Tomatenerde – Ein kleiner Kaufratgeber

Hochwertige Tomatenerde versorgt Ihre Tomatenpflanzen mit allen wichtigen Nährstoffen für ein gesundes Wachstum und eine reiche Tomatenernte. Weshalb es sich empfiehlt, auf Spezialerde zu setzen und worauf Sie beim Kauf unbedingt achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber. Überdies empfehlen wir Ihnen drei überzeugende Tomatenerden, um Ihnen die Entscheidungsfindung zu erleichtern.

tomatenerde
Tomaten brauchen viele Nährstoffe

Unsere Empfehlungen

Verwendungszweck adulte Tomaten
Nährstoffdichte hoch
Torffrei ja
pH-Wert 6,2
Bio-Qualität ja
Inhalt 20 l
Preis/l ca. {PREIS/20} EUR

Die Tomatenerde von Kleeschulte setzt sich aus der hauseigenen Substratfaser topora(R)-bio sowie Kokosfasern, Rindenhumus und Grünkompost zusammen. Mit 80 Milligramm pro Liter Stickstoff, 250 Milligramm pro Liter Phosphor, 800 Milligramm pro Liter Kalium und 120 Milligramm pro Liter Magnesium ist das Substrat reich an wichtigen Nährstoffen für prächtig gedeihende Tomaten. Es soll schön locker sein, angenehm riechen und schönstes Gemüse hervorbringen. Angesichts dieser Beschreibungen ist die Erde die klare, verdiente Siegerin in unserem vergleichenden Test.

Verwendungszweck adulte Tomaten
Nährstoffdichte hoch bis sehr hoch
Torffrei ja
pH-Wert 5,0-7,5
Bio-Qualität jein
Inhalt 18 l
Preis/l ca. {PREIS/18} EUR

Bei der Tomatenerde aus dem Hause Florissa begeistert insbesondere die hohe bis sehr hohe Nährstoffdichte. Sie enthält 200 bis 500 Milligramm pro Liter Stickstoff, 200 bis 2000 Milligramm pro Liter Phosphor und dazu noch 400 bis 3000 Milligramm pro Liter Kalium. Rindenhumus, Holzfasern, Kokosfasern, Quarzsand (14,90€ bei Amazon*) und organischer Dünger fungieren als Ausgangsstoffe. Zwar ist die Erde nicht explizit als Bio-Substrat ausgewiesen, allerdings ausschließlich aus natürlichen Zutaten hergestellt.

Verwendungszweck adulte Tomaten
Nährstoffdichte hoch
Torffrei ja
pH-Wert 6,5
Bio-Qualität ja
Inhalt 40 l
Preis/l ca. {PREIS/40} EUR

Die Tomatenerde von Plantura empfiehlt sich für alle Hobbygärtner, die sich gleich einen großen Vorrat anschaffen wollen. Dieses Substrat enthält pflanzliche Stoffe aus der Lebens-, Genuss- und Futtermittelherstellung, aus der Forstwirtschaft und aus dem Garten- und Landschaftsbau sowie darüber hinaus kohlensauren Kalk und Rohphosphat. Daraus resultieren 100 Milligramm pro Liter Stickstoff, 400 Milligramm pro Liter Phosphor, 1800 Milligramm pro Liter Kalium, 50 Milligramm pro Liter Magnesium und 510 Milligramm pro Liter Schwefel. Die meisten Rezensenten bei Amazon sind sehr zufrieden mit der Erde. Sie soll Tomatenpflanzen (und ihre Züchter) glücklich machen.

Kaufkriterien

Verwendungszweck

Je nachdem, in welchem Entwicklungsstadium sich Ihre Tomatenpflanzen gerade befinden, benötigen Sie unterschiedliche Substrate:

  • Anzuchterde
  • Pikier-/Aufzuchterde
  • Erde für adulte Pflanzen

Im Gegensatz zu Pikiererde und „Erwachsenensubstrat“ muss Anzuchterde mager und nährstoffarm sein. Stellen Sie beim Kauf sicher, dass die ausgewählte Erde auch wirklich für Ihren Verwendungszweck vorgesehen ist.

