Beetumrandung aus Holz Test 2019: Die besten Modelle im Vergleich

Holz eignet sich als natürliches Element ideal für eine Beetumrandung. Unterschiedliche Farben und Verarbeitungsformen trotzen der Eintönigkeit im Garten. Was Sie beim Kauf beachten sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Produktarten

Holz als Beetumrandung sieht nicht nur sehr natürlich aus, sondern besitzt auch viele Vorteile. Das Material bietet nicht nur hinsichtlich der verschiedenen Holzarten kreativen Spielraum, sondern begeistert zudem mit den unterschiedlichen Gestaltungsformen.

Holzarten

Allein durch die Wahl unterschiedlicher Holzarten lassen sich diverse Optiken erzeugen. Die Mannigfaltigkeit ist grenzenlos. Im Folgenden lernen Sie die Vor- und Nachteile drei beliebter Klassiker kennen:

  • Weide
  • Bambus
  • Obstholz

Weide

Weideruten erhalten Sie im Fachhandel bereits zum Schnäppchenpreis. Noch günstiger ist es allerdings, die Zweige selbst zu schneiden. Weiden wachsen in Parkanlagen, an Viehkoppeln oder Flussläufen. Womöglich besitzen Sie auch einen eigenen Baum in Garten. Wählen Sie am besten junge, noch grüne Äste. Diese weisen eine gute Elastizität auf, was die spätere Verarbeitung erleichtert. Alternativ weichen Sie alte Zweige für ein paar Tage im Wasserbad.

  • Klopfen Sie stabile Holzpfähle in einigem Abstand entlang des Beetrands in die Erde.
  • Flechten Sie nun die Weideruten abwechselnd um die Pfähle.
  • Ändern Sie nach ein paar Schichten die Flechtrichtung.
  • Ziehen Sie die Ruten am Ende fest.
  • Kappen Sie die überstehenden Enden.
Vorteile
  • Einfach selbst zu bauen
  • Kostengünstig
  • Optisch ansprechend
  • Höhe individuell wählbar
Nachteile
  • Witterungsanfällig
  • Arbeitsaufwand beim Eigenbau

Bambus


Es klingt ja paradox. Obwohl sich Bambus selbst sehr stark ausbreitet, soll er ausgerechnet Ihre Pflanzen darin hindern, über die Beetkante hinaus zu wachsen. Als Palisade funktioniert das ausgesprochen gut. Fertige Exemplare erhalten Sie in allen erdenklichen Höhen im Fachhandel. Noch dazu bringen Bambusrohre einen Hauch fernöstliches Flair in Ihren Garten.

Tipps

Kombinieren Sie die Palisaden Beetumrandung mit einem Bambus Sichtschutz auf Ihrer Terrasse. Das einheitliche Material sorgt für eine stimmige Gesamterscheinung Ihres Gartens.

Vorteile
  • Fertig im Handel erhältlich
  • Bietet Insekten Schutz
  • Höhe individuell wählbar
Nachteile
  • Passt optisch nicht in jeden Garten
  • Teils scharfkantige Enden

Obstholz


Wohin nur mit dem ganzen Schnittholz nach dem alljährlichen Rückschnitt der Obstbäume? Nutzen Sie stabile Äste, um preiswert und elegant Ihr Beet zu umranden. Sie besitzen keine Obstgewächse im eigenen Garten? Kein Problem, Obstholz ist in jedem Baumarkt erhältlich- meistens sogar schon zu Kantholz geschnitten. Einheimisches Holz bietet Ihnen die Möglichkeit, sich aktiv am Umweltschutz zu beteiligen. Dazu bohren Sie einfach ein paar Löcher in die Stämme. Schon bald werden sich Bienen und andere Nützlinge einnisten. Die Insekten vertreiben Schädlinge aus Ihrem Garten und bestäuben im Sommer Ihre Blumen.

Tipps

Das Holz einheimischer Bäume ist im Handel besonders günstig. Selbstverständlich können Sie auch auf Nadelholz zurück greifen. In diesem Fall empfehlen sich Douglasie, Kiefer oder Fichte. Besonders sei jedoch auf Lärche hingewiesen, welche sich durch ihre Härte auszeichnet.

