Sitzrasenmäher – Ein kleiner Kaufratgeber

Mit einem Sitzrasenmäher mähen Sie große Grünflächen schnell und mühelos. Erfahren Sie, wann ein Aufsitzmäher oder Rasentraktor tatsächlich sinnvoll ist und worauf Sie beim Kauf achten sollten!

sitzrasenmaeher
Mit dem Sitzrasenmäher wird Rasenmähen zu Entspannung pur

Unsere Empfehlungen

Typ Aufsitzmäher
Rasenfläche 3000 m²
PS 6,5
Schnittbreite 61 cm
Schnitthöhe 35-75 mm
Auswurfrichtung Heck
Tankvolumen 1,2 l
Fangkorb 150 l
Geräuschpegel 80 dB

Wie alle unsere Empfehlungen ist auch der Aufsitzmäher von scheppach mit einem Elektrostart zum einfachen Starten des Geräts ausgestattet. Gleiches gilt in Bezug auf das manuell zu- und abschaltbare Mähwerk. Überhaupt sind sich die Modelle hinsichtlich ihrer Leistungsmerkmale sehr ähnlich. Der große Vorteil dieser Ausführung ist der relativ niedrige Lärmpegel.

Typ Aufsitzmäher
Rasenfläche unbekannt
PS 6,5
Schnittbreite 61 cm
Schnitthöhe 35-75 mm
Auswurfrichtung Heck
Tankvolumen 1 l
Fangkorb 150 l
Geräuschpegel 97 dB

Im Vergleich zum Aufsitzmäher von scheppach ist jener von BRAST wesentlich lauter und mit einem geringfügig kleineren Tank ausgerüstet. Überdies gibt es keine Info zur machbaren Rasenfläche. Diese Nachteile wiegt der günstigere Preis auf.

Typ Aufsitzmäher
Rasenfläche 2600 m²
PS 6,5
Schnittbreite 61 cm
Schnitthöhe 35-75 mm
Auswurfrichtung Heck
Tankvolumen 2 l
Fangkorb 150 l
Geräuschpegel unbekannt

Der Aufsitzmäher von Hecht fungiert als unser Preisleistungssieger. Er bringt das größte Tankvolumen unserer drei Empfehlungen mit. Die sonstigen Merkmale entsprechen weitestgehend den Eigenschaften der anderen Vergleichssieger. Nur über den Geräuschpegel ist nichts Konkretes bekannt – er soll aber unter 100 Dezibel liegen. Die Amazon-Rezensenten sind mit allen drei Aufsitzmähern großteils zufrieden.

Kaufkriterien

Typ

Aufsitzmäher: Bei einem Aufsitzmäher sitzen Sie mehr oder weniger direkt über dem Motor. Diese Variante des Sitzrasenmähers ist leichter und wendiger zu fahren und zu manövrieren, weshalb sie sich für Einsteiger sowie für eher gleichmäßige, ebene Rasenflächen empfiehlt.

Rasentraktor: Bei einem Rasentraktor befindet sich der Motor vor dem Sitz. Gemeinhin ist diese Version leistungsstärker, was sie für den Einsatz an steileren Hängen (aber maximal 20 bis 30 Prozent Gefälle, ansonsten droht der Rasenmähertraktor zu kippen) und grundsätzlich für tendenziell ungleichmäßige, unebene Grünflächen prädestiniert.

Leistungsmerkmale

Rasenfläche: Der Hersteller gibt normalerweise an, für welche Rasenfläche der jeweilige Sitzrasenmäher geeignet ist. Es hängt von verschiedenen anderen Leistungsmerkmalen ab, ob das Gerät „nur“ für vergleichsweise kleinere Flächen infrage kommt oder auch mit großen Arealen fertig wird. Manche Modelle schaffen um die 1000, einige zwischen 1000 und 3000 und ein paar wenige Profi-Ausführungen sogar bis zu 4500 Quadratmeter.

