts im Wege. Leider müssen Sie für diesen Vorzug in der Regel einen kleinen Aufpreis bezahlen.

Vorteile
  • Für viele Menschen nutzbar
  • Platzsparend
Nachteile
  • Etwas teurer

Weitere Kaufkriterien

Während die Wahl der oben vorgestellten Produktarten ganz von Ihren eigenen Bedürfnissen abhängt, gibt es ein paar grundlegende Kaufkriterien, die Sie bei jeglicher Art einer Bodenkralle beachten sollten.

Höhenverstellbarkeit

Wie so eben angesprochen gibt es Gartenkrallen, die über einen Teleskopstiel verfügen. Um Ihnen die beste Kaufberatung zu liefern, zeigt die folgende Liste, welche Körpergröße welche Länge erfordert.

Körpergröße: 1,45 m bis 1,65 m – Länge der Gartenkralle: 90 cm bis 110 cm
Körpergröße: 1, 65 m bis 1,85 m – Länge der Gartenkralle: 110 cm bis 120 cm
Körpergröße: 1,85 m und größer – Länge der Gartenkralle: 120 cm und mehr

Gewicht

Die Gartenkralle muss von Hand bewegt werden, was bei zunehmendem Eigengewicht deutlich schwerer fällt. Selbstverständlich ist robustes Material immer etwas schwerer, als kurzlebiges Plastik. Trotzdem sollten Sie darauf achten, dass das Gewicht Ihrer Erdkralle 2 kg nicht überschreitet. Auch der Transport gestaltet sich dann viel einfacher.

Form des Griffs / Arbeitskomfort

Wer kennt das nicht: den ganzen Tag hat man im Garten verbracht und am Ende des Tages schmerzen die Arme, an den Händen zeugen Blasen vom langen Umklammern der Stiele und Griffe. Ein ergonomisch geformter Griff kann diese Beschwerden verhindern. Testen Sie noch vor dem Kauf, ob die Gartenkralle gut in der Hand liegt. Optimal ist eine Gummiisolierung oder Schaumgummipolster, um Druckstellen an den Händen sowie ein Abrutschen zu vermeiden. Trotzdem sollten Sie den Grubber gut in der Hand halten können, ohne dass er wegrutscht. Entscheidend für einen hohen Arbeitskomfort mit geringem Kraftaufwand ist darüber hinaus auch die Breite. In verwinkelten Gartenecken sind sperrige Modelle eher ungeeignet.

Zinken

Über die oben angesprochene Breite entscheiden vor allem die Zinken am unteren Ende des Grubbers. Relevant sind folgende Merkmale, die von Gartenkralle zu Gartenkralle variieren:

  • Anzahl
  • Form
  • Länge
  • Anbringungsort

Anzahl

Gartenkrallen weisen in der Regel drei bis vier Zinken aus Stahl auf. Erfahrungsgemäß ist diese Anzahl ausreichend, um den Boden umzugraben. Je mehr Zinken hinzukommen, umso breiter wird das Gerät. Wie bereits erwähnt wirkt sich dies negativ auf den Arbeitskomfort aus. Für kleine Räume nahe eines Zaunes oder erst recht für Hochbeete und Blumenkübel ist das Gerät dann ungeeignet.

Form


Die Zinken einer Gartenkralle sind leicht ineinander gewunden, um eine Hebelwirkung zu erzeugen. Auch hier gilt das goldene Mittelmaß als optimal. Eine zu starke Drehung erschwert das Eindringen in den Boden. Eine zu leichte Drehung ruft dagegen kaum einen Effekt hervor.

Länge

Je länger die Zinken, umso tiefere Erdschichten erreichen Sie mit dem Gerät und belüften somit den Boden zur Verbesserung der Nährstoffaufnahme. Einerseits kann das von Vorteil sein. Wenn Sie zum Beispiel Humus in den Boden einarbeiten möchten, besteht weniger Gefahr, dass die Nährstoffe beim nächsten Regen ausgespült werden, weil sie sich lediglich an der Oberfläche befinden. Andererseits pflügen Sie das Erdreich so um, dass Mikroorganismen an die Erdoberfläche gelangen, wo sie nur schwerlich überleben können. Auf Dauer entziehen Sie Ihrem Gartenboden dadurch die Nährstoffe.