Vorteile
  • Kostengünstig
  • Eigene Herstellung möglich
  • Bietet Insekten Schutz
  • Passt optisch eigentlich immer
Nachteile
  • Gefahr der Schimmelbildung bei Feuchtigkeit

Gestaltung

  • Palisaden
  • Kanthölzer
  • Mini Benjeshecke
  • Gehwege
  • Flechtzäune

Palisaden


Palisaden sind eine der beliebtesten Formen einer Beetumrandung. Ihre elegante Optik passt in jeden Garten. Hierbei handelt es sich um halbierte, aneinander geheftete Holzpflöcke. Filigranere Modelle, beispielsweise aus Bambusstäben, erhalten Sie fertig im Handel. Mit groben Pfählen basteln Sie sich Ihre eigene Einfassung selber. Somit bietet sich die Möglichkeit der Höhenvariation, die Sie nicht nur der Wuchsgeschwindigkeit Ihrer Beetpflanzen anpassen, sondern auch nutzen können, um optische Akzente zu setzen. Palisaden verhindern dank ihres lückenlosen Design, dass der Rasen ins Beet überwächst. Der Aufbau verlangt nur wenig Aufwand:

  • Um das Beet herum eine Furche ausheben.
  • Die Furche mit Kies füllen.
  • Palisade mit Gummihammer in den Kies klopfen.
  • Restliche Lücken mit Erde auffüllen.

Tipps

Wir empfehlen Ihnen den Kauf von Rollboardern, da bei diesen Modellen bereits lange Pfosten für die Befestigung in der Erde integriert wurden.

Vorteile
  • Fertig im Handel erhältlich
  • Optisch immer passend
  • Zuverlässige Abgrenzung zur Rasenkante
  • Diverse Gestaltungsmöglichkeiten
Nachteile
  • Hoher Arbeitsaufwand beim Einlassen in den Boden

Kanthölzer


Kanthölzer bestehen meistens aus Nadelholz und sind in jedem Baumarkt für einen erschwinglichen Preis erhältlich. Aber auch die eigene Herstellung ist gar nicht schwierig:

  • Nadelhölzer mit einer Kreis- oder Stichsäge auf die gewünschte Länge kürzen (nach Belieben auch unterschiedliche Längen)
  • Nadelhölzer mit Schleifpapier glätten
  • Imprägnieren
  • Am Beetrand einen der Breite der Hölzer entsprechenden Graben ausheben
  • eine etwa 10 cm hohe Kiesschicht auftragen
  • Nadelhölzer mit einem Gummihammer ins Kiesbett schlagen
  • Hölzer von beiden Seiten mit Erde anhäufeln und festtreten
Vorteile
  • Kostengünstig
  • Einfache Montage
  • Unterschiedliche Optiken möglich
Nachteile
  • Bedarf eines Fundaments

Mini Benjeshecke

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Eine Hecke aus Totholz (Benjeshecke) ist eine günstig und natürliche Variante der Beetumrandung aus Holz


Sie elgen großen Wert auf eine ökologische Gestaltung Ihres Gartens? Dann ist eine Bejeshecke im Mini Format genau die richtige Beetumrandung für Sie. Mit diesem Modell recyceln Sie nicht nur Ihr altes Schnittgut, sondern geben auch Insekten und Kleintieren einen Unterschlupf.

Vorteile
  • Wiederverwertung des alten Schnittguts
  • Unterschlupf für Kleintiere
  • Natürliche Optik
  • Einfache Herstellung
Nachteile
  • Sieht bei müheloser Anordnung ungepflegt aus

Gehwege

Eine Beetumrandung soll den Rasen davon abhalten, ins Beet zu wachsen. Sie dürfen ihre Beete natürlich nach wie vor betreten. Mit einer Einfassung in Form von Gehwegen, gelingt das, ohne Fußspuren in de Erde zu hinterlassen oder Pflanzenteile niederzutreten. Insbesondere bei der Gemüseernte ist es sinnvoll, ins Beet hinein zu steigen. Gehwege aus Holzpaletten erweisen sich somit sowohl als Wucherschutz als auch als Erntehilfe sinnvoll. Zudem sind die Elemente dank ihrer flachen Form unauffällig und lassen sich einfache verlegen.

Vorteile
  • Unauffällige Optik
  • Erleichtern die Gemüseernte
  • Kostengünstig
  • Einfache Montage
Nachteile
  • Keine Wurzelsperre
  • Bei Niederschlag Rutschgefahr
  • Halten nur Rasen aber keine Pflanzen vor dem Wuchern ab
  • Schmutz auf den Platten

Flechtzäune


Flechtzäune bieten jede Menge Möglichkeiten für die individuelle Gestaltung. Wer seinen Zaun selber anfertigt, kann sogar richtig kreativ werden. Exemplare aus dem Handel sind aber ebenso preiswert.
Wer selber Hand anlegen möchte, verwendet am besten Weidenruten oder Haselnusszweige. Vorzugsweise schneiden Sie junge Triebe, da diese sich wunderbar biegen lassen. Alternativ weichen Sie ältere Zweige für ein paar Tage in einer Wanne voll Wasser. So gehen Sie vor:

