Unkrautstecher – Ein kleiner Kaufratgeber

Um hartnäckiges Unkraut im Garten zu entfernen, braucht es kein Gift. Mit einem Unkrautstecher haben Sie sogar eine umweltfreundliche und ökologische Alternative zur Hand, die selbst hartnäckigem Wurzelunkraut den Garaus macht. Welche Arten von Unkrautstechern es gibt, welche besonders empfehlenswert sind und wie Sie das Gerät richtig anwenden, zeigen wir Ihnen in diesem ausführlichen Ratgeber.

unkrautstecher
Mit einem Unkrautstecher lassen sich unerwünschte Pflanzen einfacher entfernen

Unsere Empfehlungen

Gesamtlänge 100 – 119 Zentimeter
Arbeitstiefe 10 Zentimeter
Griff D-Griff, Kunststoff
Krallen 2 Stahlkrallen
Fußtritt ja
Längenverstellbar ja
Gewicht 1,25 Kilogramm

Der ausziehbare Teleskop-Unkrautstecher des Markenherstellers Fiskars ist ideal, um damit hartnäckiges Wurzelunkraut wie Löwenzahn, Ampfer, Brennnesseln, Disteln und Co. nachhaltig aus steinarmen, weichen Böden – beispielsweise im Rasen, in Beeten und Rabatten – zu entfernen. Die Anwendung des Produkts gelingt ganz einfach: Sie versenken die Krallen im Boden, wobei diese das Unkraut umschließen, und ziehen es schließlich über die Hebelwirkung mitsamt der Wurzeln heraus. Dabei müssen Sie sich nicht einmal bücken oder gar auf dem Knien im Garten herumrutschen. Die Amazon-Anwender zeigen sich bis auf wenige Ausnahmen (die das Gerät zum Teil nach hundertfacher gelungener Verwendung oder vom Hersteller nicht empfohlener Anwendung auf harten Böden aufgrund von Materialverschleiß bemängeln) höchst begeistert.

Gesamtlänge 110 Zentimeter
Arbeitstiefe keine Angabe
Griff T-Griff
Krallen 2 Stahlkrallen, mit Duroplast beschichtet
Fußtritt nein
Längenverstellbar nein
Gewicht 500 Gramm

Insbesondere für lang und tief wurzelnde Unkräuter wie Löwenzahn, Sauerampfer und Disteln eignet sich dieser Unkrautstecher des Qualitätsherstellers Gardena, der die genannten Unkräuter leicht und ganz ohne Bücken aus weichen Untergründen wie Rasenflächen oder Gartenbeeten entfernt. Das Produkt weist eine Gesamtlänge von 110 Zentimetern auf, die auch größeren Anwendern ein bequemes Arbeiten ermöglicht. Nach dem Entfernen des Unkrauts mitsamt der Wurzeln aus dem Boden entsorgen Sie es einfach über den integrierten Auswerfer und müssen sich dabei nicht einmal die Hände schmutzig machen.

Gesamtlänge 112 Zentimeter, Stiel 85 Zentimeter
Arbeitstiefe 27 Zentimeter
Griff T-Griff, lackiertes Eschenholz
Krallen 2 Stahlzinken
Fußtritt ja
Längenverstellbar nein
Gewicht 1 Kilogramm

Durch die stabile und robuste Konstruktion, die Verwendung von harten Eschenholz und Stahl sowie dank des praktischen Fußtritts kann dieser Ampferstecher des deutschen Markenherstellers Freund Viktoria nicht nur auf weichen, sondern auch auf festeren Untergründen verwendet werden. Das Produkt eignet sich vornehmlich für tief wurzelnde Unkräuter wie Sauerampfer, Löwenzahn und Disteln, hinterlässt aber (im Gegensatz zu vielen anderen Unkrautstechern) gemäß den Kundenberichten bei Amazon weniger große Beschädigungen auf dem Untergrund. Ganz ohne Löcher wird es jedoch mit einem Unkrautstecher naturgemäß nicht gehen, wobei Sie diese oftmals einfach schließen können. Bei Bedarf kann der Eschenstiel separat nachbestellt werden.

Kaufkriterien

Arten von Unkrautstechern

Je nach gewähltem Verwendungszweck haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Arten von Unkrautstechern. Grundsätzlich gibt es zunächst einmal einer Unterscheidung zwischen Modellen mit langem Stiel oder handlichen Geräten mit kurzem Griff. Letztere setzen Sie vor allem für einzelne Unkräuter sowie für flach wurzelnde Arten wie beispielsweise Quecken ein. Bei den langstieligen Modellen haben Sie die Wahl zwischen Dreh- und Tretstechern, wobei Tretstecher meist die nachhaltigeren Ergebnisse liefern – diese hebeln das Unkraut nämlich mitsamt der Wurzel aus dem Boden heraus, während Drehstecher die Wurzeln lediglich abschneiden und der unliebsame Bewuchs anschließend umso schneller wiederkommt.

Gesamtlänge

Unkrautstecher mit langem Stiel haben den Vorteil, dass Sie zum Entfernen des Unkrauts nicht auf dem Boden knien müssen. Stattdessen lässt es sich rückenschonend ganz einfach im Stehen jäten, was je nach Stiellänge auch bei sehr großen Anwendern gut funktioniert. Sollen mehrere Menschen mit dem Gerät arbeiten, so empfiehlt sich ein ausziehbarer Teleskopstiel. Damit können Sie die jeweils optimale Länge selbst bestimmen. Langstielige Unkrautstecher eignen sich besonders gut, wenn Sie größere Flächen (etwa auf Rasen und Weiden) bearbeiten wollen.

