Tomatenhaube – Ein kleiner Kaufratgeber

Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsen und werden von vielen Menschen im Garten oder auch auf dem Balkon angebaut. Leider sind die Nachtschattengewächse recht anfällig für die gefürchtete Kraut- und Braunfäule, die die Ernte geradezu dahin schimmeln lässt. Die Krankheit überträgt sich über den Regen, weshalb Tomatenpflanzen möglichst unter einer Überdachung gezogen werden sollten. Mit einer Tomatenhaube schützen Sie die empfindlichen Gewächse auch im Freiland.

tomatenhaube
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Gartengemüse zu schützen

Unsere Empfehlungen

Material dünnes Kunststoff
Abmessungen 0,75 x 10 Meter
Stärke 37 Mikrometer
UV-Stabilität ja
Lochung ja
Preis/m² ca. {PREIS/7,5} EUR

Der Tomaten-Folienschlauch des Herstellers Windhager ist als Freiland-Gewächshaus konzipiert und soll Tomatenpflanzen nicht nur vor Regen, sondern auch vor anderen Witterungseinflüssen schützen. Zudem verschafft die Folienhaube den Pflanzen ein warmes Mikroklima, in dem die Früchte schneller reifen sollen. Damit sich die Feuchtigkeit in dieser Tomatenhaube nicht staut, ist das Material gelocht. Somit kann die Luft zirkulieren und es findet ein Wärmeaustausch statt. Das sehr dünne Kunststoffmaterial ist zudem für eine bessere Haltbarkeit UV-stabilisiert.

Material dünner PE-Kunststoff
Abmessungen 0,65 x 10 Meter
Stärke 20 Mikrometer
UV-Stabilität ja
Lochung ja
Preis/m² ca. {PREIS/6,5} EUR

Ebenso ideal zum Aufziehen, zum Schutz und zur Reifeförderung von Tomaten und anderen Fruchtgemüsen ist die Connex Tomatenfolien-Haube, die Ihre Pflanzen vor Regen, Wind und hungrigen Vögeln schützt. Das licht- und wasserdurchlässige Material aus transparentem Polyethylen ist nur 20 Mikrometer dünn, schafft jedoch ein optimales Wachstumsklima für die Tomatenpflanzen. Damit es unter der Folie nicht zu feucht wird, sorgen Belüftungslöcher für einen steten Luftaustausch. Der Folienschlauch lässt sich individuell zuschneiden, je nach Größe der Pflanze. Anschließend ziehen Sie ihn einfach über das Gewächs und binden in zu. Von unten ist bei Bedarf eine zusätzliche Stabilisierung durch Erdanker möglich.

Material dünner Kunststoff
Abmessungen 1,25 Meter lang, Durchmesser 57 Zentimeter
Stärke k. A.
UV-Stabilität ja
Lochung ja
Preis/m² ca. {PREIS/3,5} EUR

Auch die „mitwachsenden“ Tomatenhauben des Herstellers Euflor bestehen aus transparentem und uv-stabilem Polyethylen. Diese bieten dieselben Vorteile wie die bereits vorgestellten Produkte, haben jedoch eine Besonderheit: Anstelle einer Rolle, die Sie selbst zurecht schneiden müssen, erhalten Sie mit dieser Lieferung insgesamt fünf Tomatenhauben á 1,25 Metern Länge und einem Durchmesser von 57 Zentimetern. Über die Tomatenpflanzen gestülpt, schützen die Hauben vor Regen und verringern so das Braunfäule-Risiko. Zudem schaffen sie ein warmes und luftfeuchtes Mikroklima, indem die Pflanzen bestens gedeihen können. Lüftungsschlitze im Material sorgen für den notwendigen Luftaustausch.

Kaufkriterien

Material

Tomatenhauben bekommen Sie in der Regel aus zwei möglichen Materialien: Produkte aus lebensmittelechtem Polyetylen sind günstig und lassen ausreichend Sonne und Luft hindurch. Dafür allerdings reißt das Material auch recht leicht. Hauben aus gewebtem Vlies sind dicker und damit auch reißfester. Zudem sind diese umweltfreundlicher, sofern sie aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt sind. Dies gilt allerdings nicht für alle Vliesfolien, weshalb Sie, sollte Ihnen dieser Punkt wichtig sein, sehr genau in die Produktbeschreibung schauen.

Materialdicke

Viele Tomatenhauben bestehen aus einem Material, dessen Dicke in Mikrometern gemessen wird. Das bedeutet, die Folien sind dünner als einen Millimeter, wobei Polyethylenfolien wesentlich dünner als Vliesfolien sind. Da die Pflanzen in erster Linie vor Feuchtigkeit geschützt werden sollen, ist diese Dicke vollkommen ausreichend. Sie müssen nur beim Hantieren aufpassen, da solch feines Material schnell reißt. Viel wichtiger ist es, dass die Folie uv-stabil ist. Solche Folien sind haltbar und lassen sich mehrere Male verwenden.

Farbe

Achten Sie beim Kauf darauf, transparente – d. h. durchsichtige – Tomatenhauben zu erwerben, da nur diese ausreichend Licht hindurch lassen. Tomaten brauchen für ihr Gedeihen sowie später zum Reifen ihrer Früchte sehr viel Sonne, weshalb diese ungehindert an die Pflanzen gelangen muss. Gefärbte oder gar undurchsichtige Folien sind hingegen ungeeignet, da sie die Fotosynthese behindern. In der Folge würde die damit abgedeckte Pflanze, wenn überhaupt, nur sehr kümmerlich wachsen.