PS: Die Pferdestärke ist relevant, wenn viel am Hang gemäht wird. Dann sollte der Sitzrasenmäher mindestens 11 PS mitbringen, um der anstrengenden Aufgabe gewachsen zu sein. Ansonsten genügen oftmals schon um die 4 PS, sofern Sie es beim Mähen nicht ganz so eilig haben. Beim Großteil der Sitzrasenmäher beträgt die Leistung um die 6 PS.

Schnittbreite: Je höher die Schnittbreite, desto besser? Nicht zwangsläufig. Auf weiten Grünflächen ohne verwinkelte Passagen trifft dies definitiv zu, da Sie dann weniger Bahnen fahren müssen und in der Folge schneller mit der Arbeit fertig sind. Doch wenn Sie beispielsweise zwischen Beeten und Bäumen mähen wollen, sind Sie mit einem eher schmalen Schmäher im Vorteil. Richtwerte: eine Schnittbreite von 60 Zentimetern für verwinkelte Rasenflächen, 100 Zentimeter aufwärts für weitestgehend freie Areale.

Schnitthöhe: Wenn Sie die Schnitthöhe aufgrund unterschiedlicher Grünflächen häufiger variieren müssen, sollte der Sitzrasenmäher ein möglichst breites Spektrum bieten. Für die meisten Rasenflächen ist eine Höhe zwischen drei und fünf Zentimetern ideal.

Auswurfrichtung: Seitenauswurf oder Heckauswurf, das ist hier die Frage – eine einfach zu beantwortende. Der Seitenauswurf eignet sich nur, wenn Sie den Sitzrasenmäher als Mulchmäher verwenden wollen. Ansonsten sollten Sie den Heckauswurf bevorzugen, bei dem das abgeschnittene Gras im Fangkorb landet.

Tankvolumen: Je größer der Tank ist, desto seltener müssen Sie Benzin nachfüllen. Bei etwas abseits gelegenen oder besonders großen Grünflächen sind um die sieben Liter durchaus sinnvoll. Andernfalls kommen Sie sicherlich auch mit einem deutlich kleineren Tank gut aus.

Fangkorb (Fassungsvermögen): Das Fassungsvermögen des Fangkorbes entscheidet darüber, wie viel Gras der Sitzrasenmäher auf einmal aufnehmen kann und wie oft Sie den Behälter entleeren müssen. Ein großer Fangkorb ab 200 Litern empfiehlt sich, wenn Sie eine beachtliche Rasenfläche zu bewältigen haben und die Rasenpflege möglichst selten unterbrechen wollen. Für kleinere Gartenflächen reicht üblicherweise auch ein kleinerer Fangkorb aus.

Geräuschpegel: Machen Sie sich keine Illusionen, ein Sitzrasenmäher ist immer laut. Jedoch kann jedes Dezibel weniger die Lärmbelästigung merklich reduzieren. Die meisten Modelle haben einen Geräuschpegel zwischen 80 und 100 Dezibel. Vergleichswerte: Nähmaschine 60 Dezibel, Verkehrslärm circa 80 Dezibel, Disco oder Motorsäge 110 Dezibel, Presslufthammer 120 Dezibel. Tragen Sie bei der Mäharbeit mit dem Sitzrasenmäher immer einen Gehörschutz, auch wenn die Lautstärke Ihres auserkorenen Geräts „nur“ bei 80 Dezibel liegen sollte!

Reifen

Große und breite Reifen sind vorteilhaft, um mit dem Sitzrasenmäher auch auf unebenem, nassem oder schlammigem Boden einen guten Grip zu haben. Die meisten Modelle sind mit einem Zweiradantrieb ausgestattet. Geht es in Ihrem Garten bergauf und bergab, tun Sie gut daran, einen Sitzrasenmäher mit Allradantrieb zu kaufen. Das Gerät funktioniert umso besser in Hanglagen, je größer der Radstand ist.

Zubehör/Lieferumfang

Mulchmäherfunktion: Mit einer Mulchmäherfunktion lässt sich der Rasen zugleich mähen und mulchen. Das Schnittgut wandert dann nicht in den Fangkorb, sondern bleibt als feiner Mulch (85,00€ bei Amazon*) auf der Wiese liegen und macht sich dort als natürlicher Dünger nützlich.