Anbringungsort

Für effizientes Arbeiten sollten die Zinken nicht zu eng beieinander liegen und auch nicht zu weit auseinander stehen. Ersterer Fall führt dazu, dass kaum Blumenerde zwischen die Zinken gerät und die gewünschte Wirkung ausbleibt. Zudem fällt die Reinigung deutlich schwerer. Zu weit auseinander stehende Zinken können die Erde ebenfalls nicht richtig greifen. Auch dann beläuft sich der Effekt gegen Null.

Hersteller Service

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Ein gutes Produkt kommt mit Garantie

Eine gute Gartenkralle ist eine kostspielige Anschaffung. Selbstverständlich erwarten Sie in diesem Fall, dass Ihr Gerät über Jahre einen guten Dienst erweist. Mit einer Garantie des Herstellers müssen Sie keinen Verlust befürchten, da Ihnen die Kosten bei einem materialverschuldeten Verschleiß erstattet werden. Wie lange eine solche Garantie gültig ist, ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. In der Regel gelten zwei Jahre als Standard. Eine solche Hersteller Garantie beweist auch immer, dass die jeweilige Marke überzeugt von der Hochwertigkeit des Materials ist. Beachten Sie bitte, dass eine Kostenerstattung nur dann in Kraft tritt, wenn der Schaden verarbeitungsbedingt ist. Für schlechte Pflege oder Zweckentfremdung muss der Hersteller nicht haften.

Tipps

Merken Sie sich: wer billig kauft, kauft doppelt. Sogleich auf hochwertiges Material zu setzen und dafür etwas tiefer ins Portemonnaie zu greifen, erspart Ihnen viel Aufwand.

Marken/ Bezugsquellen

Apropos Kosten und Aufwand. Wie teuer darf eine gute Gartenkralle sein? Und wo kaufen Sie das Gerät am besten, um so wenig Aufwand wie möglich zu haben?

Kosten

In unserem Test sind wir auf die unterschiedlichsten Preise einer Gartenkralle gestoßen. Zumeist belief sich die Spanne von 20 bis 40 Euro. Entscheidend für den letztendlichen Kostenpunkt waren stets

  • die Marke/ der Hersteller
  • das Material
  • die Produktart
  • die Handhabung (zum Beispiel ein Teleskopgriff)

Wir haben aber auch Gartenkrallen für weniger als 15 Euro gefunden. Jedoch waren die Verarbeitung sowie die Langlebigkeit des Materials hier eher fragwürdig. Für den gelegentlichen Gebrauch machen Sie mit solch billigen Modellen vielleicht ein Schnäppchen. Bei intensiver Benutzung raten wir jedoch zu einem etwas teureren Modell.

Verkaufsstellen

Beim Discounter

Die oben angesprochenen Billigmodelle fanden wir hauptsächlich in der Regalen der Discounter Märkte. Zur Saison werden auch hier Gartengeräte angeboten, die jedoch mit der Qualität aus dem Baumarkt nicht mithalten können. In der Regel handelt es sich um No-name Produkte, die höchstens für eine Saison halten.

Tipps

Trotz unserer Erfahrungen aus dem Test müssen günstige Produkte nicht zwangsweise schlechter sein als das teuerste Modell.

Im Baumarkt

Im Baumarkt finden Sie hingegen Gartenkrallen in nahezu allen Preisklassen. Auch bekannte Marken gehören zum Standardsortiment. Zudem können Sie die Modelle genau in Augenschein nehmen und sich einen Eindruck von der Haptik und der Ergonomie verschaffen. Bei Fragen steht Ihnen das kompetente Personal zur Verfügung. Empfehlenswerte Märkte sind unter anderem:

  • Obi
  • Hagebaumarkt
  • Hornbach
  • Gardena
  • Dehner
  • Toom

Im Internet

Sie wünschen sich die größtmögliche Auswahl, möchten Preise direkt miteinander vergleichen und sich Kosten und Zeit für den Anfahrtsweg sparen? Dann sollten Sie sich auf Amazon nach einer Gartenkralle umsehen. Hier können Sie mithilfe von Suchfiltern vorab Ihre Ansprüche angeben. Zudem geben Kundenrezessionen Auskunft über die Qualität des Modells. Doch seien Sie diesbezüglich auf der Hut. Nicht immer entsprechen alle Bewertungen der Wahrheit. Auch die Bilder können täuschen.

Tipps

Im Internet finden Sie auch Produkte aus zweiter Hand. Allerdings erlischt beim Kauf gebrauchter Modelle die Garantie.