Untergrund

Langstielige Unkrautstecher eignen sich nur auf weichen, an Steinen armen Untergründen wie Rasenflächen, Beeten und Rabatten. Für den Einsatz auf Kieswegen oder -gärten, steinigen Böden sowie gepflasterten oder anderweitig befestigten Wegen und Flächen sollten Sie besser auf handliche Unkrautstecher mit kurzen Griffen, Fugenkratzer und ähnliche Geräte zurückgreifen. Beachten Sie dabei, dass diese zumeist recht beachtliche Löcher im Untergrund verursachen, die Sie anschließend wieder mit der Hand schließen müssen.

Material

Unkrautstecher müssen oft starken Kräften standhalten, vor allem, wenn Sie langstielige Varianten verwenden. Daher sollten Sie auf hochwertige Materialien achten, sodass die Klingen aus Stahl bestehen und der Stiel bestenfalls aus Hartholz (beispielsweise Esche oder Buche) oder ebenfalls aus Metall hergestellt ist. Kunststoffklingen und -stiele weisen hingegen eine sehr begrenzte Lebensdauer auf, wohingegen Sie Holzstiele bei Bedarf einfach austauschen können. Ein Zeichen für mangelnde Qualität sind zudem Griffe aus billigem Plastik. Diese brechen nicht nur schnell, sondern bieten zudem bei der Anwendung wenig Halt und Sie rutschen schnell weg.

Klingenlänge

Entscheidend für den Anwendungserfolg ist auch die passende Klingenlänge. Wenn Sie einen langstieligen Unkrautentferner verwenden wollen, sollten die Klingen oder Krallen mindestens zehn, besser jedoch 20 Zentimeter lang sein – nur so packen Sie das Übel buchstäblich „an der Wurzel“ und reißen das Unkraut mitsamt dieser heraus. Insbesondere Tretstecher sollten über wenigstens 25 Zentimeter lange Klingen verfügen. Handliche Unkrautstecher mit kurzem Griff haben hingegen meist kürzere Klingen. Das ist jedoch nicht weiter dramatisch, da diese Geräte ohnehin eher auf härteren Untergründen bzw. für flachwurzelnde Unkräuter eingesetzt werden und daher gar keine lange Klinge benötigen.

Gewicht

Die verschiedenen Arten von Unkrautstechern weisen ein sehr unterschiedliches Gewicht auf. Achten Sie darauf, dass langstielige Modelle nicht zu leicht sein sollten. Ein Gewicht von mindestens einem Kilogramm ist in der Regel sinnvoll, da Sie damit eine bessere Hebelwirkung erzielen können. Zudem sind zu leichte Geräte meist nicht besonders robust oder sogar instabil, weil das niedrige Gewicht auf die Verwendung von minderwertigem Material (oft billiges und wenig haltbares Plastik) hinweist.

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Häufig gestellte Fragen

Warum nimmt man nicht einfach ein Spritzmittel gegen das Unkraut?

Mit „Spritzmitteln“ sind für gewöhnlich Herbizide und andere Pflanzenschutzmittel gemeint, die auch für die Anwendung im Hausgarten im Fachhandel erhältlich sind. Unkraut mit Gift zu Leibe zu rücken, zeigt zwar schnelle Ergebnisse, hat aber auch gravierende Nachteile. Die Giftstoffe verbleiben nämlich in der Umwelt, töten dort auch andere Pflanzen und Tiere wie Insekten, Igel oder Spitzmäuse, die im Garten sehr nützlich sind. Im Nutzgarten angewendet, geht das Gift über das Gemüse und Obst auch in Ihren Körper. Ganz abgesehen von dieser Problematik zerstören Pestizide das empfindliche Gleichgewicht im Boden, sodass das Bodenleben abstirbt und kein neuer Humus nachgebildet wird. Dasselbe gilt übrigens auch für bestimmte Hausmittel wie zum Beispiel Essig.

Was ist der Unterschied zwischen einem Unkraut- und einem Ampferstecher?

Unter einem Ampferstecher versteht man einen langstieligen Unkrautstecher, der vornehmlich für die Entfernung von Sauerampfer, Löwenzahn und Disteln konzipiert ist. Der Begriff Unkrautstecher wiederum ist eher allgemein gehalten und vereint sowohl die langstieligen als auch die handlichen Varianten in sich.

Wie tief muss man stechen, um Löwenzahn ganz herauszubekommen?

Blätter und Blüten des Löwenzahns werden meist nicht höher als 40 Zentimeter. Umso überraschter sind dann viele Gärtner, wenn Sie einmal eine der bis zu einen Meter langen Wurzeln des hartnäckigen Krauts sehen. Um Löwenzahn langfristig zu entfernen, müssen Sie also möglichst tief – und nicht nur knapp über den Boden bzw. unterhalb der Erdoberfläche – einstechen. Dies funktioniert am besten, wenn die Pflanze noch jung und nicht allzu groß ist – umso kürzer sind nämlich auch ihre Wurzeln. Daher sollten Sie Löwenzahn schon zeitig im Jahr entfernen und ihn gar nicht erst so groß werden lassen.

Welche Hersteller bieten hochwertige Unkrautstecher an?

Gerade im Gartenbereich gibt es viele Hersteller, die vor allem durch preiswerte Ware und zweifelhafte Qualität auffallen. Um das Geld nicht von vornherein zum Fenster hinauszuwerfen – sicherlich kennen auch Sie den alten Spruch „Wer billig kauft, kauft zweimal“ – sollten Sie daher auf bewährte Qualität erprobter Markenhersteller setzen. Mit Produkten von Firmen wie Gardena, Wolf Garten, Fiskars oder Freund Viktoria machen Sie ganz bestimmt nichts verkehrt. Auch die handgeschmiedeten Unkrautstecher von SHW-FIRE weisen eine sehr gute Qualität auf.

Text: Ines Jachomowski

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