  • Stabile Pfähle in einigem Abstand rund um das Beet in die Erde klopfen.
  • Zweige horizontal jeweils vor und hinter den Pfählen entlang führen.
  • Am Ende gut festziehen.
  • Überstehende Enden kappen.
  • Zweige um die Pfähle wickeln, bis die gewünschte Höhe erreicht ist.
  • Nach ein paar Schichten gegebenenfalls die Flechtrichtung wechseln.
Vorteile
  • Selbstanfertigung oder aus dem Fachhandel
  • Kostengünstig
  • Umweltfreundlich
  • Pflegeleicht
Nachteile
  • Muss nach ein paar Jahren ausgetauscht werden
  • keine Wurzelsperre

Weitere Kaufkriterien

Die schönste Beetumrandung taugt nicht, wenn Sie Ihre Pflanzen nicht vorm Überwuchs schützt. Bedenken Sie dabei nicht nur die überirdische Ausbreitung, sondern auch das Wurzelwerk. In diesem Fall sind Sie mit Palisaden besser beraten, als mit einem Weidezaun. Erst genannte Produktart können Sie mit etwas Beton in die Erde einlassen, sodass sie die unterirdische Rhizomausbreitung verhindert. Bei einem Weidezaun, der lediglich in die Erde gesteckt wird, ist dies nicht möglich. Wiederum lässt sich ein Weidezaun besser entfernen, wenn das Holz der Witterung zum Opfer gefallen ist.

Marken/ Bezugsquellen

Holz aus dem eigenen Garten zu verwenden, ist mit Sicherheit die kostengünstigste Methode. Zudem müssen Sie sich keine Gedanken um die Entsorgung machen. Doch nicht immer steht die geeignete Holzart zur Verfügung. In diesem Fall liefert der Baumarkt, alles was Sie brauchen. Empfehlenswerte Anbieter sind:

  • Hornbach
  • Obi
  • Bauhaus
  • Amazon
  • Hagebaumarkt
  • Toom
  • Immergrün
  • Gardena
  • Beckmann

Tipps

Bitte beachten Sie, dass es nicht gestattet ist, große Mengen Holz aus dem Wald mit zu nehmen oder sogar Bäume zu fällen. Schneiden Sie lediglich ein paar Triebe einer Weide für einen Flechtzaun, ist dagegen aber nichts einzuwenden. Doch auch dann hat der Naturschutzbund Sperrzeiten verhängt. Von Februar bis Oktober brüten Vögel in den Bäumen. Dann ist es verboten, Äste und Hecken zu schneiden.

Pflegehinweise

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Wer seine Beeteinfassung gut pflegt, hat länger seine Freude daran


Im Gegensatz zu Beetumrandungen aus Stein oder Beton sind Einfassungen aus Holz leider nicht von langer Haltbarkeit. Je nach Witterung müssen Sie Ihren Zaun wahrscheinlich nach zwei bis drei Jahren austauschen. Vor allem wenn sich Risse im Holz gebildet haben oder Sie Löcher für ein Insektenhotel in die Pfähle gebohrt haben, besteht die Gefahr, dass Nässe eindringt. Schimmel mindert nicht nur die Optik, sondern macht Ihre Beetumrandung auch instabil. Eine witterungsfeste Imprägnierung kann dem vorbeugen. Lacke finden Sie im Baumarkt. Kontrollieren Sie das Material daher regelmäßig auf erste Anzeichen. Ein eigener Flechtzaun ist schnell neu gefertigt., besonders wenn man Spaß am Handwerken hat.

Zubehör

da Holz selbst ein „lebendiges“ Material ist, schmückt es sich fast von allein. Allen voran mit Weideruten lassen sich kleine Akzente setzen, die Ihre Beete zusätzlich aufwerten. Benutzen Sie junge Zweige, kann es durchaus passieren, dass diese erneut Triebe bilden. Somit begrünt ein Weidezaun Ihre Beete nahezu automatisch. Verspielt und romantisch wirken auch Perlen, die Sie in den Zaun integrieren. Bezüglich der zusätzlichen Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Um für mehr Stabilität zu sorgen oder den genannten Schmuck anzubringen, nutzen Sie am besten Draht. Dieses Material hält die Hölzer zuverlässig zusammen, ist aber kaum sichtbar. Für Abwechslung sorgen auch kleine Steingabionen, die Sie zwischen zwei Abschnitten einer Palisade platzieren.

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