Lochung

Der Vorteil einer Tomatenhaube besteht nicht nur darin, dass sie der Pflanze einen Schutz vor Regen und damit einer Infektion mit Braunfäule-Erregern bietet. Auch bildet sich unter der Folie ein warmes Mikroklima mit hoher Luftfeuchtigkeit, welches die Pflanzen besser wachsen lässt. Damit sich allerdings die Feuchtigkeit nicht unter der Abdeckung staut (und es im schlimmsten Fall schimmelt), sollte die Haube mit Lüftungslöchern versehen sein. Diese gewährleistet den so wichtigen Luftaustausch.

Abstandshalter und Befestigungsmaterial

Von Vorteil sind zudem so genannte Abstandsringe, die bei manchen Tomatenhauben im Lieferumfang mit inbegriffen sind. Diese werden oberhalb der Tomatenpflanze angebracht und die Haube bzw. der Schlauch darüber gestülpt. So berühren sich Folie und Pflanze nicht, was wiederum die Schimmelgefahr reduziert. Auch weiteres Befestigungsmaterial (wie z. B. Erdanker) sind nicht immer im Preis inbegriffen und müssen separat erworben werden.

Montage

Tomatenhauben können Sie entweder als Meterware oder in vorgefertigten Längen erwerben. Während die Meterware sich bedarfsgerecht selbst zuschneiden lässt, erfordert sie aber auch einen höheren Montageaufwand: Sie müssen die Schlauchfolie zuschneiden, verknoten und befestigen. Vorgefertigte Hauben stülpen Sie einfach über die Pflanze, etwa mit Hilfe einer Abstandshaube, und befestigen sie mittels Erdankern. Achten Sie auch darauf, wie sich die favorisierte Tomatenhaube befestigen lässt: Manche Modelle müssen nämlich aufwändig um die Tomate herum gewickelt werden.

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Häufig gestellte Fragen

Was sind eigentlich Tomatenhauben?

Bei Tomatenhauben handelt es sich im Prinzip um Mini-Gewächshäuser,(49,99€ bei Amazon*) in die lediglich eine einzige Pflanze passt. Meist sind sie als Kunststoff- oder Vliesschläuche erhältlich, es gibt jedoch auch weitere Variationen von verschiedenen Anbietern.

Welche Vorteile bieten Tomatenhauben?

Tomatenhauben sollen die Pflanzen einerseits vor Regen schützen, denn dieser bringt die gefürchteten Braunfäule-Erreger mit sich. Da Tomaten gegenüber dieser Pilzerkrankung sehr anfällig sind, sollen sie ohnehin unter einer Überdachung kultiviert werden. Diese hat allerdings oft den Nachteil, dass Sie viel gießen müssen – schließlich gelangt das Regenwasser so auch nicht an die Pflanzen. Die Tomatenhaube schützt die Pflanze vor Regen, aber lässt das kostbare Nass zu den Wurzeln fließen. Außerdem schafft die Folie ein wachstumsförderliches Mikroklima.

Schützen Tomatenhauben auch vor Frost?

Tomaten mögen nicht nur keinen Regen, sondern auch absolut keine Kälte. Es sind wärmebedürftige, nicht frostharte Pflanzen, die erst nach den Eisheiligen – wenn keine Gefahr mehr durch Spätfröste droht – nach draußen. Die dünne Folie einer Tomatenhaube schützt die Pflanzen auf keinen Fall vor der Kälte – wie auch? Es handelt sich schließlich nicht um ein isolierendes Material. Verwenden Sie die Hauben daher nicht als Frühbeet-Ersatz, sondern ziehen Sie Ihre Jungpflanzen an einem frostfreien und warmen Ort.

Gibt es auch Alternativen?

Anstatt unter einer Tomatenhaube können Sie Ihre Tomaten auch im Gewächshaus, einem so genannten Tomatenhaus (praktisch ein Mini-Gewächshaus, welches sich auch auf dem Balkon platzieren lässt) oder im Freiland unter einer eigens gebauten Überdachung aus Plexiglas oder einem ähnlich transparentem Material ziehen. Egal wie, wichtig ist nur die vor Regen und damit vor Braunfäule schützende Überdachung.

Zubehör

Tomatenstangen

Tomaten haben dünne Stämme, die leicht durch den schweren Fruchtbehang oder durch Wind knicken oder sogar brechen können. Insbesondere Stabtomaten sind gefährdet und benötigen daher eine Stütze. Für diesen Zweck eignen sich so genannte Spiralstäbe oder andere Tomatenstangen, die der Pflanze den benötigten Halt geben. Sie sollten mindestens 120 Zentimeter oder mehr lang sein.

Tomatenerde

Tomatenpflanzen sind ausgesprochene Starkzehrer, die einen hohen Nährstoffbedarf haben. Um diesem gerecht zu werden, sollten Sie die Pflanzen in eine humusreiche, vorgedüngte Erde setzen, die die jungen Pflanzen mit allen Haupt- und Nebennährstoffen versorgt, die sie für ein gesundes Wachstum, die Blüten- und Fruchtausbildung brauchen. Alternativ eignet sich auch eine gute Kompost- oder Humuserde.

Tomatendünger

Nach wenigen Wochen ist jedoch der Nährstoffgehalt von vorgedüngten Substraten aufgebraucht und Sie müssen die Tomatenpflanzen nun regelmäßig düngen. Damit Sie nicht jede Woche zum Düngemittel greifen müssen, empfiehlt sich ein auf organischen Stoffen basierender Langzeitdünger, der speziell auf die Bedürfnisse der starkzehrenden Nachtschattengewächse abgestimmt ist. So reifen schmackhafte und gesunde Früchte heran.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: J Michael Fitzpatrick/Shutterstock

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