Heckfräse: Eine Heckfräse erleichtert und beschleunigt das Bearbeiten der Beete im Garten.

Anhänger: Verfügt der Sitzrasenmäher über eine Anhängekupplung, besteht die Option, einen passenden Anhänger anzubringen.

Schneeschild: Ist ein Schneeschild im Lieferumfang enthalten, können Sie den Sitzrasenmäher im Winter zum Schneeschippen verwenden.

Beleuchtung: Soll der Sitzrasenmäher in der Dämmerung noch einsatzfähig sein, muss er gute Scheinwerfer haben.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Sitzrasenmäher und wozu dient er?

Bei einem Sitzrasenmäher, je nach Typ auch als Aufsitzmäher oder Rasentraktor bezeichnet, handelt es sich um einen großen benzinbetriebenen Rasenmäher, auf dem Sie sitzen, während Sie Ihren Rasen mähen. Das leistungsstarke, über 100 Kilogramm schwere Gerät empfiehlt sich vor allem für sehr große Rasenflächen ab 800 Quadratmetern.

Welche Vor- und Nachteile hat ein Sitzrasenmäher?

Vorteile: Ein Sitzrasenmäher ermöglicht es, den Rasen schnell und ohne eigenen Kraftaufwand zu mähen. Für Flächen ab etwa 800 Quadratmetern ist er ideal. Überdies lässt sich ein Sitzrasenmäher auch auf unebenem Gelände problemlos nutzen. Ergänzt durch einen geeigneten Schneeschieber ist der Sitzrasenmäher sogar ganzjährig einsetzbar.

Nachteile: Die Kosten für einen Sitzrasenmäher sind extrem hoch, sowohl in der Anschaffung als auch danach, da Sie für den Betrieb regelmäßig Benzin benötigen und das Gerät häufig warten (lassen) müssen. Des Weiteren ist der Gartenhelfer enorm laut und beansprucht viel Platz in der Garage oder im Geräteschuppen. Für Grundstücke mit steilen Hängen und/oder vielen Bäumen ist ein Sitzrasenmäher ungeeignet.

Benötige ich einen Führerschein für den Sitzrasenmäher?

Solange der Sitzrasenmäher eine Geschwindigkeit von 6 km/h nicht überschreitet, dürfen Sie ihn ohne spezifische Zulassung fahren. Ansonsten ist ein Führerschein der Klasse L erforderlich. Hinweis: Der Nutzer eines Sitzrasenmähers muss mindestens 15 Jahre alt sein.

Welche Marken bieten gute Sitzrasenmäher?

Zu den bekanntesten und beliebtesten Marken für Aufsitzrasenmäher und Rasentraktoren gehören unter anderen MTD, scheppach, AL-KO, John Deere und Husqvarna. Gute Alternativen für preisbewusste Gärtner, die in puncto Leistungsstärke nicht das Beste vom Besten benötigen, sind die Sitzrasenmäher von WOLF-Garten, Hecht und BRAST.

Wo kaufe ich einen Sitzrasenmäher am besten?

Sitzrasenmäher stehen Ihnen in allen großen Baumärkten und Gartenfachcentern zur Verfügung – gemeinhin sowohl off- als auch online. Darüber hinaus können Sie sich bei amazon.de nach einem zu Ihren Anforderungen passenden Modell umsehen. Dort finden Sie sogar Top-Ausführungen von den oben erwähnten renommierten Marken.

Wie viel kostet ein Sitzrasenmäher?

Der Kauf eines Sitzrasenmähers ist wahrlich kein Schnäppchen. Für die günstigsten Ausführungen, die Hobbygärtnern mit mittelgroßem bis großem Garten entgegenkommen, bezahlen Sie in der Regel zwischen 1000 und 1500 Euro. Professionelle Geräte für den landwirtschaftlichen Bereich schlagen oft mit über 2000 oder gar 3000 Euro zu Buche.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: muroPhotographer/Shutterstock

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