Nennenswerte Marken

  • Stanley
  • Garden Claw
  • Fiskars
  • Dehner

Pflegehinweise

Wie bereits erwähnt hängt die Langlebigkeit Ihrer Gartenkralle auch sehr von der eigenen Pflege ab. Wenn Sie die Erde nicht nach jedem Gebrauch entfernen, droht sich schnell Rost zu bilden. Entweder spülen Sie die Zinken gründlich unter dem Gartenschlauch ab oder benutzen ein nasses Tuch für die manuelle Reinigung. Ansonsten sind Gartenkrallen sehr robust. Diese Eigenschaft bleibt aber nur bei der richtigen Anwendung erhalten.

Tipps zur Anwendung

gartenkralle

Wenn man die Gartenkralle richtig anwendet, ist sie eine große Hilfe bei der Gartenarbeit

Am häufigsten findet die Gartenkralle im Frühjahr Gebrauch. Zu dieser Zeit erwacht die Natur aus dem Winterschlaf und möchte mit Nährstoffen bereichert werden. Neben der Lockerung des Bodens eignet sich ein Grubber optimal, um Dünger in den Boden unterzumischen und die Zufuhr von Wasser zu erleichtern. Anschließend können Sie passend zum Frühjahr neue Pflanzen in die Erde setzen.
Selbstverständlich können Sie Ihre Gartenkralle aber auch im Sommer oder Herbst verwenden. Nur im Winter sollten Sie vom Gebrauch absehen. Harter, gefrorener Boden schadet den Zinken.
Beachten Sie auch, dass der Untergrund auf Rasenflächen zu dicht für eine Gartenkralle ist. In diesem Fall müssen Sie wohl oder übel zum guten alten Spaten greifen. Im Beet ist eine Gartenkralle aufgrund ihrer einfachen Betätigung aber viel nützlicher. Vor allem Lehmböden freuen sich über eine Behandlung mit dem Gerät. Um sich die Arbeit zu erleichtern, empfiehlt es sich, den Boden zuvor gut zu befeuchten.

Tipps

Im Gegensatz zu einem Spaten hat eine Gartenkralle beim Auflockern des Bodens viele Vorteile. Die filigrane Form gräbt nicht den gesamten Boden um, sondern arbeitet nur in der oberen Bodenschicht, ohne die Wurzeln zu verletzen. Nutzen Sie anstelle des Grubbers einen Spaten, riskieren Sie, dass durch das Umgraben Organismen aus den unteren Erdschichten an die Oberfläche gelangen. Weil sie dort nicht überleben können, verliert Ihr Gartenboden an Nährstoffen.

Zubehör

Gartenkrallen sind Gebrauchsgegenstände, bei denen ein leichter Verschleiß trotz hochwertigen Materials nicht ausgeschlossen ist. Nützlich ist es daher, wenn Sie die Zinken des Grubbers austauschen können. Oft befindet sich ein kleines Rädchen am Übergang zwischen Zinken und Griff. Indem Sie daran drehen, löst sich der Aufsatz und lässt sich durch ein kompatibles Stück ersetzen.

Tipps

Sie können auch ein passgenaues anderes Werkzeug auf den Griff der Gartenkralle schrauben.


Die gewundenen Zinken der Gartenkralle ermöglichen es zudem, Unkraut aus dem Boden zu hebeln. Allerdings ist diese Unkrautentfernung bereits mit einer Mini Kralle nicht ganz einfach, geschweige denn mit dem herkömmlichen Grubber. Für solch filigrane Arbeiten empfehlen wir, sich zusätzlich einen Unkrautstecher anzulegen, der explizit für diesen Zweck geformt ist. Seine Zinken stehen noch enger beisammen, sodass er die zarten Triebe problemlos packen kann.

Um Pflanzen zu säen, empfehlen wir hingegen einen Sauzahn. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form der Gartenkralle. Er besitzt nur eine einzige, sichelförmige Zinke und eignet sich bestens, um Beete vorzubereiten und kleine Rillen für das Saatgut zu ziehen.
Wahrscheinlich fragen Sie sich überdies, mit welchem Gerät Sie den Rasenboden lockern sollen, wenn sich doch eine Gartenkralle für diesen Zweck nicht eignet. Zu diesem Gebrauch raten wir Ihnen zu einem elektrischen Vertikutierer, der optisch einem Rasenmäher ähnelt.

Mit diesen Erweiterungen Ihres Garten Equipments steht einem gepflegten Erscheinungsbild nichts mehr im Wege. Selbstverständlich sollten Sie auch bei den ergänzenden Gerätschaften auf hochwertiges, langlebiges Material achten.

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