Zusammensetzung

Als Starkzehrer brauchen adulte Tomaten besonders viel Stickstoff, Phosphor und Kalium. Überhaupt sollte die Nährstoffkonzentration möglichst hoch sein. Ansonsten müssten Sie umso mehr Dünger einsetzen, was auf lange Sicht kostenintensiver wäre. Deshalb lohnt es sich, gleich in eine hochwertige Tomatenerde zu investieren, um der Pflanze die optimale Basis zu bieten.

Zeichen für eher minderwertige Qualität: reine Torferden, oft mit Kalk und mineralischem Dünger behandelt. Abgesehen von der „Umweltfeindlichkeit“, die allen Substraten mit Torf gemeinsam ist, sind Pflanzen in diesen Erden nicht selten auch krankheitsanfälliger.

Zeichen für hochwertige Qualität: Zuschlagstoffe wie Perlite,(37,08€ bei Amazon*) Tonbestandteile, bestimmte Humussubstanzen (etwa Rindenhumus) und organischer Langzeitdünger. Eine derartige Zusammensetzung bildet das ideale Gesamtpaket für Ihre Tomaten.

Torffreiheit

Warum Torf ein beliebter Zusatz in Tomatenerde (und auch in sonstigen Gemüse- sowie Blumenerden) ist? Er nimmt schnell viel Wasser auf und lockert den Boden auf. Doch wir raten Ihnen davon ab, Substrat mit Torf zu kaufen – nicht weil gegen Torf an sich etwas zu sagen wäre, sondern schlichtweg zum Schutz der Umwelt.

Um es kurz zu machen: Zur Gewinnung von Torf müssen ganze Moorflächen entwässert und damit einhergehend zerstört werden. Moore wachsen extrem langsam (nur ungefähr einen Millimeter pro Jahr!), weshalb sie sich nach einem Eingriff von außen nicht mehr erholen können. So stirbt mit jeder „Torfernte“ jahrtausendelang gewachsene Natur, was auch vielen Tieren den Lebensraum nimmt. Des Weiteren wird beim Abtrag das in Torf gespeicherte CO2 freigesetzt, das bekanntlich unser Klima massiv schädigt.

Ihre Tomaten gedeihen auch ohne Torf prächtig, dessen können Sie sich sicher sein!

pH-Wert

Der pH-Wert des Substrats sollte zwischen 6,0 und 7,0 liegen (leicht sauer bis neutral).

Bio-Qualität

Im Zweifelsfall ist Tomatenerde in Bio-Qualität zu bevorzugen, da Sie dann sicher sein können, dass sich keine chemischen Zusätze im Substrat befinden. Allerdings steht immer die grundlegende Zusammensetzung der Erde im Vordergrund. Auch Nicht-Bio-Substrate können qualitativ überzeugen. Umgekehrt gibt es beispielsweise auch zahlreiche Bio-Tomatenerden mit Torf.

Packungsgröße

Häufig rentiert es sich, eine größere Packung zu kaufen, da der Literpreis mit zunehmender Menge gemeinhin günstiger wird.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Tomatenerde und Blumenerde?

Bei Tomatenerde handelt es sich um eine spezielle Substratmischung, die darauf abzielt, die gesteigerten Bedürfnisse von Starkzehrern, zu denen Tomaten gehören, zu befriedigen. Demnach ist sie in der Regel nährstoffreicher als herkömmliche Blumenerde.

Tipps

Auch einige andere Gemüsesorten, etwa Chili, Paprika, Lauch, Gurke und Kartoffel, zählen zu den Starkzehrern. Für diese Pflanzen können Sie auch Tomatenerde verwenden. Nicht umsonst wird diese häufig als „Tomaten- und Gemüseerde“ angeboten.

Was zeichnet hochwertige Tomatenerde aus?

Hochwertige Tomatenerde hat eine lockere Struktur. Sie kann Nährstoffe speichern und bei Bedarf an die Tomatenpflanze abgeben. Zudem offenbart sie eine hohe Bodenvitalität. Das heißt, sie bringt nützliche Bodenbakterien und -pilze mit. Diese erhöhen sowohl die Krümelstruktur als auch das Wasserhaltevermögen. Zudem mindern sie das Risiko von Pflanzenkrankheiten.

Welche Marken bieten gute Tomatenerde?

Zu den bekanntesten und beliebtesten Marken für spezialisierte Tomatenerde zählen Neudorff, Compo Sana, Dehner und Floragard.

Wo kaufe ich Tomatenerde am besten?

Tomatenerde steht Ihnen im Baumarkt – beispielsweise bei OBI, toom, hagebaumarkt, Bauhaus, Hornbach oder Raiffeisen – sowie natürlich bei Amazon zur Verfügung.

Ist Tomatenerde wiederverwendbar?

Ja, sofern sie unversehrt – also frei von Schädlingen – ist, können Sie Tomatenerde auch wiederverwenden. Allerdings müssen Sie das Substrat dann gründlich düngen, da die starkzehrenden Tomaten, die sich zuvor darin aufhielten, sicherlich nicht viele Nährstoffe übriggelassen haben.

Was tun bei Insekten in der Tomatenerde?

Sie erblicken Würmer in der Tomatenerde? Dann entsorgen Sie die Erde am besten und geben Ihrer Tomatenpflanze frisches Substrat. Wenn es sich um Regenwürmer handelt, können Sie stattdessen die Erde wässern. Entnehmen Sie die nach oben kommenden Würmer und setzen Sie sie im Freien wieder aus. Und: Stellen Sie sicher, dass die Pflanze hinterher gut abtrocknen kann.

Sie haben Ameisen in der Tomatenerde? Ameisen sind keine Schädlinge, sie tun Ihren Tomaten nichts. Wenn die kleinen Tierchen in großer Anzahl auftreten und Ihnen zu lästig werden, stellen Sie einen Rosmarin-, einen Lavendel- und einen Thymianstrauch in die Nähe. Die Gerüche dieser Kräuter stoßen Ameisen stark ab, sodass sie vermutlich schnell das Weite suchen.

Trauermücken in der Tomatenerde? Die Larven der dunklen, nur wenige Millimeter großen Mücken, die übrigens nicht stechen, können Ihren Tomaten gefährlich werden. Bekämpfen Sie die Schädlinge mit Nematoden. Diese winzigen Nützlinge ernähren sich von den Larven. Sobald es keinen Futternachschub mehr gibt, sterben auch sie. Alternativ stecken Sie ein paar Streichhölzer kopfüber in die Erde. Schwefel wirkt toxisch auf die Larven.

Tipps

Wenn Sie kleine schwarze Fliegen in der Tomatenerde entdecken, die Fruchtfliegen zum Verwechseln ähnlich sehen, handelt es sich vermutlich um Trauermücken.

Sie bemerken Maden in der Tomatenerde? Diese sind wie die Larven der Trauermücke als schädlich einzustufen. Auch in dem Fall erweist sich die Verwendung von Nematoden als natürlich-wirksame Lösung.

Allgemeiner Tipp: Oftmals sind unliebsame Insekten schon beim Kauf in der Tomatenerde enthalten. Um etwaigen Populationen direkt den Garaus zu machen, sollten Sie die Erde kurzzeitig erhitzen, bevor Sie Ihre Tomatenpflanze einsetzen. Verteilen Sie die Erde auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech und geben das Ganze bei 150 Grad Celsius für etwa 30 Minuten in den Backofen. Alternative: Befeuchten Sie die Tomatenerde leicht und füllen sie in einen Baumwollbeutel. Danach knoten Sie den Beutel zu und überlassen ihn bei 800 Watt für zehn Minuten der Mikrowelle.

Kann ich Tomatenerde selber machen?

Ja. Wenn Sie Anzuchterde für Ihre Tomatenpflanzen herstellen wollen, mischen Sie jeweils einen Teil sterilisierte Gartenerde, Quarzsand und reifen Kompost. Zum Pikieren hat sich folgendes Mischungsverhältnis bewährt: 25 Prozent Kompost, 15 Prozent Gartenerde, 40 Prozent Kokosfasern/Perlite, zehn Prozent Rindenhumus und zehn Prozent Quarzsand. Soll es selbst gemachte Tomatenerde für adulte Pflanzen in Kübelhaltung sein, ist ein Mix aus hochwertiger Gemüse- oder Blumenerde mit reifem Gartenkompost geeignet.

Tipps

Für die Anzucht von Tomaten und auch für erwachsene Tomatenpflanzen erfreut sich Kokoserde immer größeren Zuspruchs.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Kurdyukova Olga/Shutterstock

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